Mandelentzündung

Die Mandelentzündung entsteht durch einen viralen oder bakteriellen Infekt der Mandeln, die für die Abwehr von körperfremden Erregern verantwortlich sind. Die Krankheit ist besonders in den ersten Tagen sehr ansteckend und wird als Tröpfcheninfektion übertragen. Wie erkennst Du, ob Dein Kind an einer Mandelentzündung leidet, wie kannst Du sie behandeln und wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Wie entsteht eine Mandelentzündung und was kannst Du tun, um den Heilungsverlauf zu unterstützen?

Als Mandelentzündung, im medizinischen Fachjargon auch Tonsillitis genannt, bezeichnet man eine Entzündung der Gaumenmandeln. Die Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und ist deswegen vor allem in den ersten Tagen der Erkrankung sehr ansteckend, weswegen sich Kinder meist im Kindergarten oder in der Grundschule infizieren. Im Normalfall heilt die Mandelentzündung nach rund einer Woche wieder ab und hinterlässt keinerlei bleibende Schäden beim Kind.

Wie erkennst Du, ob Dein Kind an einer Mandelentzündung leidet?

Kinder, die an einer Mandelentzündung leiden, haben oft Halsschmerzen, die besonders beim Schlucken verstärkt auftreten. Dazu ist der Rachen betroffener Kinder gerötet und die Mandeln von eitrig-gelblichen Belegen überzogen. Weitere Anzeichen für eine Mandelentzündung sind leichtes bis starkes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Nahrungsverweigerung, die auf die Schluckbeschwerden des Kindes zurückzuführen ist. Erkrankte Kinder haben neben diesen Symptomen zudem oft ein gerötetes Gesicht mit hellen Bereichen um den Mund herum.

Mandelentzündung: Welche Hausmittel helfen und wann solltest Du zum Arzt?

Es gibt viele Hausmittel, die nachweislich gegen eine Mandelentzündung helfen. Wenn Dein Kind an einer Mandelentzündung leidet, ist es wichtig schnellstmöglich zu handeln, um einen optimalen Heilungsprozess zu garantieren. Schon bei den ersten Anzeichen wie Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden sollte das Kind deswegen mit Wasser, Kamillien- oder Salbeitee gurgeln, damit sich die Krankheitserreger nicht im Gewebe festsetzen können. Bei Kleinkindern ist diese Behandlung jedoch erst ab einem Alter von vier Jahren empfehlenswert, weil jüngere Kinder meist noch nicht gurgeln können. Da es sich um eine ansteckende Krankheit handelt, sollte das Kind auf jeden Fall erst einmal zu Hause bleiben, um die Weitergabe der Krankheit an andere Kinder im Kindergarten oder in der Schule zu vermeiden. Wenn das Kind unter Schluckbeschwerden leidet, ist die Nahrungsaufnahme erschwert. Es ist deswegen ratsam, weiches Essen anzubieten, das sich leicht schlucken lässt. Darüber hinaus verschaffen kalte Getränke oder Eis eine Linderung der Schluckbeschwerden. Um den Krankheitsverlauf zu begünstigen, solltest Du generell darauf achten, dass Dein Kind genug trinkt. Hierbei solltest Du allerdings auf säurehaltige Säfte verzichten, da diese die Mandeln zusätzlich reizen. Empfehlenswert ist hingegen das Trinken von Salbeitee, da er sich entzündungshemmend auf die Mandeln auswirkt und die Krankheitserreger förmlich „wegspült“. Leidet das Kind unter Fieber ist zudem Bettruhe empfehlenswert. Wenn die Beschwerden nach drei Tagen nicht verschwunden sind, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Das Gleiche gilt beim Auftreten von hohem Fieber oder wenn sich eitrige Belege auf den Mandeln zeigen. Mit einem Blick in den Rachen des Kindes sind diese in der Regel schnell und leicht erkennbar.

Mandelentzündung: Kind bei Untersuchung

Die Mandelentzündung entsteht durch einen viralen oder bakteriellen Infekt der Mandeln.


Wie wird die Mandelentzündung vom Arzt behandelt?

Bevor der Arzt über die Behandlung des Kindes entscheidet, prüft er zunächst, ob die Mandelentzündung durch Viren oder Bakterien ausgelöst wurde. Dazu nimmt er entweder einen Abstrich des betroffenen Rachenbereichs oder etwas Blut für eine Blutuntersuchung ab. Wenn die Mandelentzündung durch Viren ausgelöst wurde, reichen meistens einfache Lutschpastillen, schmerzstillende Zäpfchen oder Säfte. Falls es sich um eine bakterielle Infektion handelt, wird hingegen ein Antibiotikum verschrieben, in der Regel Penicillin. Der Einsatz von Antibiotikum beschleunigt nicht nur den Heilungsprozess, sondern verhindert auch, dass sich die Mandelentzündung zu einem Abszess entwickelt. Nur in seltenen Fällen müssen die Mandeln operativ vom HNO-Arzt entfernt werden.

Wie entsteht eine Mandelentzündung?

Die Mandeln sitzen direkt hinter der Mundhöhle, sind für die Immunabwehr verantwortlich und fangen Krankheitserreger ab, die über die Atmung in den Körper gelangen. Ihre Aufgabe besteht darin, schädliche, körperfremde Erreger wie Bakterien und Viren zu erkennen und zu bekämpfen. In manchen Fällen lösen diese eine Infektion der Mandeln aus, die eine Entzündung nach sich zieht. Im Zuge dieser Infektion schwellen die Mandeln an, werden rot und beginnen zu schmerzen, was die üblichen Symptome einer Mandelentzündung darstellen. Wenn Dein Kind an einer akuten Mandelentzündung leidet, kann es andere durch Sprechen, Niesen oder Husten anstecken, da die Erreger schon durch kleine Speicheltröpfchen weitergegeben werden können.

Eine Mandelentzündung wird durch einen Infekt der Mandeln ausgelöst, der die Mandeln anschwellen und schmerzen lässt. Die Behandlung verläuft je nachdem, ob die Infektion viral oder bakteriell ist, unterschiedlich und die Entzündung heilt in der Regel ohne bleibende Schäden nach einigen Tagen problemlos wieder ab. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Dein Kind an einer Mandelentzündung leidet oder Fragen zur Behandlung hast, kann Dir Dein Kinderarzt sicher weiterhelfen.

Bildquelle: Thinkstock/ Alexander Raths

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