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Mehr Rechte für intersexuelle Menschen

Schutz der Menschenrechte

Mehr Rechte für intersexuelle Menschen

Der Ethikrat hat nun seine Stellungnahme zum Thema Intersexualität veröffentlicht. Es soll ein drittes Geschlecht anerkannt werden.

Vielen ist nicht bekannt, dass es intersexuelle Menschen gibt. Intersexuell bedeutet, dass man nicht eindeutig als Mann oder Frau geboren wird. Daher haben Ärzte und Eltern bisher oft gleich nach der Geburt oder im frühen Kindsalter die Wahl für das Kind getroffen und durch einen operativen Eingriff, die ungewünschten Geschlechtsmerkmale entfernen lassen. Damit soll jedoch bald Schluss sein. Mit der Übergabe der Stellungnahme des Ethikrats an die Bundesregierung geht eine einjährige Diskussion zu Ende. Die Regierung erteilte Anfang 2011 dem Deutschen Ethikrat den Auftrag, eine Stellungnahme zu erarbeiten. Die Initiative dazu kam von einem UN-Ausschuss, der die Bundesregierung dazu aufforderte, die Menschenrechte von intersexuellen Menschen in Deutschland besser zu schützen.

Selbstbestimmung des Geschlechts

Intersexualität wird bald gesetzlich anerkannt.
Man nimmt an, dass zwischen 8000 und 10000 Menschen in Deutschland ein intersexuelles Geschlecht haben.

In Zukunft soll ein drittes Geschlecht anerkannt werden, um intersexuellen Menschen endlich einen Platz in der Gesellschaft zu gewährleisten. Jedoch bleiben die meisten Betroffenen nicht ihr Leben lang eine Mischung aus Mann und Frau, sondern fühlen sich im Laufe ihres Lebens mehr als das eine oder das andere. Deswegen sei es auch so fatal, die Babys einfach in ein von Ärzten und Eltern bestimmtes Geschlecht „rein zu operieren“. Denn laut „Die Welt“ erklärte der Ethikrat, dass diese Operationen in das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die Wahrung der geschlechtlichen Identität und das Recht auf eine offene Zukunft eingriffen. Oft fühlen sich „gemachte“ Mädchen nämlich später viel mehr wie ein Mann und müssen dann entweder damit leben oder sich nochmals schwierigen Operationen und Hormonbehandlungen stellen. Um dies zu verhindern, soll die Verstümmlung bzw. Kastration der Kinder gestoppt werden und ihnen selbst überlassen werden, welches Geschlecht sie im Alter annehmen wollen. Laut dem Ethikrat seien es nämlich nicht diese Menschen, mit denen etwas nicht stimme; das Problem sei vielmehr eine engstirnige Einstellung der Gesellschaft.

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