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Ungewöhnliche Objekte

Geschichte von Staubsauger-Party schlägt Wellen

Geschichte von Staubsauger-Party schlägt Wellen

Kürzlich berichtete die Mamilounge über Dylan Johnson, der zu seinem 14. Geburtstag eine Staubsauger-Party feierte. Der autistische Junge ist seit jeher von den Haushaltsgeräten fasziniert. Doch Dylan ist nicht der einzige Junge, der auf eher außergewöhnliche Gegenstände fixiert ist. Auch viele weitere autistische Kinder haben eine auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkende Leidenschaft für Alltagsgegenstände.

Geschichte von Staubsauger-Party berührt

Als Megan Cusumano auf dem Internetportal „Today.com“ die Geschichte über die Mutter, die ihren Sohn zu seinem 14. Geburtstag mit einer Staubsauger-Party überraschte, las, fing sie zu weinen an, denn die Story erinnerte sie an ihren eigenen Sohn Ryan. Dieser war jahrelang von Badewannenstöpseln fasziniert. „Das war etwas Einzigartiges für meinen Sohn – und ich habe das geliebt“, erklärt Cusumano. „Aber ich wusste genau, was die Dame meinte, als sie von ihrem Sohn und seiner Vorliebe für Staubsauger sprach. Es war wie, ‚ja, das ist normal für etwas, das nicht normal ist’.“ Genau wie Dylan Johnson – der Junge, der Staubsauger liebt – ist auch Megan Cusumanos Sohn Autist.

Staubsauger: Autistische Kinder faszinieren sich oft für ungewöhnliche Gegenstände.
Die Geschichte von der Staubsauger-Party hat viele Eltern autistischer Kinder berührt.

Das, was für Dylan die Staubsauger sind, können für andere autistische Kinder Badewannenstöpsel oder Kaffeebeutel sein

Dylan und Ryan sind aber bei Weitem nicht die einzigen Autisten, die eine besondere Vorliebe für ungewöhnliche Gegenstände haben. Die Faszination für ein bestimmtes Objekt oder einen bestimmten Raum ist für autistische Kinder etwas ganz Typisches. So ist auch der Sohn von Nicole Schroeder von einem auf den ersten Blick seltsam anmutenden Gegenstand fasziniert: Was für Dylan die Staubsauger und für Ryan die Badewannenstöpsel sind, sind für ihn die leeren Kaffeebeutel von „Dunkin Donuts“, weshalb er stets einen solchen Beutel bei sich trägt. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Vorliebe ihres Sohnes hat die Geschichte von Dylan und seiner Vorliebe für Staubsauger auch Nicole Schroeder berührt: „Ich war so aufgeregt, als ich das gesehen habe. Wir können das wirklich nachvollziehen! Das ist eine Familie wie unsere!“ Ihr Sohn erhält jedes Jahr zu Weihnachten und zum Geburtstag eine riesige Box mit „Dunkin Donuts“-Kaffeebeuteln.

Staubsauger-Firma „Kirby Company“ und Schnellrestaurant-Kette „Dunkin Donuts“ gehen mit gutem Beispiel voran

Nachdem „Today.com“ die News von Dylan und seiner Leidenschaft für Staubsauger veröffentlicht hatte, schrieben hunderte von Lesern dem Portal, dass sie die Story berühre, weil diese ihre eigenen Erfahrungen bezüglich des Zusammenlebens mit einem autistischen Kind widerspiegele. Cusumano hält die Geschichte für „ungeheuer wichtig“, da sie das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Belange autistischer Kinder schärfe. Obwohl die Leidenschaft für Badewannenstöpsel ihres mittlerweile 23-jährigen Sohnes seit einiger Zeit der Begeisterung fürs Schlagzeugspielen gewichen ist, erinnert sie sich noch gut an die skeptischen Blicke, die er erntete, als ihr Sohn jünger war und den Badewannenstöpsel überall hin mitnahm. „Die Welt muss wissen, dass es Kinder wie diese gibt, und dass das wunderbare Kinder sind. Leute urteilen vorschnell und wollen sie [autistische Kinder, Anm. d. Red.] in der Öffentlichkeit nicht sehen, aber Fakt ist, dass sie wundervolle Menschen sind.“ Auch Schroeder ist daran gelegen, dass die Gesellschaft mehr über diese Kinder erfährt. Sie wünscht sich zudem, dass es mehr Firmen gibt, die Familien mit autistischen Kindern unterstützen, wie es die Staubsauger-Firma „Kirby Company“ und die Schnellrestaurant-Kette „Dunkin Donuts“ bereits tun. Die „Kirby Company“ führte Dylan zu seinem Geburtstag ihren neuesten Staubsauger vor und „Dunkin Donuts“ sendet der Familie Schroeder jeden Sommer hunderte von leeren Kaffeebeuteln sowie liebevolle Geburtstagskarten und Werbegeschenke.

Viele autistische Kinder sind auf einen bestimmten Gegenstand fixiert. Während der 14-jährige Dylan von klein auf eine Leidenschaft für Staubsauger hat, sind andere autistische Kinder beispielsweise von Badewannenstöpseln oder leeren Kaffeebeuteln fasziniert, sodass die diese Gegenstände stets mit sich führen. Da die Kinder aufgrund dieser zunächst ungewöhnlich erscheinenden Vorliebe oft skeptische Blicke ernten, wünschen sich deren Eltern ein stärkeres Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Belange autistischer Kinder.

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