Komatrinken: Eltern sollen zahlen

Das Phänomen des Komatrinkens nimmt in Deutschland immer mehr zu. Deshalb sollen Eltern von Komatrinkern künftig zur Kasse gebeten werden.

Komatrinken ist ein Phänomen, das auch unter deutschen Kindern und Jugendlichen immer stärker verbreitet ist. Eine Studie der DAK hat ergeben, dass Kinder und Jugendliche zwischen zehn und neunzehn Jahren besonders gefährdet sind. 2011 wurden deutschlandweit 6548 Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe im Krankenhause wegen einer Alkoholvergiftung als Folge des Alkoholmissbrauchs behandelt. Diese Zahl ist um 4,3 Prozent höher als 2010 und sogar doppelt so hoch wie noch im Jahr 2003. In Nordrhein-Westfalen mussten einer Statistik zufolge 327 von 100.000 Jugendlichen aufgrund von Alkoholmissbrauch bereits stationär im Krankenhaus behandelt werden. Damit liegt das Bundesland leicht über dem deutschlandweiten Durchschnitt. Die Zahl der Jugendlichen, die ihren Alkoholkonsum nicht mehr kontrollieren können und das so genannte Komatrinken betreiben, ist inzwischen alarmierend.

Komatrinken kommt in Deutschland immer häufiger vor.

Jugendliche unterschätzen häufig die Wirkung von Alkohol.


Eltern sollen das Gesundheitswesen entlasten

Neben der Sorge um den Gesundheitszustand der deutschen Kinder und Jugendlichen steht auch der Kostenfaktor, den der wachsende Alkoholmissbrauch in Form des Komatrinkens für das Gesundheitswesen verursacht, im Fokus der Öffentlichkeit. „Die stark steigende Zahl jugendlicher Komatrinker, die in deutschen Krankenhäusern eingeliefert werden, ist nicht hinnehmbar“, sagt Jens Spahn, der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion. Der immer stärker steigende Bedarf an medizinischer Behandlung der Komatrinker binde unnötig viel Personal und Geld im Gesundheitswesen, betont der Politiker. Eine Lösung des Problems sieht er in einer stärkeren Beteiligung der Eltern, die aufgrund ihrer erzieherischen Verantwortung das Gesundheitssystem finanziell entlasten müssten: „Man sollte die Eltern pauschal mit 100 Euro an den Behandlungskosten beteiligen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern", schlägt Spahn vor. Nach Meinung des CDU-Politikers sollten die Eltern von Komatrinkern den Pauschalbetrag direkt an die Krankenkassen entrichten und so das Gesundheitssystem wieder deutlich entlasten.

Die Zahl der komatrinkenden Kinder und Jugendlichen steigt in Deutschland kontinuierlich an. Die Kosten, die dem Gesundheitssystem daraus entstehen, sind beträchtlich. Unionspolitiker fordern nun einen Pauschalbetrag, mit dem die Eltern der betroffenen Kinder einen Teil der Behandlungskosten übernehmen und somit das Gesundheitssystem wieder entlasten sollen.

Bildquelle: Zackzack | Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • alexandramami am 13.09.2013 um 11:09 Uhr

    Ich finde es richtig, dass die Eltern dafür zur Verwantwortung gezogen werden!

    Antworten
  • DunjaDu am 14.02.2013 um 09:54 Uhr

    Hm, die Lösung finde ich zu einfach und auch nicht ganz richtig. Klar sind die Eltern in der Verantwortung, aber es bringt ja nichts, wenn sie einfach nur zahlen. Davon ändert sich ja nichts. Typisch Politiker.

    Antworten