Genetische Ursachen der Unfruchtbarkeit erkennen

Bei manchen Paaren ist es weniger das Problem, schwanger zu werden, als vielmehr schwanger zu bleiben – oftmals ist Kinderlosigkeit die Folge wiederholter Fehlgeburten, die auf Veränderungen am Erbgut zurückzuführen sind.

Genetische Ursachen

Einfach nicht schwanger: Genetisch bedingt?

Kinderlos: Genetisch bedingt?

Zu den häufigsten Ursachen für frühzeitige Fehlgeburten zählen Veränderungen am Erbgut während der Schwangerschaft. Die Fehlgeburt geschieht dann meist unbemerkt zu einem noch sehr frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft und ist evolutionsbiologisch zu erklären – auf diese Weise werden nicht lebensfähige oder kranke Embryonen auf natürlichem Wege ausgesondert. Glücklicherweise kommt es nach einer einmaligen Fehlgeburt (Spontanabort) in den meisten Fällen nicht notwendigerweise zu weiteren Fehlgeburten. Erst nach drei erlittenen Spontanaborten steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer Fehlgeburten an – man spricht dann von so genannten habituellen Aborten.

Genetische Veränderung als Ursache von Fehlgeburten

Genetische Veränderungen während der Schwangerschaft betreffen meist die Anzahl der Chromosomen des Embryos. Diese beträgt dann häufig nicht 46, sondern ein Chromosom weniger oder mehr – je nach Veränderung kann das ganz unproblematisch sein und unbemerkt bleiben. In manchen Fällen aber kann es passieren, dass die Embryonen nicht lebensfähig sind und die Schwangerschaft durch eine Fehlgeburt vorzeitig beendet wird. Solche genetischen Mutationen, die die Anzahl der Chromosomen betreffen, treffen meist unerwartet, ohne erkennbaren Grund auf und meist handelt es sich um einmalige Fehlgeburten. Nach drei oder mehr Spontanaborten empfiehlt sich jedoch eine Chromosomenanalyse (per Blutabnahme) beider Partner, da in manchen Fällen auch eine Veränderung im Chromosomensatz eines Elternteils die Ursache sein kann.

Was tun, wenn eine genetische Vorbelastung vorliegt?

Leider gibt es genetische Konstellationen, bei denen von einer Schwangerschaft abgeraten wird. In den meisten Fällen jedoch gibt es Lösungen, um trotz genetischer Vorbelastung ein gesundes Baby zur Welt zu bringen. Wenn bei der Frau ein erhöhtes Risiko zu genetischen Veränderungen des Embryos besteht (etwa durch vererbbare Krankheiten), gibt es die Möglichkeit, Risiken über pränatale Diagnostik frühzeitig auszuschließen. Allerdings bergen invasive Untersuchungen wie etwa die Fruchtwasseruntersuchung durchaus Gefahren, die es in Absprache mit dem Arzt sorgfältig abzuwägen gilt. Wenn der Mann betroffen ist, kann über eine Befruchtung mit Spendersamen nachgedacht werden. Problematische genetische Konstellationen können der Grund für Kinderlosigkeit sein – aber die gute Nachricht ist: Für die meisten dieser Probleme gibt es eine Lösung.


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Was denkst du?

  • Engellinachen am 24.11.2010 um 15:51 Uhr

    Meine beste Freundin hat eine Fehlgeburt erlitten, soweit ich weiß noch sehr früh in der Schwangerschaft. Ihr fiel es sehr schwer darüber zu reden, aber sie hat sich ermutigt und an eine erneute Schwangerschaft geglaubt. Jetzt ist sie im 6.Monat und alles sieht gut aus! 🙂

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