Maskenmann-Prozess

Der Prozess gegen den als „Maskenmann“ bekannt gewordenen Kindermörder Martin N. geht weiter. Dabei kommen immer mehr verstörende Details ans Tageslicht.

Am Montag, den 21. November, ging der Prozess um den sogenannten Maskenmann weiter. Vor dem Stader Landgericht wurden mehrere Zeugen gehört, die von Martin N. überfallen worden waren. Ihre Aussagen bringen neue Fakten und verstörende Details ans Licht.

Maskenmann: Opfer machen Aussage

Mehrere Opfer von Martin N. berichteten im Zeugenstand detailliert über die Grausamkeiten, die der Pädagoge ihnen angetan hatte. Auch wenn während der Aussage die Erinnerungen wieder hochkamen, bewerteten sie den Prozess dennoch als Möglichkeit der Verarbeitung, da der „Maskenmann“ nun endlich ein Gesicht bekomme. Dieser hat den Großteil seiner Taten gestanden und hörte den emotionalen Aussagen seiner Opfer scheinbar gleichgültig zu.

Maskenmann auf die Spur gekommen

Dem Maskenmann, der über 20 Jahre lang sein Unwesen trieb, waren die Ermittler durch eine spontane Erinnerung eins seiner Opfer auf die Spur gekommen. Dem heute 26-jährigen war wieder eingefallen, dass er 1995 eine Skizze seines Wohnhauses für einen der Betreuer einer Ferienfreizeit anfertigen sollte. Wenige Monate später stand nachts der „Maskenmann“ an seinem Bett und griff dem Jungen in die Hose. Erst nach lautem Schreien seiner Schwester, die neben ihm schlief, flüchtete der Angreifer.

Mehrere Opfer des „Maskenmanns“ sagten vor Gericht aus

Der „Maskenmann“ blieb bei den Aussagen seiner Opfer regungslos


Maskenmann drang in Häuser ein

Auch andere Jungen wurden vom Maskenmann zu Hause überrascht und dort sexuell missbraucht. Er sei recht forsch, wenn nicht aggressiv ins Haus eingedrungen, berichtete eines der Opfer. Martin N. hatte über Jahre hinweg Kinder auf Freizeiten kennengelernt und sie später in ihren Heimatorten überfallen. Da er stets eine Maske trug, wurde er jedoch nie erkannt. Seinen ersten Mord am 13-jährigen Stefan J. beging der Pädagoge im Alter von nur 21 Jahren, diesen verschleppte er aus einem Internat. Danach wurde er noch zwei weiter Male zum Mörder. Die Eltern der getöteten Jungen fordern lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung für den Maskenmann.

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