Kita-Kinder
Jessica Tomalaam 15.06.2018

Ich wusste ja bereits, dass die Suche nach einem Kita-Platz in Berlin fast aussichtslos ist. Denn auch meine Kollegin Anna versucht bereits seit Monaten ihren Sohn Liam unterzubringen – ohne Erfolg. Aber die Absage, die eine Mutter von einer Kita bekommen und öffentlich gemacht hat, stimmt mich fassungslos. Denn die Begründung lautet: Die Tochter kann nicht aufgenommen werden, weil es bereits ein Mädchen mit demselben Namen in der Kita-Gruppe gibt.

Nein, diese Meldung ist kein Scherz. Eine Mutter aus Berlin hat tatsächlich von einer Kindertagesstätte eine Absage bekommen, weil in der Kita bereits ein Mädchen ist, das den gleichen Namen trägt wie ihre Tochter Ella. Die Journalistin Andrea Maurer, die für das ZDF arbeitet, hat die E-Mail mit der Einleitung: „Aus der Reihe ‚wir haben leider keinen Kitaplatz für Sie‘ heute diese Erklärung“ auf Twitter geteilt. Auch, um zu zeigen, welche Ausmaße die Kita-Krise bereits genommen hat:

Auf Nachfrage von Buzzfeed sagt die Journalistin: „Die Erklärung ist zwar wirklich hanebüchen, aber ich glaub, die Kitas sind inzwischen auch einfach am Limit. Diese Krise ist einfach politisches Versagen at its best.“ Den Namen der Kita wollte die Journalistin für eine Stellungnahme nicht veröffentlichen. Dass die Suche nach einem Kita-Platz sehr angespannt ist, ist nichts Neues. Alleine in Berlin fehlen laut einem Bericht des Tagesspiegels rund 2500 Kitaplätze. Laut einer Studie, die das Institut der Deutschen Wirtschaft im Februar veröffentlicht hat, sind es bundesweit insgesamt sogar rund 300.000 Plätze, die für unter Dreijährige fehlen. Aber nicht nur die Kapazität ist das Problem. Es fehlen auch Erzieher oder passende Immobilien. Und manchmal werden den Kita-Betreibern auch noch ganz andere Steine, zum Beispiel die Notwendigkeit einer eigenen Dusche für den Koch, in den Weg gelegt.

Eine andere Kita hat mit der Entscheidung für Aufruhr gesorgt, dass die Eltern ihre Smartphones beim Abholen der Kinder ausschalten sollen.

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Ob die Absage, die Andrea Maurer nun bekommen hat, tatsächlich so gemeint oder eher als Satire gedacht war, kann nur die Kita-Verwaltung selbst beantworten. Deutlich wird aber, was die Twitter-Nutzer, darunter auch viele Kollegen der Journalistin davon halten:

Auch Kritik an den Erziehern kommt auf:

Einige versuchen der Absage auch mit Humor zu begegnen:

Was sagst du zu der Absage, die die Mutter bekommen hat? Findest du die Begründung gerechtfertigt oder kannst du sie nicht nachvollziehen? Mich würde auch interessieren, ob du vielleicht auch schon merkwürdige Absagen von Kitas bekommen hast? Dann schreib mir gerne in den Kommentaren!

Bildquelle:

SerrNovik


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