Trocken werden: Unterstützung

Weg mit der Windel

Weg mit der Windel

Volle Windeln und Bettnässen – irgendwann sollte es damit vorbei sein. Doch wann dieser Zeitpunkt kommt, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Außerdem brauchen manche Kinder mehr Hilfe beim Trocken werden als andere.

So kannst Du Dein Kind unterstützen

Andere Kinder im gleichen Alter sind schon längst trocken – aber Dein Kind macht immer noch in die Windel oder ins Bett? Keine Panik – am Wichtigsten ist es jetzt, Ruhe zu bewahren und auf keinen Fall Druck aufzubauen. Denn die Altersgrenze, ab der Kinder Trocken werden, variiert stark und manche Kleinen brauchen einfach etwas mehr Zeit als andere. Trotzdem musst Du nicht tatenlos zusehen, wie Dein Kind es von selbst schafft, auf die Toilette zu gehen. Es kann im Gegenteil sehr hilfreich sein, wenn Du ihn mit einigen Tricks unter die Arme greifst.

Nicht zu früh anfangen

Ein absolutes No-Go ist es, mit dem Trocken werden seines Kindes zu früh zu beginnen. Denn bevor Kinder sauber werden, müssen erst einmal die körperlichen Voraussetzungen (Entwicklung des Schließmuskels, etc.) gegeben sein. Deshalb solltest Du mit dem Trocken werden erst ab Ende des zweiten Lebensjahres beginnen. Doch aufgepasst – manche Kinder sind auch dann noch nicht soweit. Beobachte, wie sich Dein Kind verhält. Wenn Du merkst, es ist noch zu früh für ihn, lasse ihm Zeit, sei geduldig und setze ihn nicht unter Druck.

Lob und Belohnungen

Anstatt Dein Kind zu bestrafen, wenn es in die Hose oder ins Bett gemacht hat, solltest Du es vielmehr loben oder belohnen, wenn es auf die Toilette gegangen ist. Es ist wichtig, dass es den Gang zur Toilette als etwas Positives ansieht. Hilfreich ist es daher auch, dem Kind kleine Anreize oder Belohnungen in Aussicht zu stellen. Aber: Übertreibe es auch nicht mit dem Lob – denn der Gang zur Toilette soll ja schließlich einmal selbstverständlich werden.

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Regelmäßige Sitzungen proben

Dein Kind muss sich erst einmal an die Toilette/ das Töpfchen gewöhnen. Deshalb solltest Du Dein Kind regelmäßig, am Besten immer nach dem Essen, einfach für ein paar Minuten auf die Toilette setzen – auch wenn es nicht muss. Selbst wenn es dabei nicht erfolgreich ist, gewöhnt es sich dann schon einmal daran. In diesem Fall solltest du eine Zeitspanne von fünf Minuten aber nicht überschreiten, ansonsten wird wieder Druck auf Dein Kind ausgeübt. Auch wenn es übrigens einmal wieder in die Windel gemacht hat, solltest Du den Inhalt vor den Augen Deines Kindes in die Toilette werfen beziehungsweise es auf die Toilette setzen, um sein Geschäft zu Ende zu bringen. Dein kleiner Liebling baut dann eine Verbindung zwischen dem Vorgang und der Toilette auf.

Rückschläge akzeptieren

Keine Panik, wenn Dein Kind nach vielen Fortschritten auf einmal wieder in alte Verhaltensmuster zurückfällt. Rückschläge sind ganz normal und gehören zur Entwicklung dazu. Das solltest Du auch Deinem Kind erklären, wenn er über den Rückschlag enttäuscht ist, damit keine Gefühle des Versagens und kein Motivationsverlust bei ihm auftreten. Denn neben Krankheit werden Rückschläge vor allem durch Stress ausgelöst. Sei also geduldig und schenke Deinem Kind vor allem viel Aufmerksamkeit.

Sonderfall Bettnässen

Auch wenn Kinder längst nicht mehr in die Windel machen, sondern den Gang zur Toilette beherrschen, kommt es oft vor, dass sie nachts noch ins Bett machen. Hier gibt es verschiedenste Methoden, wie zum Beispiel die Klingelhose, um Dein Kind trocken zu bekommen. Auch hier ist aber vor allem Geduld und Lob gegenüber Deinem Kind angebracht!

Wenn Du Dein Kind regelmäßig aufs Töpfchen setzt, gewöhnt es sich schneller an die neue Situation. Dennoch fordert das Sauber werden auch weiterhin Übung und kann, je nach Kind, auch etwas länger dauern.

Bildquelle:Thinkstock/Roman Muraviev

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