Isotretinoin schadet Schwangeren

Der Wirkstoff Isotretinoin ist für Schwangere nicht geeignet. Wie festgestellt wurde, kann er Fehlbildungen des ungeborenen Babys verursachen.

Isotretinoin ist ein Wirkstoff, der in verschreibungspflichtigen Mitteln zur Aknebehandlung enthalten ist. Für schwangere Frauen ist der Wirkstoff nachgewiesen schädlich, da die Anwendung zu Fehlbildungen des ungeborenen Babys führen kann. Deshalb sollten schwangere Frauen davon absehen, Medikamente zu verwenden, die Isotretinoin enthalten.

Isotretinoin kann ungeborene Babys schädigen

Der verschreibungspflichtige Wirkstoff Isotretinoin kann, wenn er von schwangeren Frauen eingenommen wird, zu ernsthaften Fehlbindungen beim ungeborenen Kind führen. Insbesondere das Gesicht, das Herz, der Gaumen, die Ohren und sogar das zentrale Nervensystem sind davon betroffen. Dies ist umso ernster zu nehmen, da Ärzte Aknemedikamente mit Isotretinoin in den letzten Jahren vermehrt verschrieben haben.

Einer statistischen Erhebung der Techniker Krankenkasse zufolge sei im Vergleich zu 2010 im Jahr 2011 die Anzahl der eingereichten Rezepte mit dem Wirkstoff Isotretinoin um sechs Prozent gestiegen. Auch zwischen 2009 und 2010 habe man bereits einen Anstieg verzeichnen können. Die Erhebung betreffe die versicherten Frauen im Alter von fünfzehn bis 45 Jahren.

Isotretinoin schädlich

Isotretinoin zur Aknebehandlung


Aufklärung zu Isotretinoin reicht in vielen Fällen nicht aus

Christof Schaefer, Leiter des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie in der Berliner Charité beklagt, dass überraschend viele Frauen trotz hinreichender Aufklärung während der Behandlung mit Isotretinoin schwanger werden. So scheint die Aufklärung durch Ärzte und Apotheker über die gesundheitlichen Folgen und eine Abklärung des Kinderwunsches vor Aufnahme der Behandlung nicht ausreichend zu sein, um eine Schwangerschaft während der Anwendung von Isotretinoin zu vermeiden.

Dabei darf das Medikament aus medizinischer Sicht nur Frauen verschrieben werden, die nicht schwanger sind. Mindestens einen Monat nach Abschluss der Behandlung, so Schaefer, dürfe es nicht zu einer Schwangerschaft kommen, damit der Wirkstoff im Körper vollständig abgebaut wird und keine Schädigungen mehr beim Kind hervorrufen kann.

Laut einer Studie seines Instituts sei das mangelnde Verständnis der Patientinnen gegenüber den gesundheitlichen Risiken von Isotretinoin in der Schwangerschaft nicht mit dem Bildungsstand der Betroffenen in Verbindung zu bringen, betonte Schaefer. Er neige deshalb dazu, allen Frauen im gebärfähigen Alter, denen eine Behandlung mit dem Wirkstoff verschrieben werde, unabhängig vom Kinderwunsch eine verlässliche Form der Verhütung nahe zu legen.

Der verschreibungspflichtige Wirkstoff Isotretinoin ist in Mitteln zur Aknebehandlung enthalten und wird seit 2009 vermehrt verschrieben. Ärzte und Apotheker warnen eindringlich vor der Anwendung bei Schwangerschaft, da der Wirkstoff nachweislich zu Fehlbildungen beim ungeborenen Kind führen kann.

Bildquelle: Djama86 | Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • HexchenBibi am 06.11.2012 um 09:24 Uhr

    Wie kann man so verantwortungslos sein und das Zeug trotzdem verwenden? Wenn sogar der Arzt dringend davon abrät, ist man doch mehr als fahrlässig, wenn man das macht.

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  • mamitobe am 05.11.2012 um 10:02 Uhr

    Ist ja krass, dass manche Frauen da auf die Warnungen pfeifen. So, wie sich das liest, sind sich ja Ärzte und Apotheker einig, dass das Medikament schädlich ist und es wird ja wohl auch davor gewarnt. Schlimm, dass man sowas dann nicht beachtet.

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  • fienelein am 05.11.2012 um 09:35 Uhr

    Ich habe in meiner Schwangerschaft jede Einnahme von medikamenten vor her mit dem Arzt abgeklärt. Der muss ja eigentlich wissen, was schädlich ist und was nicht. Mit Isotretinoin habe ich allerdings keiner Erfahrungen.

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  • minzmama am 05.11.2012 um 09:21 Uhr

    Über solcherlei Medikamente mit Nebenwirkungen für Schwangere sollte man wirklich viel mehr aufklären. Man muss eh schon so viel bedenken, wenn man schwanger ist, da will man dann nicht auch nich Medis nehmen, die Nebenwirkungen haben.

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