Migrantenkinder meiden Betreuung

Migrantenkinder sind seltener in Kitas untergebracht und werden weniger von Tageseltern betreut. Die Betreuung findet dafür häufiger zu Hause statt.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat aufgezeigt, dass viel weniger Migrantenkinder das Betreuungsangebot in Deutschland nutzen als vergleichbare Kinder mit deutschen Eltern.

Migrantenkinder bleiben eher zu Hause

Nur 14% der Migrantenkinder nutzen das Angebot von Tageseltern und Kitas, dagegen gehen rund 30% der Kinder ohne Migrationshintergrund in eine Kita oder werden von Tagesmüttern und -Vätern betreut. Oft werden die Migrantenkinder ausschließlich zu Hause betreut. 85% der drei- bis fünfjährige Kinder mit ausländischen Eltern sind in einer externen Tagesbetreuung. In der gleichen Altersgruppe sind es jedoch 97% der Kinder mit deutschen Eltern, die Tageseltern haben oder in eine Kindertagesstätte gehen.

Kinder mit Migrationshintergrund

Es gibt weniger Migrantenkinder in den Kindertagesstätten


Geld als Grund Migrantenkinder zu Hause zu betreuen

Ein Grund dafür könnten die Betreuungskosten sein, so Memet Kilic, Sprecher für Integrations- und Migrationspolitik. Es müssten Hürden wie das Betreuungsgeld abgebaut werden, „die gerade Familien mit Migrationshintergrund noch davon abhalten, ihre Kinder in Kitas zu bringen“, sagte Manuela Schwesig, die stellvertretende SPD-Vorsitzende.

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