Augen auf beim Spielzeugkauf!

Gefährliches Spielzeug

Gefährliches Spielzeug

Trotz strenger Richtlinien sollten Eltern auch in Deutschland beim Spielzeugkauf die Augen offen halten: Wie eine Laboruntersuchung jetzt ergab, enthalten sechs von acht Spielzeugbeigaben von Zeitschriften giftige Schwermetalle. Doch wie lässt sich gefährliches Spielzeug erkennen?

Farbenfrohes Spielzeug lässt Kinderherzen höher schlagen. Leider kommt aber trotz strenger Kontrollen und Vorschriften immer wieder gefährliches Spielzeug auf den Markt. Insbesondere die günstigen Spielzeugbeigaben bei Kinderzeitschriften sind mit Vorsicht zu genießen: Wie die „Rheinische Post Online“ nun berichtete, enthielten bei einer Laboruntersuchung sechs von acht getesteten Spielzeugen giftige Schwermetalle. Umso wichtiger ist es, dass Eltern die relevanten Kriterien beim Spielzeugkauf kennen, um zu verhindern, dass gefährliches Spielzeug ins Kinderzimmer gelangt.

Was sagt das Gesetz über gefährliches Spielzeug?

Es gibt zahlreiche gesetzliche Regelungen, die verhindern sollen, dass gefährliches Spielzeug in Umlauf gebracht wird. So dürfen Spielzeuge beispielsweise keine verschluckbaren Teile enthalten, Elektrospielzeuge dürfen nur mit einer bestimmten Spannung laufen und viele Schadstoffe sind schlichtweg verboten. Ob ein Spielzeug den gesetzlichen Vorgaben entspricht, lässt sich an dem GS-Siegel erkennen, das von unabhängigen Stellen wie dem TÜV vergeben wird. Zudem stehen private Prüfzeichen wie beispielsweise das Teddybär-Siegel vom TÜV Rheinland dafür, dass die Spielzeuge zusätzlich von Dritten kontrolliert wurden. Dass trotzdem gefährliches Spielzeug auf den Markt kommt, lässt sich dadurch erklären, dass die gesetzlichen Regelungen zum Teil unvollständig oder uneindeutig sind – so sind viele Schadstoffe auch weiterhin erlaubt. Stiftung Warentest zufolge sind auch die Prüfzeichen nicht hundertprozentig zuverlässig: Viele ausgezeichnete Spielzeuge enthielten trotz der Siegel Schadstoffe. Da Eltern sich also nicht voll und ganz auf Gesetzeslage und Qualitätssiegel verlassen können, ist Eigeninitiative beim Spielzeugkauf gefragt. Zum Glück lässt sich durch die Beachtung einiger Grundregeln leicht verhindern, dass gefährliches Spielzeug im Einkaufswagen landet.

Trotz strenger Vorgaben gibt es immer noch gefährliches Spielzeug.
Besonders kleine Kinder nehmen Spielzeug oft in den Mund. Schadstoffe werden dann zum Gesundheitsrisiko.

Gefährliches Spielzeug: Worauf muss ich beim Spielzeugkauf achten?

Neben den bereits genannten Siegeln gibt es einige weitere Spezialsiegel, die durchaus zuverlässig sind und beim Spielzeugkauf eine gute Orientierung bieten: So zeichnet beispielsweise das „ÖkoTex Standard 100“ Siegel Textilqualität aus und die pädagogische Eignung wird durch das „Spiel gut“ Siegel gekennzeichnet. Beim Thema „gefährliches Spielzeug“ denken viele Menschen zuerst an Plastikspielzeug – und tatsächlich kann Kunststoffspielzeug schädlich für Kinder sein, wenn sie es verschlucken oder in den Mund nehmen. Eltern sollten deshalb darauf achten, dass Plastikspielsachen frei von PVC und Weichmachern, sogenannten Phtalaten, sind. Aber gefährliches Spielzeug kann durchaus auch aus Holz hergestellt sein. Bei Holzprodukten sollten unlackierte, gewachste Produkte aus Vollholz bevorzugt werden, da Sperrholz und einige Lacke Schadstoffe enthalten können. Generell ist es immer sinnvoll, ein Spielzeug persönlich im Laden zu testen: Ein unangenehmer Geruch sowie ein Abfärben des Spielzeugs auf der Haut können Hinweise auf eine Schadstoffbelastung sein.

Trotz strenger Gesetze ist gefährliches Spielzeug leider auch in Deutschland verbreiteter als man denkt. Eine Laboruntersuchung hat nun ergeben, dass sechs von acht Spielzeugbeigaben in Kinderzeitschriften schadstoffbelastet waren. Eltern sollten beim Spielzeugkauf daher auf zuverlässige Testsiegel achten und die Inhaltsstoffe der Produkte überprüfen, um zu vermeiden, dass ihre Kinder an gefährliches Spielzeug gelangen.

Bildquelle: © Pavel Siamionau | Dreamstime.com

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