Hilfe, Kopflausbefall! Was Du tun kannst

Sobald Deine Kinder in den Kindergarten kommen, werden sie es mit so einigen Krankheiten zu tun haben. Schließlich spielen die Kleinen dort auf engstem Raum miteinander. So können sich Viren, Bakterien und Schädlinge im Nu von Kind zu Kind ausbreiten. Am gefürchtetsten sind hier sicherlich die Kopfläuse. Die kleinen Tierchen jucken, nerven und es dauert einige Zeit, sie wieder loszuwerden. Doch wie behandelst Du den Kopflausbefall am besten?

Behandlung von Kopflausbefall

Schätzungsweise ein Drittel aller Kinder wird mindestens ein Mal bis zur Volljährigkeit von Kopfläusen befallen – Kopflausbefall ist somit die zweithäufigste Infektionskrankheit in Deutschland. Wenn auch Dein Kind unter den fiesen Krabbeltieren leidet, musst Du Dich also nicht schämen. Das hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Angeblich bevorzugen Kopfläuse sogar frisch gewaschenes Haar. Sie jucken und sind unangenehm, aber gefährlich sind sie nicht. Dennoch sollte ein Kopflausbefall schnell behandelt werden, denn sonst besteht die Gefahr, dass Dein Kind die kleinen Tierchen an seine Freunde und Familie weitergibt. Durch die unmittelbare Anwendung eines zugelassenen Kopflausmittels und durch intensives nasses Auskämmen, gehört der Kopflausbefall bald der Vergangenheit an.

Kopflausbefall: Mädchen beim Arzt

Ein Kopflausbefall ist sehr unangenehm und sollte daher schnell behandelt werden.


Mit Kopflausmitteln gegen den Kopflausbefall

Ein sogenanntes Pedikulozid ist ein Mittel, das Kopfläuse, Larven und am besten auch die Nissen abtötet und den Kopflausbefall somit sehr effektiv bekämpft. Kopflausmittel kannst Du in jeder Apotheke frei kaufen. Wenn Dein Kind unter 12 Jahre alt ist, bekommst Du die meisten zugelassenen Läusemittel sogar auf Rezept – die Kosten werden dann von der Krankenkasse übernommen. Die Wirkstoffe eines Pedikulozids basieren entweder auf chemischer oder auf pflanzlicher Basis zum Beispiel Pyrethrumextrakt aus Chrysanthemenblüten. Und keine Sorge, schädlich sind Kopflausmittel nicht. Einige können zwar zeitweise für ein brennendes Gefühl auf der Kopfhaut sorgen, aber alle vom Umweltbundesamt zugelassenen Mittel werden gründlich auf Verträglichkeit und Unschädlichkeit hin untersucht. Lass Dich einfach von Deinem Arzt oder Apotheker beraten, damit Du Dich für das verträglichste Mittel zur Bekämpfung des Kopflausbefalls einscheidest. Wichtig: Achte bei der Anwendungsmenge, der Verteilung und der Einwirkzeit ganz genau auf die Gebrauchsanweisung, damit das Kopflausmittel auch richtig wirkt.

Weitere Unterstützung gegen den Kopflausbefall: Auskämmen der Haare

Zusätzlich zu dem Kopflausmittel hilft es auch immer noch, die Haare auszukämmen. Mit einem speziellen Läusekamm (oder Nissenkamm) kannst Du den Kopflausbefall gezielt bekämpfen und die Behandlung durch Kopflausmittel unterstützen. Die Zinken des Kamms sind höchstens 0,2 Millimeter voneinander entfernt und erfassen selbst die kleinsten Kopfläuse, Nissen und Larven. Einen Läusekamm kannst Du in jeder Apotheke kaufen, teilweise sind sie auch in den Verpackungen des Kopflausmittels enthalten. Das Auskämmen der Haare ist deshalb so wichtig, weil bei der Verwendung des Läusemittels leicht Anwendungsfehler auftreten können und so trotz hoher Wirksamkeit des Mittels nicht alle Läuse und Nissen abgetötet werden. Als Konsequenz schlüpfen wieder neue Larven, die die Behandlung überstanden haben. Die Larven entwickeln sich, legen neue Eier und der Kopflausbefall geht von vorne los! Das Robert-Koch-Institut empfiehlt deshalb, die Haare regelmäßig nass auszukämmen, am besten zusammen mit einer Pflegelotion. Durch dieses nasse Auskämmen direkt nach der Kopflausbehandlung sowie zweieinhalb Wochen lang alle vier Tage (also an Tag 1, 5, 9, 13 und 17) sollten eigentlich keine Kopfläuse oder Nissen mehr auf dem Kopf Deines Kindes übrig sein. Achte beim Kämmen darauf, den Kamm nach jedem Durchkämmen in einem Tuch abzustreifen, damit die ausgebürsteten Läuse, Nissen und Larven nicht an einer anderen Stelle erneut auf dem Kopf landen.

Kopflausbefall auf Nimmerwiedersehen

Egal, welches Kopflausmittel Du verwendet hast, nach acht bis zehn Tagen solltest Du noch einmal nachkontrollieren, ob wirklich keine neuen Larven geschlüpft sind und gegebenenfalls die Behandlung wiederholen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt sogar, die Behandlung in jedem Fall zu wiederholen, um sicher zu gehen, dass der Kopflausbefall wirklich bekämpft ist. Dies gilt im besonderem Maße für Kopflausmittel, das die Läuse selbst, nicht aber die Nissen abtötet. Hier ist mindestens eine zweimalige Wiederholung auch in der Packungsbeilage beschrieben, damit die Nissen, die nach der ersten Behandlung geschlüpft sind, noch abgetötet werden können, bevor sie in der Lage sind, erneut Eier zu legen. Auf diese Weise sollte der Kopflaufbefall schnell der Vergangenheit angehören.

Kann man einem Kopflausbefall vorbeugen?

Es gibt zahlreiche Methoden, die einem Kopflausbefall angeblich vorbeugen oder diesen zumindest unwahrscheinlicher machen sollen. Obgleich keine dieser Methoden eine hundertprozentige Sicherheit verspricht, kann es doch sinnvoll sein, sie anzuwenden, wenn im Kindergarten wieder einmal die Läuse grassieren. Wer am ehesten auf die chemische Keule vertraut, findet in der Apotheke mittlerweile zahlreiche Mittel gegen Läuse, die entweder direkt auf den Kopf aufgetragen werden können oder mit der die Wäsche gewaschen werden kann. Doch auch einige Hausmittel sollen gegen den Kopflausbefall wahre Wunder wirken. So mögen die kleinen Krabbler angeblich kein Weidenrindenshampoo und auch ein Tropfen Essig soll die Tierchen vom Kopf fernhalten. Bei Kindern mit langen Haaren hilft es in der Regel schon, die Haare in einem Zopf zusammen zu binden, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Letztlich ist die beste Vorbeugung gegen einen Kopflausbefall jedoch die regelmäßige Kontrolle mit einem speziellen Nissenkamm.

Mit diesen Behandlungstipps solltest Du dem Kopflausbefall schnell Herr werden und die Möglichkeit auf einen erneuten Befall drastisch reduzieren können. Sofern Du die Anweisungen auf der Packungsbeilage ordnungsgemäß befolgst, sollten die kleinen Krabbler schon bald kein Problem mehr darstellen.


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Was denkst du?

  • Crescenda am 04.07.2014 um 10:35 Uhr

    Wir hatten bisher noch keinen Kopflausbefall im Kindergarten, aber mein Schatz ist auch noch nicht so lange dabei. Ich vermute, das wird sich im Herbst ändern. Da bin ich dann auch wirklich froh, dass ich einen Jungen mit kurzen Haaren habe.

    Antworten
  • Nadine1234 am 18.12.2013 um 17:18 Uhr

    Wir nehmen fast jede Welle von Kopflausbefall mit. Einfach schrecklich!

    Antworten
  • Bonbon_Freundin am 24.01.2012 um 14:03 Uhr

    Ich hatte in der Grundschule Läuse. Das war vielleicht gemein. Die Kinder haben mich gemieden.

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  • Haribo5 am 10.01.2012 um 15:58 Uhr

    Kopflausbefall ist unschön, aber gehört zu fast jeder Kindheit dazu.

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  • erdnussmama am 30.09.2011 um 16:35 Uhr

    argh, läuse und co sind echt richtig unangenehm, kommt man zwar kaum drumeherum, aber diese gejucke die ganze zeit..richtig unangenehm

    Antworten
  • xxDinabebixx am 28.09.2011 um 11:37 Uhr

    oh je, mein bruder hatte läuse als wir noch klein waren und natürlich hatte ich sie kurz darauf auch, wenn man den atikel liest juckt einem gleich wieder der kopf.urgh

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  • Mamilounge_Team am 12.09.2011 um 16:43 Uhr

    Liebe TylorsMama, vielen Dank für Deinen Kommentar. Grundsätzlich ist der Versuch, Kopfläuse mit Hausmitteln zu bekämpfen, nicht ratsam. Hier sollte man lieber auf geprüfte Kopflausmittel aus der Apotheke vertrauen. Du sprichst sicherlich die Problematik an, die auch immer wieder in den Medien diskutiert wird: Nämlich, dass Läuse resistent gegen Kopflausmittel werden. Hier gibt es übrigens eine aktuelle Studie der Uni Kiel, die zeigt, dass Resistenzen die abtötende Wirkung von Kopflausarzneimitteln, wie zum Beispiel Goldgeist forte, nicht beeinträchtigen. Oft ist es eher die falsche Anwendung des Kopflausmittels, die dazu führt, dass das Mittel nicht wirkt. Mehr Infos zu dem Thema Resistenzen gibt es übrigens hier: http://kopflaus.de/

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  • TylorsMama am 12.08.2011 um 21:46 Uhr

    was auch helfen soll wenn man das geld nicht hat oder die mittel soll auch öl in die haare gemacht werden für eine nacht oder 4-5 stunden das tötet die eklige viecher auch ab da das öl die zu ersticken bring und was auf keien fall merh hilft ist goldgeist

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