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„Girls“-Star Gaby Hoffmann aß ihre Plazenta

Zweifelhafter Trend

„Girls“-Star Gaby Hoffmann aß ihre Plazenta

Eklig oder gesund? Einige frischgebackene Mamis schwören auf die heilsamen Kräfte des Mutterkuchens auch über die Geburt hinaus und essen die Plazenta, die zuvor bereits das Baby mit allem versorgte, was es braucht. So auch „Girls“-Darstellerin Gaby Hoffmann.

Gaby Hoffmann verspeiste nach der Geburt ihre Plazenta

Die Aufgabe der Plazenta ist es, das Baby im Bauch einer werdenden Mutter mit allem zu versorgen, was es benötigt. In einigen Fällen wird dem Mutterkuchen jedoch auch nach der Geburt noch eine Aufgabe zugeschrieben: als gesunder Snack für die Mami! Gaby Hoffmann, die in der HBO-Serie „Girls“ Adams Schwester Caroline spielt, gehört zu den Prominenten Mamis, die das Wort „Mutterkuchen“ wohl ein wenig zu wörtlich genommen haben. Wie sie dem „People Magazine“ mitteilte, aß sie nach der Geburt ihrer Tochter Rosemary im November ihre Plazenta. „Ich habe daraus drei Wochen lang Smoothies gemacht“, verrät der ehemalige Kinderstar ihr Geheimrezept, „ich hatte eine Hausgeburt und meine Hebamme und meine Doula haben die Plazenta in 20 Stücke geschnitten und eingefroren“. Die tiefgekühlten Stückchen bereitete die Schauspielerin in einem Blender mit Erdbeeren, Blaubeeren, Guavensaft und einer Banane zu. Was wie ein bizarrer neuer Trend klingt, ist unter Promis längst kein Novum mehr. Auch January Jones und Alicia Silverstone zählen zu Befürwortern der sogenannten Plazentophagie.

Gaby Hoffmann verzehrte den Mutterkuchen
Gaby Hoffmann aß ihre Plazenta

Gaby Hoffmann setzt auf die Kräfte der Hormone

In der Schwangerschaft übernimmt die Plazenta die Aufgaben der Organe des Babys und versorgt es mit Nährstoffen. Darüber hinaus produziert sie Hormone, die die Schwangerschaft aufrechterhalten und hält Schadstoffe und Krankheitserreger vom Kreislauf des Babys fern. Befürworter der Plazentophagie, wie Gaby Hoffmann, setzen darauf, dass sie mit dem Verspeisen der Gebärmutter die Hormone zu sich nehmen, die schon in der Schwangerschaft gut für sie und das Baby waren. Sie sollen der durch die Geburt geschwächten Mutter frischen Elan und Energie geben, einer Wochenbettdepression vorbeugen und die Milchproduktion fördern. Erwiesen sind diese Vorteile jedoch nicht. Dr. Iffath Hoskins von der NYU gab im Gespräch mit „Today.com“ zu bedenken, dass es keine Möglichkeit gäbe, zu wissen, ob die Plazentophagie für die Mutter gut oder schlecht sei. Patientinnen, die wie Gaby Hoffmann ihre Plazenta essen möchten, fragt der Gynäkologe, ob sie „ihren eigenen Blinddarm oder ihre Lunge essen würden, wenn die ganz oder zum Teil entfernt werden“. Er merkt darüber hinaus an, dass die Plazenta ja unter anderem als Bakterienfilter fungiert, die unter Umständen noch im Mutterkuchen enthalten sein könnten, wenn die Mami diesen verzehrt. Was für einige ein natürlicher Powerbooster ist, finden andere also eher bedenklich.

Gaby Hoffmann wählte Smoothies, andere bevorzugen Globuli

Auch wenn der Trend sich wahrscheinlich nicht unter allen Müttern durchsetzen wird, gibt es bereits mehrere Möglichkeiten, die Plazenta auch nach der Geburt noch zu nutzen. Während Gaby Hoffmann sich dazu entschied, den Mutterkuchen in Form von Smoothies direkt zu sich zu nehmen, bevorzugen andere Mütter Globuli, die aus der Plazenta hergestellt werden. Auch diese sollen viele gesunde Kräfte besitzen und Mutter und Kind gleichermaßen als Heilmittel für allerlei Wehwehchen helfen können. Vielleicht ist diese Form der Aufnahme Mamis lieber, die sich bei der von Gaby Hoffmann gewählten Variante aus Ekel nicht zum Verzehr überwinden könnten.

Gaby Hoffmann, der ehemalige Kinderstar aus „Now and Then – Damals und heute“ oder „Allein mit Onkel Buck“, hat bekannt gegeben, dass sie nach der Geburt ihrer kleinen Tochter ihre Plazenta verzehrt habe. Die „Girls“-Darstellerin erhofft sich heilende Kräfte und einen Powerbooster von diesem neuen Trend, der Plazentophagie.

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