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Würdest Du hier essen?

Kampagne soll Stillen in der Öffentlichkeit erleichtern

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Komische Blicke und sogar Getuschel begleiten es häufig, wenn Mütter in einem Café oder Restaurant ihr Baby an die Brust legen. In vielen Fällen werden sie sogar gebeten, das Stillen in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Die Alternative ist dann oft das stille Örtchen, das in der Regel jedoch nicht gerade zum schlemmen anregt. Um das Recht der Mütter auf öffentliches Stillen auch gesetzlich zu machen, haben amerikanische Studenten eine provokante Posterkampagne entworfen.

In einer Zeit, in der nackte Brüste in Fernsehen und Zeitschriften längst kein Tabu mehr sind, erregen stillende Mütter seltsamerweise noch immer die Gemüter. In extremen Fällen werden sie sogar eines Cafés, Restaurants oder Museums verwiesen, wenn sie dort ihr Baby füttern. Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, die Stillen in der Öffentlichkeit noch immer hervorruft, haben zwei Studenten aus Texas die Kampagne „When Nurture Calls“ (Wenn die Ernährung ruft) ins Leben gerufen. Mit Postern, auf denen Frauen ihr Baby in ungemütlichen öffentlichen Toiletten stillen, wollen sie dafür sorgen, dass der Schutz stillender Mütter auch gesetzlich umgesetzt wird. Die auf den Plakaten abgedruckte Frage „Würdest Du hier essen?“ würde so ziemlich jeder Betrachter mit einem klaren Nein beantworten. Warum also sollten Frauen dorthin gedrängt werden, weil ihnen das Stillen in der Öffentlichkeit unangenehm ist? Einem Säugling können sie ja nicht erklären, warum es im geforderten Moment nicht an Mamas Brust darf, nur weil sich einige Leute bei dem Anblick dieser unwohl fühlen könnten.

Stillen in der Öffentlichkeit sollte kein Tabu mehr sein

Was als Abschlussprojekt für einen Kurs in der University of North Texas begann, wurde über das Internet schnell zu einem wichtigen Projekt zum Thema Stillen in der Öffentlichkeit. Johnathan Wenske und Kris Haro hätten niemals gedacht, dass ihre Poster ein solches Medienecho nach sich ziehen würden. „Es bedeutet, dass wir unseren Job als künstlerische Leiter gut gemacht haben, dass die Kampagne wirkliche Reaktionen hervorruft“, erzählt Wenske im Gespräch mit der „Huffington Post“, „und das als Studenten, das ist ein wunderbares Gefühl“. In den meisten Staaten in Amerika gibt es entsprechende Gesetze, die das Stillen in der Öffentlichkeit ermöglichen und die Mütter vor Diskriminierung schützen, doch das im letzten Jahr beantragte Gesetz wurde in Texas nicht verabschiedet. Auch in Deutschland gibt es keinen gesetzlichen Schutz stillender Mütter. Die Kampagne ist bisher nur im Internet vertreten, aber die beiden Studenten würden sich freuen, wenn Sponsoren eine Plakataktion ermöglichen würden. Stillen ist etwas ganz Natürliches und Stillen in der Öffentlichkeit sollte kein Tabu mehr sein!

Würdest Du hier essen? Jede Frau hat das Recht auf Stillen in der Öffentlichkeit
Mit der Kampagne "When Nurture Calls" wollen zwei texanische Studenten auf die Thematik Stillen in der Öffentlichkeit aufmerksam machen.

Viele Mütter fühlen sich nicht wohl, wenn sie ihr Baby außerhalb der eigenen vier Wände stillen. In der Öffentlichkeit sorgen Blicke, Getuschel oder offene Kommentare dafür, dass sie sich lieber auf eine Toilette zurückziehen. Doch kein Mensch, auch kein Säugling, sollte dazu gezwungen sein, auf einer öffentlichen Toilette seine Nahrung aufzunehmen. Die Kampagne „When Nurture Calls“ soll die Problematik veröffentlichen und zu einem Gesetz verhelfen, das Frauen das Stillen in der Öffentlichkeit angenehmer macht.

Bildquelle: When Nurture Calls/Facebook