Krankenkassen: Keine Erstattungen

Gesundheitsminister Daniel Bahr forderte die gesetzlichen Krankenkassen zur Rückerstattung von Mitgliedsbeiträgen auf. Doch trotz Überschüsse auf Rekordniveau werden die Kassen voraussichtlich keine Rückzahlungen leisten.

Auch in diesem Jahr werden die 50 Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland vergeblich auf eine Rückerstattung der Beiträge warten, so Doris Pfeiffer, Vorsitzende des Krankenkassen-Spitzenverbandes, gegenüber der Tagesschau. Damit sprechen sich die Krankenkassen gegen die Forderung des Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr aus.

Krankenkassen erwarten höhere Ausgaben

Pfeiffer begründet die Weigerung die Überschüsse auszuzahlen damit, dass die Krankenkassen das Geld in eine langfristige Stabilität investieren wollen. Außerdem wäre das Einnahmeplus durch eine einmalige Beitragserhöhung entstanden und sei für die nächsten Jahre nicht in diesem Ausmaß zu erwarten. Dem gegenüber steht eine erwartete Steigerung der Ausgaben um knapp zehn Milliarden Euro.

Spritze und Tabletten auf Euroscheinen

Krankenkassen behalten überschüssiges Geld für sich.


Krankenkassen „verbrennen Geld“

Jens Spahn, Gesundheitspolitiker der CDU, warf den Krankenkassen vor, das Geld zu „verbrennen“. Gegenüber der Welt gab er an, dass es sinnvoller sein, das Geld an die Versicherten auszuzahlen, „als es für ein Prozent Zinsen mit Wertverlust anzulegen“.

Trotz hoher Überschüsse bekommen die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen ihre Beiträge nicht rückerstattet. Die Kassen wollen es für kommende Ausgaben verwenden.

Bildquelle: Sergey Zavalnyuk/dreamstime.com


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Was denkst du?

  • masur85 am 18.07.2012 um 12:31 Uhr

    Ist auf jeden Fall ärgerlich, aber inwiefern betrifft das jetzt Eltern oder Familien besonders?

    Antworten
  • mommolein am 17.07.2012 um 19:09 Uhr

    Dass die bei den Rekordumsätzen einfach gar nichts wieder abgeben macht mich wahnsinnig wütend.

    Antworten