Leihmutterschaft erlauben?

Einige Parlamentarier der FDP fordern, die bislang in Deutschland verbotene Leihmutterschaft hierzulande zu erlauben. Auch die Aufhebung der so genannten „Dreierregelung“ bei der künstlichen Befruchtung sowie die Samenspende von Toten werden fraktionsintern diskutiert.

Neben der Leihmutterschaft, bei der ein Paar sein Kind von einer andern Frau austragen lässt, stehen auch Änderungen der Regeln für künstliche Befruchtung zur Diskussion. Hier geht es darum, dass die Befruchtung einer Eizelle mit dem Samen eines Verstorbenen erlaubt werden soll. Darüber hinaus ist auch die bereits viel diskutierte „Dreierregel“ Thema der neuen Debatte. Diese Regel besagt, dass die Ärzte bei der künstlichen Befruchtung drei befruchtete Eizellen in den Mutterleib einsetzen. Eine Alternative wäre der Single-Embryonen-Transfer, bei dem nur einer von mehreren im Reagenzglas kultivierten Embryonen eingesetzt wird.

Medizinische Hilfe bei Leihmutterschaft strafbar

Während die Leihmutterschaft bereits in vielen Ländern erlaubt ist, drohen Ärzten, die im Rahmen einer Leihmutterschaft medizinisch tätig werden, gemäß dem Embryonenschutzgesetz hierzulande Geldstrafen und Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren. Die Auftraggeber sowie die Leihmutter hingegen bleiben straffrei. Auch auf die Befruchtung einer Eizelle mit dem Samen eines verstorbenen Mannes stehen zum Teil empfindliche Strafen. Die Umgehung der Dreierregelung ist momentan ebenfalls gesetzeswidrig und steht unter Strafe.

Gesetzesänderung angestrebt

Politiker fordern ein neues Gesetz zur Fortpflanzungsmedizin


Leihmutterschaft per Gesetzesänderung erlauben

Die Forderungen der FDP-Politiker gründen auf der Ansicht, dass es in Deutschland Zeit für ein liberaleres Fortpflanzungsgesetz ist. Die Parlamentarier äußerten sich zudem dahingehend, dass sie auch mit Politikern anderer Parteien bereits im Gespräch seien. Wird man sich einig, kann es zu einem parlamentarischen Antrag für ein Fortpflanzungsmedizingesetz kommen. Bei der folgenden Abstimmung würden die Politiker dann ohne Fraktionszwang abstimmen.

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