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Mumps Symptome: Das sind die typischen Anzeichen

Ansteckende Kinderkrankheiten

Mumps Symptome: Das sind die typischen Anzeichen

Mumps ist eine der klassischen Kinderkrankheiten. Obwohl die Erkrankung heutzutage gut behandelbar und weitestgehend ungefährlich ist, kann es in Ausnahmefällen zu Komplikationen mit schwerwiegenden Folgen kommen. Daher solltest Du die ersten Anzeichen von Mumps kennen.

Was ist Mumps?

Bei Mumps – umgangssprachlich auch Ziegenpeter oder Tölpel genannt – handelt es sich um eine hochansteckende Virusinfektion, die vornehmlich die Speicheldrüsen, aber auch andere Organe befällt. Mumps ist eine der klassischen Kinderkrankheiten, die aber auch noch im Jugend- und Erwachsenenalter auftreten kann. Charakteristisch für Mumps ist das Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen, was dazu führt, dass eine oder beide Wangen stark vergrößert erscheinen. Die Krankheit ist in der Regel ungefährlich. Als mögliche Komplikationen treten in Einzelfällen jedoch bisweilen auch Hirnhautentzündungen und bei Jungen Hodenentzündungen, die sogar zu Unfruchtbarkeit führen können, auf. Damit es zu einer solchen Komplikation gar nicht erst kommt, solltest Du in der Lage sein, die ersten Anzeichen von Mumps bei Deinem Kind frühzeitig zu erkennen, damit es behandelt werden kann.

Mumps: Kind im Bett
Mumps kann in Ausnahmefällen zu Komplikationen führen.

Mumps Symptome: Nicht immer eindeutig

Mumps ist in seinem Erscheinungsbild sehr variabel, weshalb es mitunter schwer sein kann, die Krankheit bei einem Kind zu erkennen. Bei einem Großteil der Betroffenen läuft die Infektion ohne Symptome oder nur mit unspezifischen Krankheitszeichen ab. 30 bis 40 Prozent der Mumpserkrankungen äußern sich wie eine ganz normale Erkältung und werden daher gar nicht als Mumps identifiziert. Nach einer Inkubationszeit von einer bis zwei Wochen beginnt die Mumpserkrankung meist mit leichtem Fieber, Müdigkeit und mitunter auch Kopf- und Halsschmerzen. In den folgenden ein bis zwei Tagen schwillt zunächst die eine Ohrspeicheldrüse an, wiederum ein bis zwei Tage später kann dann auch die andere Ohrspeicheldrüse anschwellen. Durch diese Entzündung der Ohrspeicheldrüsen schwellen die Wangen an und es bilden sich die mumpstypischen „Hamsterbacken“. Die Entzündung der Ohrspeicheldrüsen äußert sich zudem in einem schmerzenden Kau- und Schluckverhalten und dem typisch abstehenden Ohrläppchen. In diesem Stadium kannst du Mumps bei einem Kind leicht diagnostizieren. Mit dem Krankheitsverlauf geht hohes Fieber einher: eine Körpertemperatur von bis zu 40 Grad ist keine Seltenheit.

Das Mumpsvirus kann auch die Bauchspeicheldrüse deines Kindes befallen und sie entzünden. Dies äußert sich durch Erbrechen, (Ober-)bauchschmerzen und fetthaltigen Stuhl („Butterstuhl“). Klagt Dein Kind über einen steifen Nacken und Kopfschmerzen, kann dies auf einen Befall der Hirnhaut mit Mumpsviren hindeuten. In diesem Fall solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen, denn die Hirnhautentzündung ist eine der häufigsten Komplikationen, die im Zuge einer Mumpserkrankung auftreten können. Grundsätzlich gilt: Solltest du die Vermutung haben, dass dein Kind Mumps Symptome aufweist, hole dir in jedem Fall einen ärztlichen Rat ein.

Mumps: eine teilweise gefährliche Kinderkrankheit

Während der Großteil der Mumpserkrankungen komplikationslos verläuft, können die Viren in Einzelfällen auch das Hirn oder – bei Jungen – die Hoden befallen. Die sogenannte aseptische Meningitis (keimfreie Hirnhautentzündung) ist die häufigste Komplikation bei Mumps. Es handelt sich hierbei um eine besondere Form der Hirnhautentzündung, die mit Kopf- und Nackenschmerzen einhergeht. Sie äußert sich durch Lichtempfindlichkeit und die Bewegung des Nackens ist mitunter schmerzhaft. In den meisten Fällen bleibt die aseptische Meningitis jedoch unentdeckt. Diese Art der Hirnhautentzündung verläuft im Normalfall mild und heilt ohne Folgeschäden wieder aus. In Einzelfällen kann Mumps auch zu einer Entzündung des Gehirns führen. Die sogenannte Meningoenzephalitis hat einen weniger milden Verlauf als die aseptische Hirnhautentzündung. Wenn ein Kind an einer Entzündung des Gehirns leidet, kann es benommen sein und über Schwindel und Übelkeit klagen. Im Verlauf dieser Entzündung können ganze Nervenareale ausfallen und vorübergehende Lähmungserscheinungen verursachen. In einigen Fällen bleibt eine Halbseitenlähmung dauerhaft zurück. Diese Komplikation ist dramatisch und tritt zum Glück nur sehr selten auf. Generell können die Mumpsviren alle Organe befallen und entzünden. So kommt es vereinzelt auch zu einem Befall der Eierstöcke, der Schilddrüse, der Regenbogenhaut am Auge und des Herzmuskels sowie großer Gelenke oder der Niere. Daher ist es grundsätzlich wichtig, dass bei Mumps Symptomen jeglicher Art direkt ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert wird.

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr bei Mumps?

Die Ansteckungsgefahr bei Mumps ist enorm hoch. Die Krankheit wird durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Typische Übertragungsformen sind Husten, Niesen, Küssen und direkter Körperkontakt. Auch das Trinken aus einer infizierten Flasche oder das Benutzen von Besteck mit Mumpsviren kann ansteckend sein. Daher sind vor allem Kinder besonders anfällig für eine Mumpserkrankung. Da die Inkubationszeit rund eine Woche beträgt, treten erst nach einigen Tagen bei einem Kind die ersten Mumps Symptome auf. Während dieser Woche kann es die Mumpsviren bereits weitergeben und andere Kinder anstecken. Das Mumpsvirus ist hochgradig empfindlich gegenüber milden Seifen und Austrocknung. Sollte ein Kind Mumps haben, ist also auf eine ausgeprägte Hygiene zu achten. Vorbeugend solltest du natürlich stets versuchen das Immunsystem deines Kindes, aber natürlich auch von dir, zu stärken:

Nur eine Impfung kann Mumps vorbeugen

Nach einmaliger Infektion ist Dein Kind gegen Mumps in aller Regel immun. Obwohl die Krankheit weitestgehend unkritisch verläuft, gibt es seit den 1990er Jahren eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, Kinder gegen Mumps impfen zu lassen. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Mumpsimpfung für Säuglinge und Kleinkinder. Sie soll in Kombination mit der Masern- und Rötelimpfung in Form der Dreifachimpfung zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat vorgenommen werden. Eine Wiederholungsimpfung zur Schließung von Impflücken soll frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung verabreicht werden. Die Reaktionen auf die Impfung sind in Anbetracht der Vorteile, die sie einem Kind bietet, harmlos: Fieber und lokale Rötungen, Schmerzen und Schwellungen an der Impfstelle können vorkommen. In Einzelfällen kann eine abgeschwächte Form der Mumpserkrankung mit ähnlichen Symptomen auftreten. Diese klingen aber meist sehr schnell wieder ab. Nach der kompletten Impfung ist ein Kind lebenslang immun gegen Mumps.

Ein krankes Kind zu Hause zu haben, kann mehr als anstrengend sein. Manche Dinge hätten Eltern gerne vor dem ersten Kind gewusst. Kannst du sie bestätigen?

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Mumps ist eine typische Kinderkrankheit, die meist problemlos verläuft. Dennoch raten Ärzte zur Impfung gegen Mumps, da die Krankheit hochgradig ansteckend ist und in Einzelfällen schwerwiegende Komplikationen hervorrufen kann. Wenn Du ein Kind gegen Mumps impfen lässt, ist es sein ganzes Leben lang gegen die Erkrankung immun.

Bildquelle:

Getty Images/Antonio_Diaz

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