Grippeimpfung trotz Schwangerschaft?

Für viele Medikamente gilt vor allem während einer Schwangerschaft besondere Vorsicht. Grippeimpfung und Schwangerschaft vertragen sich jedoch überraschend gut.

Während einer Schwangerschaft ist für die Einnahme von Medikamenten besondere Vorsicht geboten, denn nicht alle Behandlungen können so bedenkenlos wie sonst durchgeführt werden. Neuesten Erkenntnissen zufolge ist eine Grippeimpfung in der Schwangerschaft aber sogar besonders angeraten – denn Schwangere gehören zur Risikogruppe für besonders schwere Grippefälle.

Eine Grippe kann gefährlich werden

Jedes Jahr erkranken bundesweit tausende Menschen an Influenza – eine extrem unangenehme Viruserkrankung, die selbst junge und gesunde Menschen tagelang massiv außer Gefecht setzen kann. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit aber zum Glück glimpflich, schwere oder sogar tödliche Verläufe sind selten – sie kommen jedoch durchaus vor! Wie viele Menschen bei einer Grippewelle sterben, schwankt stark: Bei besonders schweren Wellen gibt es schätzungsweise bis zu 20.000 Todesfälle. „Wie viele Todesfälle es gibt, hängt unter anderem davon ab, wie die Grippeviren beschaffen sind, die im jeweiligen Jahr im Umlauf sind“, so Dr. Silke Buda, die stellvertretende fachliche Leiterin des Fachgebiets respiratorisch übertragbare Erkrankungen am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, gegenüber „apotheken-umschau.de“.

Welche Impungen sind vor und während der Schwangerschaft wichtig?

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Grippeimpfung: Schwangerschaft spricht sogar dafür!

Schwere Krankheitsverläufe mit schlimmstenfalls tödlichem Ausgang betreffen vor allem so genannte Risikogruppen – und dazu gehören, neben älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen oder Immundefekten, auch Schwangere! Grippeimpfung und Schwangerschaft passen deshalb viel besser zusammen, als es auf den ersten Blick vielleicht scheint – ab dem zweiten, in besonderen Fällen aber auch schon im ersten Drittel der Schwangerschaft wird eine Impfung gegen Influenza für Schwangere inzwischen sogar explizit empfohlen. Die Grippeimpfung, in der Schwangerschaft und auch ansonsten, muss übrigens jedes Jahr erneuert werden, denn das Virus verändert sich immer wieder: „Und deswegen muss auch die Grippe-Impfung jährlich an die Erreger angepasst werden, die gerade im Umlauf sind“, so Dr. Silke Buda. Durch eine Grippeimpfung in der Schwangerschaft sind dann im konkreten Fall aber Mutter und Kind geschützt. Die Immunisierung tritt dabei 14 Tage nach der Grippeimpfung in der Schwangerschaft ein.

Für Schwangere wird die Grippeimpfung empfohlen.

Grippeimpfung und Schwangerschaft

Grippeimpfung in der Schwangerschaft: Deshalb ist sie so wichtig

Das Gefährliche an der Grippe sind nicht nur die durch das Influenzavirus selbst verursachten Probleme, sondern auch die möglichen Folgen: So kann durch eine Grippeerkrankung etwa eine Lungenentzündung hervorgerufen werden, aber auch eine Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder des Gehirns (Enzephalitis) kann so entstehen und sogar lebensgefährlich sein. Zudem begünstigen Influenzaviren auf der Atemwegsschleimhaut aber auch andere Erreger, wie zum Beispiel Pneumokokken oder Staphylokokkus aureus, die wiederum Lungen- oder Mittelohrentzündungen hervorrufen können, wie Silke Buda erklärt. Auch hohes Fieber, das eine Grippe begleiten kann, stellt eine stark erhöhte Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Ist der Körper bereits durch eine Immunschwäche oder eine chronische Krankheit angegriffen, oder, wie in einer Schwangerschaft, bereits einer großen Belastung ausgesetzt, kann eine Grippeerkrankung im Einzelfall zuviel sein. Aus diesem Grund ist auch die Grippeimpfung in der Schwangerschaft anzuraten.

Eine Grippe verläuft zwar in den allermeisten Fällen glimpflich und setzt Dich lediglich ein paar Tage außer Gefecht. Doch um zu einer erhöhten Sicherheit für Mutter und Kind beizutragen, ist eine Grippeimpfung in der Schwangerschaft durchaus zu empfehlen.

Bildquelle: © Andrey Vasilyev | Dreamstime.com

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