Für Links auf dieser Seite erhält desired ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder lila Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.

Früheinschulung in der Kritik

Einschulung mit 5 Jahren

Früheinschulung in der Kritik

Die Früheinschulung von Kindern mit einem Alter von fünfeinhalb steht in der Kritik. Überforderung im ersten Schuljahr kann noch Jahre später zu Verhaltensauffälligkeiten führen.

Sieben Jahre nach Einführung der Früheinschulung, die besagt, dass Kinder, die bis zum Jahresende ihr sechstes Lebensjahr vollenden, in diesem Kalenderjahr eingeschult werden sollen, herrscht rege Kritik an der Früheinschulung. Grund: Viele Kinder sind mit fünfeinhalb Jahren noch nicht reif genug für die Grundschule und kommen mit den Aufgaben nicht zurecht. „Viele Kinder zeigen Überforderungsreaktionen“, so Ulrich Fegeler vom Bundesverband der Kinderärzte gegenüber Tagesspiegel.de. Die Grundschulen seien für die Betreuung dieser überforderten Kinder, die spätestens in der dritten Klassen oft „schwerst auffällig“ würden, nicht ausgerichtet. Oft käme es auch zu Fehleinschätzungen der Lehrer, derart, dass Therapien oder Sitzungen beim Logopäden vorgeschlagen würden. Diese Maßnahmen können die Probleme, die die Früheinschulung verursacht hat, aber nicht beheben.

Früheinschulung abwenden zu kompliziert

Zwar ist es Eltern möglich, die Früheinschulung durch einen Antrag abzuwenden, dieser Antrag auf spätere Einschulung ist aber recht kompliziert. Vor allem Eltern bildungsferner Schichten fühlten sich durch den vierseitigen Antrag gegen Früheinschulung überfordert, so ein Amtsarzt gegenüber Tagesspiegel.de. Dass es überhaupt möglich ist, die Früheinschulung abzuwenden, sei zudem auch nicht allen Eltern bewusst.

Früheinschulung in Kritik
Die Früheinschulung eignet sich nicht für alle Kinder.

Wann ist ein Kind für die Früheinschulung geeignet?

Wenn Eltern unsicher sind, ob ihr Kind für die Früheinschulung geeignet ist, sollten sie zunächst einmal ihr Kind fragen, ob es schon zu Schule gehen möchte. Schnupperwochen, in denen das Kind die Schule und den Schulalltag kennenlernen kann, gibt es in fast jeder Stadt. Kann das Kind schon für rund eine Stunde stillsitzen, sich für eine längere Zeit konzentrieren und fehlerfrei sprechen sowie verstehen, dann ist es eventuell für die Früheinschulung geeignet.

Was für manches Kind eine angebrachte Förderung ist, kann für andere Kinder eine Überforderung bedeuten: die Früheinschulung. Eine individuelle Beurteilung der Schulreife ist daher angebracht.

Bildquelle: Elena Rostunova / dreamstime.com

Galerien

Lies auch

Teste dich