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Mamakind: Wenn Papa zur zweiten Wahl wird

Besondere Bindung

Mamakind: Wenn Papa zur zweiten Wahl wird

Die Verbindung zwischen Mama und Kind ist einzigartig: Von der ersten Sekunde an wird es geliebt und getragen, lauscht dem Herzschlag der Mutter und fühlt sich sicher und geborgen. Aber irgendwann entdecken die Kleinen ihre Autonomie und nabeln sich ganz langsam im wahrsten Sinne des Wortes von Mama ab. Es gibt allerdings Kinder, denen das schwerer fällt als anderen: sogenannte Mamakinder. Wir erklären, was es mit dem Mamakind auf sich hat und wie ihr als Eltern die Bindung zu Papa stärken könnt.

Was ist ein Mamakind?

Ganz gleich, um was es geht: Kinderwagen schieben, füttern, Windeln wechseln oder ins Bett bringen – immer musst du das übernehmen. Dein Kind will stets in deiner Nähe sein, Papa wird als Ersatz nur schwer akzeptiert? Dann hast du vielleicht ein Mamakind. Aber eines vorweg, um dich zu beruhigen: Grundsätzlich ist jedes Kind erst mal ein Mamakind.

Die Evolution ist schuld!

Schon im Bauch ist das Baby von der Mama abhängig: Du ganz allein bist es, dass es zum Wachsen und schließlich nach neun Monaten unter deinem Herzen, auf die Welt bringst. Solltest du stillen, wird dein Kleines in den ersten Lebensmonaten ganz auf deine Muttermilch angewiesen sein, um sich weiter entwickeln zu können. Generell lässt sich sagen, dass Kinder in den ersten Lebensmonaten ganz genau spüren, wer für sie da ist. Solltest du als Mama diejenige sein, die hauptsächlich für das Neugeborene verantwortlich ist, wird das innige vorgeburtliche Band zwischen euch aufrecht gehalten. Und dieses benötigt dein Kleines, um sich sicher und geborgen zu fühlen.

Mamakind oder doch nur eine Phase?

Um den fünften Lebensmonat herum ist das Baby in der Lage, auch andere Bezugspersonen außer Mama zu akzeptieren. Aber auch das muss es erst mal lernen! Neben dem Papa können das auch größere Geschwister oder die Großeltern sein. Nicht nur du als Mama, auch der Papa des Kindes kann die Welt eures Kleinen aktiv erweitern – dafür müssen sich die beteiligten Personen aber auch Zeit nehmen. Mamakinder sind meistens sehr sensibel, sodass ihr nichts überstürzen solltet!

Aber auch Kinder, die sich bereits ein großes Stück von ihrer Mama abgenabelt haben, können phasenweise wieder zu Mamakindern werden. Das passiert meistens dann, wenn eine große Veränderung ins Leben der Kleinen tritt: die Eingewöhnung in Krippe oder Kita, die Geburt eines Geschwisterchens oder einfach auch ein großer Entwicklungssprung. Mach dir nicht so viele Gedanken, wenn dein Kleines plötzlich wieder sehr an dir hängt. Das ist meistens nur eine Phase und geht wieder vorbei. Wichtig ist jetzt, dass du deinem Kind die Nähe gibst, die es einfordert. Vergiss dabei aber auch nicht, immer mal wieder Papa oder die Großeltern einzubeziehen – beispielsweise indem ihr alle zusammen kuschelt.

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Wie kann ich die Beziehung zum Papa stärken?

Du befürchtest, dass dein Kind sehr auf dich fixiert ist? Kein Wunder, dass du dich gestresst und ausgelaugt fühlst, wenn der Vater deines Kindes dir nicht helfen darf und kann. Mit ein paar kleinen Übungen könnt ihr eurem Mamakind deutlich machen, dass auch Papa ein prima Kerl zum Kuscheln und Trösten ist:

  1. Beobachtet und analysiert zunächst euer Verhalten: Was machst du beispielsweise anders, wenn dein Kind weint? Wie verhält sich Papa, wenn euer Kleines Trost sucht? Erst wenn ihr euch bewusst macht, warum euer Kind ein Mamakind ist, könnt ihr das ändern.
  2. Ermutigt euer Kind: Euer Kleines kommt schon wieder mit einer Bitte oder Aufgaben zu dir gerannt? Dann ermutige es, damit zu Papa zu gehen. Benutze dabei zum Beispiel folgende Formulierungen: „Papa kann das genauso gut wie ich!“, „Ich glaube, Papa würde dir jetzt sehr gerne helfen!“, „Frag mal Papa, der freut sich schon, das mit dir zusammen auszuprobieren!“
  3. Plant Papa-Kind-Zeiten ein: Um es eurem Mamakind leichter zu machen, sich von dir zu lösen, sind feste Zeiten mit Papa sinnvoll. Vielleicht gibt es eine bestimmte Aktivität, die der Vater gerne mit dem Kind machen möchte? Oder einen Kurs, auf den beide Lust haben? Damit wird nicht nur die Bindung zwischen Vater und Kind gefestigt, sondern Mama kann sich gleichzeitig eine kleine Auszeit gönnen!
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Unser Tipp: Wenn ihr als Eltern mit der Situation überfordert seid oder keine Lösung findet, holt euch professionelle Hilfe! Eine Erziehungsberaterin kann eure Situation als Außenstehende oft schnell analysieren und euch konkrete Ratschläge an die Hand geben!

Werden aus Mamakindern selbstbewusste Erwachsene?

Wie du jetzt weißt, ist es gar nicht so schlimm, ein Mamakind zu haben. Die meisten Kleinen fordern irgendwann ganz von alleine mehr Abstand ein. Mach dir also keine Sorgen, dass dein Kind womöglich ewig „klammert“. Eure Beziehung kann bis ins Erwachsenenalter eine ganz besondere bleiben. Das bedeutet keinesfalls, dass dein Kind nie auf eigenen Beinen stehen wird. Denn auch aus sehr anhänglichen Mamakindern werden selbstbewusste Erwachsene, die noch lange von der Liebe und Geduld ihrer Eltern zehren.

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Bildquelle:

GettyImages/Adriana Samanez/500px

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