Betriebskindergarten

Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen, ist oft gar nicht so leicht. Gut, dass viele Betriebe heutzutage einen Betriebskindergarten haben, in dem die Kinder der Mitarbeiter betreut werden. Vor allem größere Unternehmen besitzen häufig eine betriebliche Kita, um für ihre Mitarbeiter attraktiver zu sein. Bei der Entscheidung für oder gegen einen Betriebskindergarten solltest Du jedoch einige Dinge berücksichtigen.

Betriebskindergarten als Möglichkeit, Kind und Karriere miteinander zu verbinden

Zwar hat nicht jedes Unternehmen einen eigenen Betriebskindergarten, aber immer mehr Firmen richten eine Betreuungsmöglichkeit für die Kinder ihrer Mitarbeiter ein, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Vor allem größere Betriebe versuchen, ihre Mitarbeiter an sich zu binden, indem sie einen Betriebskindergarten für die Betreuung der Mitarbeiterkinder zur Verfügung stellen. Denn, wenn Eltern nicht wissen, wo sie ihre Kinder während der Arbeit unterbringen sollen, sind sie meist auch im Job nicht so flexibel und belastbar wie ihre Arbeitgeber es gerne hätten. Ein Betriebskindergarten ist daher eine gute Möglichkeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Wenn der Betrieb, in dem Du oder der Vater Deines Kindes arbeitet, einen Betriebskindergarten hat und Du Dein Kind dort anmelden möchtest, solltest Du aber einige Dinge beachten. Denn ein betriebseigener Kindergarten hat nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile.

Betriebskindergarten: Die Vorteile

Während die Öffnungszeiten anderer Kindergärten sich oft nicht mit Deinen Arbeitszeiten decken, hat der Betriebskindergarten den großen Vorteil, dass seine Öffnungszeiten aller Wahrscheinlichkeit nach mit Deinen Arbeitszeiten übereinstimmen. In vielen Fällen öffnen die Kitas der Betriebe auch schon kurz vor Arbeitsbeginn der Eltern, damit diese pünktlich an ihrem Arbeitsplatz sein können. Auch was die Ferien- und Schließungszeiten anbelangt, passt sich der Betriebskindergarten eines Unternehmens in den meisten Fällen den Anforderungen seiner Mitarbeiter an. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zum Arbeitsplatz. Denn fast jede Betriebskita befindet sich beim Unternehmenssitz. Wenn Du Dein Kind also im Betriebskindergarten untergebracht hast, weißt Du es immer in Deiner Nähe. Diese Nähe kann sich positiv auf Deine Arbeitszeit auswirken. Egal, ob Du in Teilzeit oder in Vollzeit arbeitest oder zur Zeit noch in Elternzeit bist – wenn Du Dein Kind in einem Betriebskindergarten unterbringst, kann das in vielerlei Hinsicht Deine Arbeitszeit positiv beeinflussen, da Deine Abwesenheitszeiten durch die Nähe zur Betriebskita minimiert werden. Der Betriebskindergarten erleichtert Dir somit die Rückkehr aus der Elternzeit und kann Dir, wenn Du in Teilzeit arbeitest, unter Umständen schnell wieder zu einer Vollzeit-Beschäftigung verhelfen. Zudem hat die Nähe zum Arbeitsplatz den Vorteil, dass Du Dein Kind direkt auf dem Weg zur Arbeit in den Kindergarten bringen kannst, ohne einen Umweg machen zu müssen. Und falls während der Arbeitszeit mal etwas mit Deinem Kind sein sollte, bist Du schnell erreichbar.

Betriebskindergarten: Die Nachteile

Der Nachteil bei einem Betriebskindergarten ist, dass diese Kitas in vielen Fällen sehr lange Wartelisten haben, weil es oft nicht so viele Plätze wie Mitarbeiterkinder gibt. Eine Platzgarantie für alle Mitarbeiterkinder gibt es nicht. So kann es mitunter schwierig werden, schnell einen Platz zu bekommen. Wenn Du also planst, Dein Kind in einem Betriebskindergarten unterzubringen, solltest Du es schon möglichst früh anmelden. Ein weiterer möglicher Nachteil eines Betriebskindergartens ist, dass durch die Nähe zum Arbeitsplatz oft die Nähe zum Wohnort nicht gegeben ist. So kann es Probleme geben, wenn Dein Partner oder eine andere Personen Dein Kind zum Kindergarten bringen oder vom Kindergarten abholen will. Hier kommt es natürlich darauf an, wo Du wohnst. Wenn Du in der Nähe Deines Arbeitsplatzes wohnst, befindet sich natürlich auch der Kindergarten Deines Kindes in der Nähe Eures Wohnortes. Ein letzter Nachteil ist, dass bei einem Wechsel des Arbeitgebers auch ein Wechsel der Kita Deines Kindes notwendig werden kann, weil der Platz im Betriebskindergarten meist an die Bedingung geknüpft ist, dass mindestens ein Elternteil im zugehörigen Unternehmen arbeitet.

Betriebskindergarten: Kinder sitzen am Tisch

Kinder im Betriebskindergarten


Schau Dir den Betriebskindergarten an, bevor Du Dein Kind dort anmeldest

Um ganz sicher gehen zu können, dass Dein Kind im Betriebskindergarten Deines Unternehmens wirklich gut aufgehoben ist, solltest Du Dir ein persönliches Bild von dem Kindergarten machen, bevor Du Dein Kind dort anmeldest. Manche Betriebskindergärten bieten einen Tag der offenen Tür an, an dem interessierte Eltern die Räume besichtigen und sich über die Arbeit der Betreuerinnen und Betreuer informieren können. Viele Betriebskindergärten geben interessierten Eltern aber auch außerhalb solcher Termine die Möglichkeit einer ausführlichen Besichtigung. Lass Dir die Räumlichkeiten zeigen und stelle den Erzieherinnen und Erziehern alle Fragen, die Dir bezüglich der Betreuung Deines Kindes auf dem Herzen liegen. Auf diese Weise kannst Du Dich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass Dein Kind im Betriebskindergarten Deines Unternehmens in guten Händen ist und sich dort wohlfühlen wird. So musst Du Dir keine Sorgen um Dein Kind machen und hast den Kopf frei für die Arbeit.

Ein Betriebskindergarten ist eine gute Möglichkeit, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Diese Betreuungsform hat jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile. So sind die Wartelisten der betrieblichen Kitas oft sehr lang. Wenn Du Dein Kind in einem Betriebskindergarten unterbringen möchtest, solltest Du also darauf achten, es frühzeitig anzumelden. Indem Du Dir den Kindergarten persönlich anschaust, kannst Du Dir ein eigenes Bild machen und abwägen, ob Dein Kind dort gut aufgehoben ist.

skifserg/istock/Thinckstock

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