Hüftschnupfen

Kinder unter zehn Jahren wollen oft nichts lieber tun, als herumzutoben. Wenn sie plötzlich anfangen zu humpeln und über Schmerzen in der Hüfte oder den Beinen klagen, sind Eltern oft ratlos. Ein möglicher Grund für diese Beschwerden ist Hüftschnupfen, eine der häufigsten Krankheiten bei Kindern unter zehn Jahren, bei der das Hüftgelenk sich entzündet. Wie kannst Du erkennen, ob Dein Kind an Hüftschnupfen leidet und wie wird die Krankheit behandelt?

Kein echter Schnupfen, aber doch schmerzhaft

Hüftschnupfen, im medizinischen Fachjargon auch Coxitus fugax oder Transiente Synovitis genannt, ist eine keimfreie Entzündung am Hüftgelenk und eine der häufigsten Ursachen für Hüftschmerzen bei Kindern im Alter von drei bis acht Jahren. Auch wenn der Name sich erst einmal etwas lustig anhören mag, hat die Krankheit doch einen gewissen Bezug zu Erkältungen, da sie oft einige Tage nach einer solchen Erkrankung oder auch in Folge eines Darminfekts auftritt. Hüpfschnupfen zeichnet sich dabei in erster Linie durch plötzliche Schmerzen in der Leisten- und Hüftgegend aus, die sogar bis ins Knie ausstrahlen können, was zur Folge hat, dass betroffene Kinder oft humpeln.

Durch welche Symptome zeigt sich Hüftschnupfen?

Hüftschnupfen äußert sich durch eine Reihe Symptome, die Du ganz einfach an Deinem Kind erkennen kannst. Das wohl häufigste Anzeichen für die Krankheit ist plötzlicher Schmerz in Hüft- und Leistengegend, der bis ins Knie ausstrahlen kann. Dies führt oft dazu, dass betroffene Kinder beim Gehen hinken oder humpeln. In seltenen Fällen – wenn die Hüftentzündung durch Bakterien hervorgerufen wurde – können außerdem eitrige Gelenkentzündungen und Fieber auftreten. Wenn der Hüftschnupfen nicht bakteriell bedingt ist, heilt er in der Regel nach wenigen Tagen von alleine wieder ab. Falls mehrere der genannten Symptome auf Dein Kind zutreffen sollten, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um eine bakteriellen Hüftschnupfen ausschließen zu können.

Hüftschnupfen: Die Diagnose beim Arzt

Auch wenn Hüftschnupfen in fast allen Fällen harmlos ist und von alleine wieder abheilt, sollte bei Beschwerden dennoch ein Arzt aufgesucht werden, damit sichergestellt werden kann, dass die Symptome nicht durch eine andere – vielleicht gefährlichere – Krankheit oder Bakterien hervorgerufen wurden. Für die Untersuchung kannst Du entweder zum normalen Kinderarzt gehen oder einen Kinderchirurgen aufsuchen. Dieser wird Dein Kind erst einmal gründlich untersuchen und nach Erkrankungen der vergangenen Wochen fragen. Da auch kleine Infekte, an die sich Eltern und Kind vielleicht nicht mehr erinnern, Hüftschnupfen auslösen können, wird Deinem Kind im Anschluss auch noch Blut abgenommen. Mithilfe des Blutbilds kann der Arzt die Entzündungswerte untersuchen und sicher feststellen, ob Dein Kind an einer bakteriellen Infektion des Gelenks leidet. Wenn das der Fall ist, wird eine Ultraschall- und manchmal noch eine Röntgenuntersuchung der Hüftgelenke vorgenommen, damit das Ausmaß der Entzündung beurteilt werden und zum Beispiel ein Knochenbruch als Ursache ausgeschlossen werden kann. Aber keine Sorge: In fast allen Fällen ist die Entzündung einfach nur Folge eines Infekts, heilt von alleine ab und ist vollkommen harmlos. Die vielen Untersuchungen dienen nur dazu, schlimmere Ursachen sicherheitshalber auszuschließen.

Mutter und Kind beim Arzt

Obwohl Hüftschnupfen fast immer von alleine abheilt, solltest Du Dein Kind vom Arzt untersuchen lassen.


Wie wird Hüftschnupfen vom Arzt behandelt?

Die Schmerzen, die durch Hüftschnupfen ausgelöst werden, verschwinden in der Regel in einem Zeitraum von wenigen Tagen bis circa zwei Wochen mit der Heilung der Entzündung von alleine, wodurch im Normalfall keine spezielle Behandlung nötig ist. Um eine schnelle Heilung zu begünstigen, solltest Du aber darauf achten, dass Dein kleiner Patient sich ein wenig schont und zwei bis vier Tage das Bett hütet. Wenn die Schmerzen sehr schlimm sind, kannst Du Deinem Kind schmerzlindernde Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen geben, wobei Du Dich bei der Dosierung und Art des Präperats nach der Verordnung Deines Kinderarztes richten solltest. Auch wenn es Deinem Kind nach wenigen Tagen wieder besser zu gehen scheint, solltest Du darauf achten, dass es sich mindestens zwei Wochen lang nicht überanstrengt. Anders verhält es sich allerdings mit der Behandlung vom bakteriellem Hüftschnupfen. Dieser muss in der Regel operativ behandelt werden, um eine chronische Entzündung des Hüftgelenks zu vermeiden.

Wodurch wird Hüftschnupfen ausgelöst?

Wodurch genau Hüftschnupfen ausgelöst wird, konnte bisher leider nicht eindeutig geklärt werden. Bislang konnte nur festgestellt werden, dass die Erkrankung häufig in Folge einer – oft auch banalen – Infektion wie einer Erkältung oder eines Magen-Darm-Entzündung, auftritt. Der Hüftschnupfen zeigt sich dabei meistens etwa zwei Wochen nach der Krankheit und ist somit eigentlich keine eigenständige Krankheit, sondern lediglich die Folge des vorangegangenen Infekts.

Wenn sich das Hüftgelenk bei Kindern entzündet, spricht man von Hüftschnupfen. Dieser tritt meistens in Folge einer Infektion auf, wobei die genauen Ursachen für die Erkrankung bisher leider nicht geklärt werden konnten. Obwohl Hüftschnupfen in den meisten Fällen von alleine abheilt, solltest Du beim Verdacht auf die Krankheit trotzdem einen Arzt aufsuchen, um andere Ursachen wie zum Beispiel eine bakterielle Infektion auszuschließen. Aber keine Sorge: Dies ist nur sehr selten der Fall. In den meisten Fällen reicht ein wenig Bettruhe und Schonung vollkommen aus, um eine schnelle Heilung des Hüftschnupfens zu erreichen.

Bildquelle: Thinkstock / iStock / monkeybusinessimages


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