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Inland vs Ausland

Adoptionen aus dem Ausland

Adoptionen aus dem Ausland

Viele Paare können trotz mehrerer Versuche und künstlicher Befruchtung nicht schwanger werden und ziehen eine Adoption in Erwägung. Da es aber mehr adoptierwillige Paare als elternlose Kinder in Deutschland gibt, kann es sein, dass Du eine ganze Weile auf der Warteliste für eine Adoption stehst, ohne eine konkrete Aussicht auf Erfolg zu bekommen. Eine Auslandsadoption könnte daher für Dich in Frage kommen. Doch was musst Du beachten, wenn Du und Dein Partner eine Adoption im Ausland anstreben?

Jedes sechste Paar hat Probleme damit, auf natürlichem Wege schwanger zu werden und auch nach Hormonbehandlungen und künstlicher Befruchtung gibt es immer noch Paare, die kein eigenes Kind bekommen können. Eine Adoption bringt dann oftmals die Erfüllung des Kinderwunschs mit sich. Doch auch Paare, die bereits eigene Kinder haben, möchten einem von seinen leiblichen Eltern unerwünschten Erdenbürger ein liebevolles Zuhause geben. Egal, aus welchen Gründen Du mit Deinem Partner ein Kind adoptieren möchtest, eine Adoption geht nicht so leicht von der Bühne, wie Ihr Euch das vielleicht wünscht. Gerade bei einer Inlandsadoption gibt es meist mehr Bewerber als zur Adoption freigegebene Kinder. Daher ist eine Adoption im Ausland inzwischen eine willkommene Alternative. Viele Prominente machen es vor: Sowohl Popstar Madonna als auch der Pitt-Jolie Clan sind in den letzten Jahren mehr als einmal in die Schlagzeilen geraten, weil sie Kinder aus dem Ausland adoptiert haben. Sie zeigen damit, dass eine Auslandsadoption nicht nur eine Alternative zur künstlichen Befruchtung ist, wenn eine natürliche Schwangerschaft ausgeschlossen ist, sondern auch dazu dienen kann, einem Kind aus einem ärmeren Land eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die Adoption im Ausland dieser Stars hatte jedoch den traurigen Effekt, dass viele Eltern aus Entwicklungsländern ihre Kinder ins Waisenhaus brachten, in der Hoffnung, sie würden von einem wohlhabenden Paar adoptiert werden und hätten so die Chance auf ein Leben im Wohlstand.

Eine Adoption im Ausland kann eine gute Alternative sein.
Bei einer Adoption im Ausland git es Einiges zu beachten.

Problematik bei einer Adoption im Ausland

Steigende Zahlen von Auslandsadoptionen bergen neben der angestrebten Erfüllung des Kinderwunsches der zukünftigen Eltern allerdings Gefahren, wie die der illegalen Vermittlung. Auch wenn es ein löblicher Gedanke ist, einen Menschen aus der Armut retten zu wollen, darf man das eigene Verlangen nicht über die Rechte des Adoptivkindes stellen. Bei manchem Prominenten wird der Eindruck erweckt, dass die schnelle Adoption im Ausland auch deshalb möglich gemacht wurde, da ein gewisser Status und Vermögensstand vorhanden sind. Daher wurde in einigen Fällen der Verdacht des Menschenhandels laut. Ganz egal, ob Dein Partner und Du also ein Kind aus Deutschland oder aus dem Ausland adoptieren möchtet, das Wohl des Kindes sollte immer im Mittelpunkt stehen und es sollte sorgfältig geprüft werden, ob die Adoption ins Ausland für das jeweilige Kind die beste Alternative ist.

Voraussetzungen für eine Adoption aus dem Ausland

Bei einer Adoption im Ausland gelten in etwa die gleichen Voraussetzungen wie innerhalb Deutschlands. So ist ein Mindestalter von 25 Jahren festgesetzt. Bei verheirateten Paaren darf ein Partner dieses Alter unterschreiten, er muss jedoch mindestens 21 Jahre alt sein. Zudem braucht es ein einwandfreies polizeiliches Führungs- sowie Gesundheitszeugnis und die zukünftigen Eltern müssen sowohl psychisch als auch physisch in der Lage sein, ein neues Familienmitglied aufzunehmen und aufzuziehen. Wenn Ihr Euch dazu entschließen solltet, ein Kind zu adoptieren, müsst Ihr Euch auf eine gründliche Überprüfung durch das zuständige Jugendamt einstellen, daher kann sich der Adoptionsprozess auch bei einer Adoption im Ausland etwas hinziehen. Dies bietet den werdenden Eltern jedoch die Gelegenheit, sich schon vor der Ankunft des neuen Familienmitglieds auf die neue Situation vorzubereiten. Du solltest außerdem beachten, dass bei einer Adoption im Ausland eventuell Mehrkosten entstehen können, zum Beispiel für die Übersetzung der Papiere oder Reisen in das Heimatland des Kindes.

Die Vorbereitung auf eine Adoption im Ausland

Bei einer Adoption im Ausland kommen neben den obligatorischen Schritten zusätzliche Vorbereitungen auf Dich zu. Du musst Dir bewusst sein, dass Du ein Kind aus einem anderen Kulturkreis aufnimmst. Das Kind sollte nicht einfach seinen Wurzeln entrissen, sondern vorsichtig auf das Leben in einem neuen Land vorbereitet werden. Dazu gehört auch, dass Du Religion und Traditionen des Familienzuwachses akzeptierst. Es wird dazu geraten, im Falle einer Adoption im Ausland einige Zeit in der Heimat seines Adoptivkindes zu verbringen, um sich mit Land und Leuten vertraut zu machen. Bei Kindern aus dem Ausland kommen Fragen und Probleme auf, die Du Dir bei einer nationalen Adoption gar nicht stellen würdest. Du solltest Dich bei einer Adoption im Ausland nicht nur auf fremde Krankheiten, Ernährungsumstellung und Sprachschwierigkeiten einstellen, sondern auch auf Fragen nach der Herkunft, die das Adoptivkind Euch früher oder später garantiert stellen wird.

Adoption im Ausland: Das Haager Adoptionsabkommen

Im Jahr 1993 haben sich einige Staaten zum Haager Adoptionsabkommen zusammengeschlossen. Das Ziel des Bündnisses ist es, die Rechte der Kinder zu gewährleisten und dem Menschenhandel vorzubeugen. Mittlerweile gibt es über 40 Mitgliedstaaten, neben Deutschland sind auch Nationen wie Venezuela oder Thailand vertreten. Auslandsadoptionen sind nicht überall gestattet und in manchen Fällen wird die Adoption im Ausland nicht jedem ermöglicht. So erlauben einige islamische Länder keine Vermittlung ihrer Waisen an christliche oder jüdische Familien. Du solltest Dich also ausführlich über die Bedingungen im jeweiligen Land informieren, wenn Du eine Adoption im Ausland in Erwägung ziehst. Kommt es zu einer erfolgreichen Adoption, werden alle relevanten Informationen von der Vermittlungsstelle aufbewahrt. Ab dem sechzehnten Lebensjahr hat das Adoptivkind Zugang zu diesen Daten, welche Details zur leiblichen Familie oder dem Geburtsland beinhalten.

Da es in Deutschland nicht so viele zur Adoption freigegebene Kinder wie Eltern mit Kinderwunsch gibt, ist die Adoption im Ausland eine gute Alternative. Du solltest Dir nur bewusst sein, dass mit Familienzuwachs aus einem fremden Land einige besondere Schwierigkeiten auf Euch zukommen könnten. Überlegt Euch diesen Schritt in Ruhe und beschäftigt Euch bei einer Entscheidung für eine Adoption im Ausland intensiv mit dem Land und seiner Kultur.

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