Cyber Mobbing

Wir leben in einer multimedialen Welt, unser Leben ist ständig beeinflusst von Handys, Computern und dem Fernsehen. Mit der Verbreitung des Internets und der sogenannten Smartphones hat sich eine neue Form des Mobbings entwickelt – das Cyber Mobbing.

Was ist Cyber Mobbing?

Cyber Mobbing beinhaltet verschiedene Formen der Belästigung, Bloßstellung, Bedrängung und Nötigung mit Hilfe von elektronischen Kommunikationsmitteln wie dem Internet und dem Handy. Vor allem unter Jugendlichen ist Cyber Mobbing sehr verbreitet. Scheinbar ohne Konsequenzen werden andere Kinder im Internet beleidigt und systematisch fertig gemacht. Cyber Mobbing erfolgt oft über das Profil bei einem Sozialen Netzwerk des betroffenen Kindes. Aber auch sogenannte Lästerblogs verbreiten sich schnell und werden immer beliebter. Ebenso in Chatrooms und über „Instant Messaging Dienste“ (Skype, Facebook Messenger etc.) kann Dein Kind Opfer von Mobbing werden.

Cyber Mobbing: Betroffenes Mädchen am Laptop.

Cyber Mobbing kann zur Belastung werden.


Das Cyber Mobbing und die Anonymität

Das große Problem bei Cyber Mobbing ist, dass die Täter im Internet die Möglichkeit haben, anonym zu bleiben und es für jeden einsehbar und zugänglich ist. Oft bleibt es aber nicht ausschließlich dabei. Meist gehen mit dem virtuellen Mobbing auch noch reale Attacken auf das Kind einher. So sind in den letzten Jahren immer wieder Videos, wie ein Kind verprügelt und drangsaliert wird, im Internet aufgetaucht. Durch die technologische Weiterentwicklung von Handys, besitzen viele Kinder die Möglichkeit, Videos aufzunehmen und direkt ins Internet zu stellen. Belästigungen während der Schulzeit gehören für die Opfer von Cyber Mobbing zum Alltag. Es werden Schulbücher aus den Fenstern geworfen, persönliche Sachen gestohlen, Jacken und Kleidung versteckt und auch körperliche Gewalt ist keine Seltenheit.

Wie erkenne ich Cyber Mobbing?

Falls Dein Kind ein Opfer von Cyber Mobbing ist, kann es viele sehr unterschiedliche Hinweise dafür geben. Diese Anzeichen ähneln sehr anderen psychischen Belastungen. Mobbingopfer wirken häufig bedrückt, sind ungewöhnlich schweigsam oder nervös und angespannt. Ein weiteres Anzeichen können auch Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen am Morgen sein. Dein Kind fürchtet sich so sehr davor zur Schule zu gehen, dass körperliche Beschwerden auftreten. Außerdem kann es sein, dass es sich weigert mit dem Schulbus zu fahren und von Dir zur Schule gebracht werden möchte. Ein weiteres Indiz für Cyber Mobbing kann eine zunehmende Isolation Deines Kindes sein. Trifft es sich nicht mit Klassenkameraden, wird auch nicht mehr von Mitschülern eingeladen und verlässt grundsätzlich eher ungern das Haus, können das alles Anzeichen für Mobbing sein. Eltern fällt es auch nicht leicht Cyber Mobbing zu erkennen, da die Situation oft von dem Kind herunter gespielt wird. Vielen Kindern fällt es schwer, mit ihren Eltern über das Mobbing zu reden oder sich überhaupt jemanden anzuvertrauen. Stattdessen flüchtet es sich in Lügen über sein Wohlbefinden und Ausreden für zerstörte oder angeblich verlorengegangene persönliche Gegenstände.

Was tun bei Cyber Mobbing?

Wichtig ist vor allem, dass Du Interesse dafür zeigst, was Dein Kind im Internet macht. Außerdem solltest du mit Deinem Kind über die Gefahren des Internets und den verantwortlichen Umgang mit persönlichen Informationen reden. Diese kleinen Maßnahmen können Cyber Mobbing oft schon vorbeugen oder Dir helfen es frühzeitig zu erkennen, ob Dein Kind Opfer davon ist. Ist Dein Kind aber erstmal ein Opfer von Cyber Mobbing geworden, reagiert es wahrscheinlich hilflos. Mangelndes Selbstvertrauen und der Status als Außenseiter, der einer großen Gruppe gegenüber steht, lassen viele Kinder resignieren. Sie sehen keinen Ausweg und glauben nicht daran, dass irgendetwas das Mobbing beenden könnte. Als Mutter musst du auf jeden Fall die entsprechende Situation mit Deinem Kind besprechen und erörtern. Der nächste Schritt wäre ein Gespräch mit der Schule. Je nach Ausmaß des Mobbings sollte auch die Polizei möglichst schnell eingeschaltet werden, da diese eine Strafverfolgung einleiten kann. Oft ist es aber nicht leicht, einzelne Täter zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen, da das Cyber Mobbing oft über Server im Ausland geschieht.

Professionelle Hilfe bei Cyber Mobbing

Die meisten Opfer von Cyber Mobbing sind emotional und psychisch am Ende und brauchen professionelle Hilfe. Wenn Du den Eindruck hast, dass Dein Kind die Erlebnisse nicht alleine bewältigen und verarbeiten kann, solltest du auf jeden Fall einen Kinderpsychologen mit Deinem Kind zusammen aufsuchen. Der letzte Schritt ist es dann alle beleidigenden und verletzenden Inhalte aus dem Internet zu entfernen. Teilweise reicht es aus, dafür mit den Betreibern der entsprechenden Seite Kontakt aufzunehmen, da diese Cyber Mobbing in der Regel nicht tolerieren, manchmal ist jedoch auch eine rechtliche Verfügung nötig.

Falls Du jemals den Verdacht hast, dass dein Kind unter Cyber Mobbing leidet, lass Dich nicht von Beschwichtigungen
Deines Kindes irritieren. Sprich mit Deinem Kind und versuche herauszufinden, was los ist, damit ihr die Situation schnell klären könnt.

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