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Keine 30-Stunden-Woche

Verbreitete Meinung

Keine 30-Stunden-Woche

Die deutschen Bundesbürger sind nicht bereit, für eine 30-Stunden-Woche größere Gehaltseinbußen hinzunehmen. Das ergab eine aktuelle Umfrage.

Deutsche Bundesbürger möchten nicht im Ausgleich zu mehr Freizeit auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. Das ergab eine Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov am Dienstag veröffentlichte. Die repräsentative Umfrage hatte das Magazin „Zeit Online“ in Auftrag gegeben. 73 Prozent der deutschen Bundesbürger sind der Erhebung zufolge nicht bereit, die wöchentliche Arbeitszeit zurückzuschrauben, wenn sie dafür spürbare Gehaltseinbußen hinnehmen müssen. Berufseinsteiger und junge Berufstätige im Alter von 16 bis 24 Jahren sind sogar mit einer überwältigenden Mehrheit von 86 Prozent gegen die 30-Stunden-Woche. Ähnlich kritisch betrachten deutsche Arbeitnehmer das Konzept der frühzeitigen Rente. Rund 60 Prozent der Befragten möchten nicht früher in Rente gehen, wenn deutliche Abschläge in den Rentenzahlungen die Folge sind.

Die Debatte über die 30-Stunden-Woche

Die 30-Stunden-Woche wird kritisch betrachtet.
Bundesbürger sind nicht bereicht, Gehaltseinbußen hinzunehmen.

Die von „Zeit Online“ in Auftrag gegebene Studie kommt keineswegs überraschend, sie stützt sich auf die jüngst wieder angefachte öffentliche Diskussion zum Thema kürzere Arbeitszeiten. Erst vor wenigen Tagen hatten sich in der Öffentlichkeit Stimmen aus der Politik, den Gewerkschaften, der Wissenschaft und dem publizistischen Bereich zu Wort gemeldet, die die 30-Stunden-Woche als mögliches Prinzip vertraten. Die hohe Arbeitslosigkeit in ganz Europa mache es notwendig, umzudenken. Eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sei ein mögliches Modell, mit dem sich Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Gewerkschaften gedanklich befassen müssten. Die grundsätzliche Debatte über kürzere Arbeitszeiten soll auf diesem Wege wieder angefacht und im Sinne des europäischen Arbeitsmarktes vorangetrieben werden.

Deutsche Bundesbürger lehnen das Prinzip der 30-Stunden-Woche ab, wenn sich daraus gravierende wirtschaftliche Nachteile ergeben. Das zeigte eine Umfrage, die „Zeit Online“ bei einem Meinungsforschungsinstitut in Auftrag gegeben hatte. Die Debatte über kürzere Arbeitszeiten ist durch öffentliche Stimmen wieder auf den Weg gebracht worden.

Bildquelle: Alexander Raths | Dreamstime.com

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