Baby Paul
Jessica Kühne am 19.09.2018

Diese Erfindung war die Überraschung der gestrigen „Höhle der Löwe“-Folge: Baby Paul. Der kleinste Patienten-Simulator der Welt soll zukünftig den Ärzten helfen, das Leben aller Frühchen zu retten. Das steckt hinter der Erfindung von „Sim Characters“:

Es ist der Albtraum aller werdenden Eltern: Das Baby kommt viel zu früh auf die Welt, ist unterentwickelt und muss medizinisch von Apparaten versorgt werden. Tatsächlich kommt jedes zehnte Baby zu früh, also vor der 34. Schwangerschaftswoche auf die Welt. Meist sind die Säuglinge zu diesem Zeitpunkt kaum schwerer als 1.000 Gramm, können oft nicht selbst atmen. Die Ärzte kämpfen wochenlang um das Überleben der kleinen Babys, scheitern aber immer wieder.

Nun hat der Kinderarzt Dr. Jens Schwindt und sein Team von „Sim Characters“ einen Simulator entwickelt, der Ärzten zukünftig helfen soll, auf Notsituationen mit den kleinen Geschöpfen routiniert und professionell zu reagieren. Der Simulator sieht nicht nur aus wie ein richtiges Frühchen, sondern entspricht dank seiner innovativen Technologie auch der Anatomie eines zu früh geborenen Babys.

So funktioniert Baby Paul

Baby Paul wird über einen Computer gesteuert und kann alle Krankheiten simulieren, die im Frühchenalter üblich sind. Die Atmung und damit einhergehend die Sauerstoffsättigung kann so verändert werden, dass der Simulator sogar blau wird und anschließend ganz zu atmen aufhört. Die Ärzte können so üben, wie sie den Beatmungsschlauch in der kleinen Luftröhre platzieren müssen, um das Baby zu retten. Aber auch das Legen von Zugängen oder eine Herz-Rythmus-Massage kann an Paul perfektioniert werden. Wie genau das abläuft, ist in diesem Video zu sehen:

Die Löwen entscheiden sich gegen Baby Paul

Gestern Abend stellte Dr. Schmidt dann höchstpersönlich sein Baby Paul der Jury von „Die Höhle der Löwen“ vor. Er erhoffte sich ein Investment von einer Million Euro für 15 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen, womit die Weiterentwicklung und der Vertrieb des Simulators weiter vorangetrieben werden sollten. Doch ein „Löwe“ nach dem anderen stieg aus. Viele Zuschauer und vor allen Dingen Eltern von Frühchen waren empört. „Unmenschen“, „traurig“, „erschütternd“ und „manchmal steht soziale Verantwortung vor Gewinn“ lauteten einige Tweets nach der Sendung.

Andere Zuschauer forderten die Investoren auf, zumindest zu spenden. Andere wollten spontan ein Crowdfunding-Projekt starten und gründeten bei Facebook Gruppen, um die Entwickler zu unterstützen. Wir können also gespannt sein, ob wir in nächster Zeit noch einmal von Baby Paul hören und der Simulator sogar in ein paar Jahren helfen kann, Frühchen besser zu versorgen.

17 Tipps, die dir den Alltag als Neu-Mama sofort erleichtern

Was sagst du zu dem Simulator? Hast du die Sendung selbst gesehen? Wenn ja, kannst du die Entscheidung der Jury nachvollziehen? Oder hättest du an ihrer Stelle investiert? Sag uns gern deine Meinung in den Kommentaren.

Bildquelle:

istock/Ondrooo

Hat Dir "„Höhle der Löwen“: Simulator soll Frühchen retten" gefallen? Dann schreib uns einen Kommentar oder teile unseren Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Pinterest oder Instagram folgen.


Für dich: Täglich die besten News & Tipps per WhatsApp

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Öffne WhatsApp mit Klick auf den Button und schicke die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als desired, um den Newsletter zu erhalten.
WhatsApp öffnen
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?