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Reitunterricht für Kinder

Reitunterricht für die Kleinen

Reitunterricht für Kinder

Es ist ein wohlbekanntes Klischee, doch oft genug auch wahr: Kleine Mädchen lieben Pferde. Solltest Du also in etwa ab dem Kindergarten nach einer Sportart suchen, die Deinem Kind Spaß macht, steht der Reitunterricht – selbstverständlich auch bei Jungen – hoch im Kurs. Doch ab welchen Alter ist es sinnvoll, mit dem Reiten anzufangen? Und was lernt Dein Kind im Umgang mit dem Pferd?

Reitunterricht für Kinder: Auf dem Rücken der Pferde...

Reitunterricht kann vor allem für Kinder eine wahre Bereicherung sein. Wenn Du selbst nicht reitest, wirst Du möglicherweise am Anfang skeptisch sein. Schließlich sitzen Reiter während des Trainings auf dem Rücken ihrer Pferde und bewegen sich offensichtlich nicht selbst so stark wie etwa ein Fußballer oder ein Turner. Doch solltest Du die Anstrengungen nicht unterschätzen, die das Reiten fordert. Durch den Reitunterricht werden nicht nur die Koordinationsfähigkeit und das Bewegungsgefühl Deines Kleinen verbessert, sondern auch die Körperwahrnehmung und das Sozialverhalten. Vor allem auch der Umgang mit dem Pferd wird sich förderlich auf die Entwicklung Deines Kindes auswirken und sein Verantwortungsbewusstsein stärken.

Reitunterricht: Mädchen mit Pferd.
Reitunterricht kann für Kinder eine tolle Erfahrung sein.

Ab wann kann Dein Kind mit dem Reitunterricht beginnen?

Obgleich es etwas früh erscheint, doch wenn Du Dein Kind zum Reitunterricht anmelden möchtest, kannst Du dies bereits ab drei Jahren tun. In der Reitschule wird dann langsam angefangen, sodass Dein Kleines erst einmal nur mit Ponys zu tun haben wird und diese auch noch nicht sofort richtig und schon einmal gar nicht alleine reiten wird. Die Reitlehrer werden die ganze Zeit anwesend sein und klein anfangen, sodass Du keine Angst haben brauchst, dass sich Dein Kind beim Reitunterricht verletzt. Erst mit circa sieben Jahren wird Dein Kind letztlich die Kraft und die Koordination haben, um ein Pferd auch alleine richtig kontrollieren zu können. Bis dahin erfolgt erst einmal ein langsames Herantasten an das Tier.

Den Reitunterricht langsam steigern

Wenn Mensch und Pferd das erste Mal aufeinandertreffen, ist immer Vorsicht geboten. Auch wenn das Pferd seinen Job vermutlich schon länger ausübt und Kinder gewohnt ist, kann es sein, dass Dein Kleines bereits beim Anblick eines Ponys eingeschüchtert ist und Reißaus nehmen möchte. Bleibe in der ersten Zeit am besten bei Deinem Kind, lass den Reitlehrern jedoch erst einmal freie Hand. Sie haben schließlich viel Erfahrung mit den Pferden und mit Kindern, die spielerisch an Pferde herangeführt werden sollen. Ist die Anfangsscheu erst einmal überwunden, wird Dein Kleines auch schon bald auf seinem Pony sitzen und um die Halle reiten. Zu Beginn, wenn Dein Kleines noch nicht sicher auf dem Rücken des kleinen Pferdchens ist, wird ein Reitlehrer es unterstützen, während das Pony langsam an der Loge im Kreis läuft. So kann Dein Kind Vertrauen fassen und langsam die Koordination aufbauen, die nötig ist, damit es in den nächsten Schritten alleine im Schritt, Trab und schließlich Galopp durch die Halle reiten kann. Sobald Dein Kind kein Problem mehr mit dem selbstständigen Reiten hat, können die ersten Sprünge über kleine Hindernisse folgen und schließlich der Wechsel zu einem großen Pferd. So kann Dein Kind seine Fähigkeiten im Reitunterricht langsam steigern und immer besser werden.

Reitunterricht einmal anders: das Voltigieren

Als Voltigieren wird das Ausführen von akrobatischen und turnerischen Übungen auf dem Rücken eines Pferdes bezeichnet. Voltigieren kann ab etwa fünf Jahren als guter Einstieg zum Reitunterricht genutzt werden und stellt eine hervorragende Ergänzung dar. Neben den Fähigkeiten, die das normale Reiten schult wie Haltung, Gleichgewicht und Motorik, verbessert das Voltigieren auch noch Rhythmus, Konzentration, Einfühlungsvermögen, Vertrauen und Gemeinschaftssinn. Voltigeren kann Dein Kleines neben dem eigentlichen Reitunterricht, um dadurch seine Fähigkeiten weiter auszubauen, oder aber im nächsten Schritt als Leistungssport ausüben. Dieser ist jedoch ausgesprochen anspruchsvoll und nicht mit einem gelegentlichen Voltigieren zu vergleichen. Auf Turnieren ausgeübt, fordern die komplizierten Übungen so einiges von dem Reiter ab, nicht zuletzt Mut und eine gehörige Portion Vertrauen in die Fähigkeiten des Pferdes.

Reitunterricht als therapeutische Maßnahme

Therapeutischer Reitunterricht kann als psychologische, rehabilitative und sozial-integrative Maßnahme eingesetzt werden. Es unterscheidet sich hierbei jedoch stark von einem normalen Reitunterricht. So stehen hier die reiterlichen Fähigkeiten nicht im Vorderung, sondern viel mehr die persönliche Entwicklung, die durch den engen Kontakt zum Pferd erzielt werden kann. Entwicklungsstörungen können auf diese Art und Weise gut behandelt werden, da das Reiten sämtliche Sinne der Kinder anspricht. Die Hippotherapie ist eine weitere Art von Reitunterricht, der therapeutisch eingesetzt wird. Er gehört zu dem Bereich der Physiotherapie und soll durch die Bewegung des Pferdes gewisse körperliche Defizite beim Menschen ausgleichen. So können halbseitig Gelähmte etwa durch das Reiten eine bessere Balance entwickeln und auch bei Muskelbeschwerden kann das Reiten helfen, da hier die entsprechenden Partien abwechselnd angespannt und gelockert werden.

Der Reitunterricht ist eine gute Möglichkeit für Dein Kind, Verantwortung zu lernen und zahlreiche emotionale, körperliche und soziale Fähigkeiten zu entwickeln, die im Leben wichtig sind. Ob Dein Kleines normal reitet, voltigiert oder an einer Form des therapeutischen Reitens teilnimmt, ist hierbei nicht relevant, der positive Effekt ist immer gegeben.

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