Jugendliche am Computer

Jugendliche und Computersucht

Jugendliche am Computer

Die meisten Eltern wissen nicht, was ihre Kinder am Computer machen. Sie wissen weder welche Spiele sie spielen, noch welche Internetseiten sie besuchen. Doch gerade die Unwissenheit der Eltern ist ein großes Problem.

Wenn Kinder vor dem Computer sitzen, wissen die meisten Eltern nicht genau, was die Kinder dort machen. Oft schauen die Eltern aus Zeitmangel oder Desinteresse nicht genau nach, doch auch Unwissenheit ist ein großes Problem. Günter Steppicher, Beauftragter für Jugendmedienschutz des Hessischen Kultusministeriums, warnt davor, dass viele Kinder in der virtuellen Welt verloren gehen.

Computersucht: Nur medienkompetente Eltern können schützen

Der Medienkonsum von Jugendlichen ist erschreckend. Jeder Jugendliche ist am Tag mindestens zweieinhalb Stunden online. Studien belegen, dass 15-jährige Mädchen ungefähr sechs Stunden am Tag, Jungen sogar circa siebeneinhalb Stunden am Tag vor dem Bildschirm sitzen.
Jeder zweite Jugendliche schaut sich demnach Pornos über das Internet an. Schätzungsweise jeder dritte Jugendliche hat sogar mindestens ein reales Tötungsvideo im Internet gesehen. Zudem spielen 81 Prozent der Jugendlichen nicht altersgerechte Spiele, was fatalerweise von 70 Prozent der Eltern toleriert wird. Günter Steppicher spricht von alarmierenden Zahlen und warnt vor überforderten Eltern und süchtigen Kindern.

Wenn Jugendliche zu viel zeit am Computer verbringen isolieren sie sich nicht nur, sie können auch süchtig werden.

Eltern müssen verstärkt auf den Medienkonsum ihrer Kinder achten. Gerade bei Jugendlichen besteht ein hohes Risiko einer Computersucht.


Übermäßiger Medienkonsum führt zu Schulversagen

Studien konnten belegen, dass übermäßiger Medienkonsum zu schlechteren Leistungen in der Schule führt. Zudem kann dadurch auch eine Computersucht entstehen. Bei aufregenden Spielen wird das Hormon Dopamin ausgeschüttet. Dieses Hormon sorgt für ein Glücksgefühl und verknüpft die Synapsen, wodurch „Nervenautobahnen“ entstehen. Diese bilden stabile Strukturen im Gehirn, die zur Sucht führen können, weil der Erfolg im Spiel regelmäßig das Belohnungssystem im Gehirn bedient. Besonders Kinder und Jugendliche, die im wahren Leben mit familiären Problemen zu kämpfen haben, sind gefährdet. Doch auch Versagensängste, Mobbing, Isolation, Misserfolg oder auch Minderwertigkeitskomplexe können zu einer Computersucht führen. Gerade Jugendliche flüchten sich so in eine virtuelle Ersatzwelt, in der sie klare Strukturen, Gerechtigkeit, Erfolg, Freundschaft und Annerkennung erfahren. Günter Steppicher rät Eltern deshalb, ihrem Kind mindestens bis zum Alter von 14 Jahren einen eigenen Computer und Onlinezugang im Kinderzimmer zu verwehren.


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