LEGO: Neue Kollektion mit abenteuerlustigen Wissenschaftlerinnen

Der kleinen Charlotte Benjamin fiel beim Spielzeug-Shoppen auf, dass der dänische Bauklötzchen-Hersteller LEGO zwar sehr viele verschiedene männliche Abenteurerfiguren im Programm hat, die weiblichen Gegenstücke jedoch allesamt Zuhause sitzen, shoppen und zum Strand gehen. Daher bittet sie die Firma in einem erstaunlich eloquenten Brief, auch „LEGO Mädchen“ zu machen, die Abenteuer erleben und Spaß haben.

Nach Brief von 7-Jähriger: Starke Frauen bei LEGO

Die bunten Plastiksteinchen von LEGO sind bei Groß und Klein beliebt. Kann man mit den frei kombinierbaren Einzelteilen doch ganze Welten entstehen und seiner Fantasie freien Lauf lassen. In den entstandenen Städten, Häusern, Raumschiffen oder Inseln können Jungen und Mädchen die kleinen Miniaturfiguren dann ein Abenteuer nach dem anderen erleben lassen. So zumindest die Theorie. In der Praxis fiel nicht nur der kleinen Charlotte Benjamin auf, dass die weiblichen LEGO-Figürchen sehr sterotyp ausfallen. Nicht nur, dass die Spielsachen im Laden in eine pinke Sektion für Mädchen und eine blaue für Jungen aufgeteilt waren, auch die einzelnen Ausführungen ließen ein gewisses Ungleichgewicht nicht leugnen. Wie „ABC News“ berichtet, greift die 7-Jährige daher zu Stift und Papier und bittet die Firma LEGO kurzerhand um mehr starke und interessante Frauenfiguren und Mädchensachen, die nicht dem pinken Prinzessinnenklischee entsprechen. „Alles, was die Mädchen taten, war zu Hause sitzen, an den Strand gehen und einkaufen“, bemängelt das Mädchen in dem engagierten Brief, „sie hatten keine Jobs, aber die Jungs erlebten Abenteuer, arbeiteten, retteten Menschen und hatten Jobs – sie schwammen sogar mit Haien.“ Diese Abenteuer will das Mädchen auch mit weiblichen Figuren erleben können. Daher beendet sie ihren Brief mit einer klaren Ansage: „Ich möchte, dass ihr mehr LEGO-Mädchen macht und sie auf Abenteuer gehen und Spaß haben lasst, ok!?!“

LEGO-Spaß für Mädchen und Jungen

Pink und rosa? Fehlanzeige! Jungs und Mädchen spielen deshalb so gerne mit den bunten LEGO-Steinen, weil sie nach ihren eigenen Vorstellungen Welten entwerfen und ihre Fantasie ausleben können.


LEGO bringt starke Wissenschaftlerinnen heraus

Die Mutter von Charlotte schickte den starken Brief ihrer Tochter an die Internetseite „Sociological Images“, die Internetnutzer dazu auffordert, gesellschaftliche Beobachtungen in Form von Bildern, Texten oder Videos einzusenden und diese dann publik macht. Über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete sich der kritische Brief rasend schnell und wurde bisher bereits über 3,000 Mal geteilt. Auch die Firma LEGO hat die verständliche Bitte der kleinen Charlotte anscheinend erreicht, denn nun brachte der dänische Spielzeugkonzern in der Reihe LEGO Ideas, in der Privatpersonen Unterstützer für ihre persönlichen Spielideen suchen können, das „Research Institute“ heraus. Drei Wissenschaftlerinnen auf den Gebieten der Paläontologie, Chemie und Astronomie erforschen mit Teleskop, Lupe und Reagenzgläsern bewaffnet die Welt und nehmen die Kinder mit in die spannende Welt der Wissenschaft. Die Idee zum neuesten LEGO-Produkt wurde von der Geowissenschaftlerin Ellen Kooijman unter den Nutzernamen Alatariel eingereicht und war binnen weniger Stunden ausverkauft.

Mädchen wollen keine pinken LEGO-Steine

Im Zuge des Briefes von der 7-jährigen Charlotte wurde im Internet viel über genderspezifisches Spielzeug diskutiert. Während gerade die Firma LEGO in den 1980er Jahren mit den universellen Spielesets warb und Spaß für Groß und Klein versprach – völlig unabhängig vom Geschlecht – fiel vor allem die Reihe LEGO Friends, die eigens für Mädchen konzipiert wurde, immer häufiger in die Kritik für die stereotypen Darstellungen von Frauen. Ob der Brief von Charlotte nun der Anstoß war, dass die Firma auch starke Frauenfiguren in interessanten Jobs herausbringt, ist natürlich nicht klar, aber wenn schon den Kleinen auffällt, dass sie in eine klischeehafte Rollenvorstellung gedrängt werden, ist es höchste Zeit, dass Paläontologinnen, Chemikerinnen und Co. keine Seltenheit mehr auf dem Spielzeugmarkt darstellen. Gut also, dass das Team von LEGO-Wissenschaftlerinnen schon bald wieder erhältlich sein soll!

Mit ihrem beherzten Brief macht die 7-jährige Charlotte darauf aufmerksam, dass es viel mehr männliche LEGO-Figuren gibt und diese interessante Berufe haben und Abenteuer erleben, während die weiblichen Gegenstücke Zuhause sitzen, einkaufen und höchstens einmal an den Strand fahren. Als Antwort darauf brachte der Spielehersteller nun ein Team von Wissenschaftlerinnen heraus, das im Labor und auf Expeditionen unsere Erde erforscht.


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