Vor- und Nachteile der Impfung

Grippeimpfung für Kinder

Grippeimpfung für Kinder

Mit der Herbstzeit beginnt die Grippezeit. Der Mediziner Professor Weinke informiert über die Vor- und Nachteile der Grippeimpfung für Kinder und Erwachsene. Ihm zufolge wird die Grippe in Deutschland immer noch unterschätzt.

In Bezug auf die Grippeimpfung für Kinder und Erwachsene lässt sich in Deutschland von einer deutlichen Impfmüdigkeit sprechen. Selbst das medizinische Personal ist offenbar nur zu 25 Prozent geimpft, wie Professor Weinke, Chefarzt in Potsdam, gegenüber der Zeitung „Potsdamer Neueste Nachrichten“ verriet. Der Mediziner sieht die Ursachen für die Impfmüdigkeit darin, dass die Grippeimpfung im Gegensatz zu anderen Impfungen nur einen Schutz von bis zu 80 Prozent bietet: „Das ist uns zu wenig. Wenn wir eine Schutzwirkung verlangen, dann wollen wir 99, eigentlich sogar 100 Prozent“, so der Mediziner. Dies sei bei der Grippeimpfung für Kinder und Erwachsene aufgrund der „extrem variablen Oberflächenproteine des Virus“ allerdings nicht erreichbar, erklärt Professor Weinke.

Grippeimpfung für Kinder: Spezieller Impfstoff

Insgesamt handele es sich bei der Grippeimpfung um einen eher nebenwirkungsarmen Impfstoff. Mögliche Nebenwirkungen seien Schmerzen, Rötungen oder leichte Schwellungen an der Einstichstelle sowie eine leichte Temperaturerhöhung. Menschen mit einer Hühnereiweiß-Allergie sollten jedoch auf keinen Fall mit den herkömmlichen Impfstoffen immunisiert werden, da diese auf Hühnereiweiß basieren. Zur Grippeimpfung für Kinder erklärt Professor Weinke: „Der Kinderimpfstoff ist ein abgeschwächter, noch lebender Erreger. Den darf man nicht geben, wenn jemand einen Immundefekt hat. Das wäre eine klassische Kontraindikation.“ Zudem sollte bei einer akuten Erkrankung auf die Grippeimpfung der Kinder verzichtet werden: „Wenn jemand eine akute Infektion hat, also mit 39 Fieber im Bett liegt, dann sollte der auch erst einmal seine Erkrankung abheilen lassen und sich dann die Impfung holen.“

Die Immunisierung dauert bis zu 10 Tage.
Die Grippeimpfung für Kinder kann eine Erkrankung zu 80 Prozent verhindern.

Grippeimpfung für Kinder: Eine Grippe kann lebensgefährlich werden

Laut Professor Weinke wird die Grippe in Deutschland stark unterschätzt. „Wir wissen, dass der Influenza-Virus den Weg bahnt für bakterielle Infektionen in der Lunge“, erklärt der Mediziner. Besonders für ältere Personen, sowie Menschen mit Immundefekt oder begleitenden Erkrankungen stelle die Grippe daher auch heutzutage noch ein großes Risiko dar. Um einen bestmöglichen Schutz vor der Grippe zu erzielen, empfiehlt Weinke, sich bereits im Herbst impfen zu lassen, da der Aufbau der Immunität bis zu 14 Tage dauern könne. „Der Gipfel der Erkrankungen war in den letzten Jahren immer im Januar oder im Februar“, so der Mediziner. Letztendlich muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob er sich impfen lässt. Die Entscheidung für oder gegen die Grippeimpfung für Kinder liegt bei den Eltern.

Laut Professor Weinke wird die Grippe in Deutschland stark unterschätzt. Dabei ist die Grippeimpfung für Kinder und Erwachsene relativ arm an Nebenwirkungen und es gibt nur wenige Kontraindikationen. Die Entscheidung, ob man sich und seine Kinder gegen Grippe impfen lassen möchte, ist aber natürlich jedem selbst überlassen.

Bildquelle: Vladimir Melnikov | Dreamstime.com

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