Integration im Kindergarten

Jeder Kindergarten setzt andere Schwerpunkte, aber immer mehr Einrichtungen legen Wert auf Integration im Kindergarten. Das fördert die Sozialkompetenz Deines Kindes, baut Vorurteile ab und schafft eine gute Grundlage für eine integrative Gesellschaft.

Teilhaben an der Integration im Kindergarten

Kinder im Kindergartenalter sind in der Regel frei von Vorurteilen. Sie sind noch nicht allzu sehr von der Außenwelt beeinflusst und nicht von Stereotypen geprägt. Du wirst zum Beispiel auf dem Spielplatz beobachten können, dass Dein Liebling problemlos und ohne zu zögern auf Kinder zugeht, die vielleicht anderer ethnischer Herkunft sind oder eine körperliche oder geistige Behinderung haben. Wenn er ein Kind auf sein „Anderssein“ anspricht, dann nur aus kindlichem Interesse. Genau diese Haltung ist es, die es so einfach macht, Integration im Kindergarten zu leben. Um die freie Geisteshaltung Deines Schatzes zu fördern, kann ein integrativer Kindergarten eine gute Idee sein. Hier kommt er täglich mit körperlich oder geistig behinderten Kindern in Kontakt und kann so gar nicht erst Hemmungen aufbauen. Schließlich wäre es doch schade, wenn er seine offene und unkomplizierte Art im Laufe der Jahre verlieren würde. Gleichzeitig ermöglicht Dein Schatz behinderten Kindern, am normalen Kindergartenalltag teilzunehmen. Sie werden nicht ausgegrenzt, sondern durch die Integration im Kindergarten in das normale Leben miteinbezogen.

Die Integration im Kindergarten klappt meist problemlos.

Integration im Kindergarten kann für alle Kinder eine schöne Erfahrung sein.


Problemlose Integration im Kindergarten

Die offene Art, die gerade junge Kinder meist an den Tag legen, hilft bei der Integration im Kindergarten. Die Kleinen haben noch keine oder nur wenig Berührungsängste mit Menschen, die „anders“ sind. Daher spielen behinderte und nicht behinderte Kinder meist vollkommen problemlos und selbstverständlich miteinander. Durch die Integration im Kindergarten baut Dein Schatz nicht nur keine Berührungsängste auf, sondern lernt auch, auf die abweichenden Bedürfnisse anderer Rücksicht zu nehmen. In integrativen Kindergärten wird besonderen Wert darauf gelegt, dass sich die Altersstufen in den Gruppen mischen dürfen. Hierdurch werden zum einen die Schwächen einzelner Kinder nicht herausgestellt und andererseits fallen Kinder nicht so schnell zurück – jeder kann mit jedem spielen und sich mit denen messen, die einen ähnlichen Entwicklungsstand haben wie man selbst. Jedes Kind soll nach seinen eigenen Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten gefördert und das „wir“-Gefühl der Kindergemeinschaft gestärkt werden. In einer integrativen Gruppe ist Dein Liebling dabei aber natürlich nicht nur mit behinderten Kindern zusammen.

Integration im Kindergarten durch besondere Förderung

Die Integration im Kindergarten kann dazu führen, dass Dein Schatz freiwillig zum Lehrer wird. Die Kinder helfen sich oft gegenseitig bei der Entwicklung ihrer Fähigkeiten. Da sie in integrativen Gruppen schon früh lernen, auf die Bedürfnisse anderer Rücksicht zu nehmen, entwickeln die Kleinen oft ein besonders enges Band. Jeder achtet auf jeden. Tut sich ein Kind mit gewissen Dingen schwer, sind seine Freunde gerne bereit, ihm zu helfen und ihn zu unterstützen. So lernt ein sprachbehindertes Kind zum Beispiel von einem anderen spielerisch im Alltag die richtige Aussprache mancher Wörter. Gerade Kinder, die ein wenig in der Entwicklung hinterherhinken, können schnell frustriert sein, wenn Erwachsene konstant versuchen, sie zu fördern. Geschieht dies aber durch Gleichaltrige nebenbei im Alltag nehmen sie die angebotene Hilfe viel eher an. Das Lernen von der Gruppe kann Deinem Kind nur gut tun und fördert gleichzeitig seine soziale Kompetenz. So haben alle Kinder etwas von der Integration im Kindergarten.

Integration im Kindergarten geht fast automatisch

Das Miteinander der Kleinen zeigt, dass nicht die Kinder die Probleme bei der Integration im Kindergarten schaffen. Oftmals sind es die Eltern, die sich darum sorgen, dass ihr Schatz in einer gemischten Gruppe auf der Strecke bleibt. Viele Eltern haben auch schlicht und einfach selbst Berührungsängste mit behinderten Menschen, da sie den Umgang mit ihnen nicht gewohnt sind und nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Diese Unsicherheit führt dazu, dass sie glauben können, dass ihr Kind nicht wissen wird, wie es sich in der Gruppe verhalten soll. Tatsächlich wäre es aber gerade wenn Du mit behinderten Menschen Berührungsängste hast, eine besonders gute Idee, Dein Kind in einem integrativen Kindergarten anzumelden, damit es nicht ähnliche Hemmungen entwickelt. Die Integration im Kindergarten funktioniert meistens von allein, wenn Eltern ihre Kinder einfach machen lassen. Wenn Du unsicher bist, ob eine integrative Gruppe etwas für Deinen Schatz sein könnte, dann kannst Du mit den Erziehern sprechen und Dich genauer über die Abläufe und das Konzept integrativer Kindergärten informieren.

Integration im Kindergarten: Dein Kind muss nicht vorbereitet sein

Wenn Du Dein Kind in einem integrativen Kindergarten angemeldet hast, dann lass den ersten Tag einfach auf Euch zukommen. Vorherige Gespräche, in denen Du Deinem Schatz das Konzept zu erklären versuchst, scheinen vielleicht erstmal sinnvoll, sind tatsächlich aber eher hinderlich. Ziel der Integration im Kindergarten ist es schließlich, das Zusammenleben von behinderten und nicht behinderten Menschen als ganz natürlich und selbstverständlich zu etablieren. Und ganz normale Sachen benötigen vorher keine langen Erklärungen. Warte erst einmal ab, wie Dein Kind von allein auf die Gruppe reagiert und sich in sie eingliedert. Wenn Du feststellst, dass Dein Schatz ein paar Berührungsängste hat, dann kann ein Gespräch natürlich helfen. Mach ihm klar, dass behinderte Kinder ein paar andere Bedürfnisse haben als er, aber deshalb trotzdem nicht grundlegend anders sind. Motiviere ihn zu einem unverkrampften und normalen Umgang. Wenn Dein Liebling eher schüchtern ist, kann es für die Integration im Kindergarten auch förderlich sein, wenn Du mit gutem Beispiel vorangehst und mal einen Tag mit in die Gruppe kommst. Wenn er sieht, dass Du ganz normal mit den behinderten Kindern interagierst, wird er bald seine Hemmungen ablegen.

Integration im Kindergarten ist ein guter Weg, behinderte und nicht behinderte Kinder von Anfang an miteinander in Kontakt zu bringen. Die Kleinen merken, dass sie auf die Bedürfnisse anderer Menschen Rücksicht nehmen müssen und lernen voneinander.


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Was denkst du?

  • SallyM am 16.01.2014 um 09:48 Uhr

    Bei uns gibt es auch Integration im Kindergarten. Das klappt super und ist ein echter Gewinn!

    Antworten
  • Schninaa am 27.11.2013 um 09:07 Uhr

    Integration im Kindergarten ist eine tolle Sache und das für alle Beteiligten!

    Antworten
  • Sunshine_mom3 am 21.06.2012 um 10:28 Uhr

    Ich finde, dass Integration im Kindergarten immer eine Rolle spielen sollte, auch in Einrichtungen, die nicht "integrativ" sind!

    Antworten
  • pfirsich_backe am 26.09.2011 um 15:32 Uhr

    bei uns in der nähe gibt es sowas gar nicht, schade

    Antworten
  • wunschmami88 am 20.08.2011 um 09:57 Uhr

    Integration ist so wichtig! Ich habe ein freiwilliges soziales Jahr in einem integrativen Kindergarten gemacht und die Freude, die diese Kinder ausstrahlen, unglaublich!

    Antworten