Missbrauch in bayrischen Schulen verhindern

Um Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in Schulen zu verhindern und besser aufzuklären, hat das Kabinett nun einen entsprechenden Gesetzesentwurf zum Schutz von Schülern beschlossen. Vor allem Lehrkräfte und schulische Mitarbeiter sollen strengen Kontrollen unterliegen.

Missbrauch an Schulen verhindern

Missbrauch an Schulen in Bayern verhindern

Seit dem Frühjahr 2010 arbeiten bereits mehrere Arbeitsgruppen an Lösungsansätzen für mehr Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in bayrischen Schulen. Gestern beschloss das Kabinett einen Gesetzesentwurf zur Verhinderung und Aufklärung von sexuellen Übergriffen an Schülerinnen und Schülern. „Der Freistaat hat umgehend auf die im vergangenen Jahr bekannt gewordenen Fälle von Gewalttaten und sexuellem Missbrauch reagiert, um Kinder und Jugendliche besser vor sexuellen Übergriffen an Schulen zu schützen“, erklärte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.

Der Gesetzesentwurf sieht vier wesentliche Punkte zum besseren Schutz von Schülern vor. Lehrkräfte, die sich an einer Privatschule bewerben, sollen künftig ein erweitertes Führungszeugnis vorweisen. So soll eine Beschäftigung von Lehrkräften verhindert werden, die bereits wegen eines Sexualdelikts oder wegen Missbrauch von Schutzbefohlenen verurteilt wurden. Die gleiche Regelung soll zudem für sonstige schulische Mitarbeiter mit erzieherischen oder pflegerischen Aufgaben wie zum Beispiel heilpädagogische Förderlehrer gelten.

Zusätzlich besteht künftig eine Unterrichtungspflicht an das Jugendamt, sobald Tatsachen bekannt werden, die das Wohl von Schülern ernsthaft gefährden könnten. Diese Regelung gilt für Privatschulen gleichermaßen wie für öffentliche Schulen. Als letzte wesentliche Änderung werden die Kompetenzen der Schulaufsichtsbehörde erweitert. Sie soll in Zukunft Schulleitern, einzelnen Lehrkräften oder schulischen Mitarbeitern die Tätigkeit an der Schule untersagen können.

Der Gesetzentwurf wird nun dem Landestag vorgelegt und soll laut Kultusminister Spaenle so schnell wie möglich verabschiedet werden. 2010 wurden zahlreiche Missbrauchsfälle an bayrischen Schulen bekannt. Vor allem kirchliche Schulen und Privatschulen gerieten dabei in den Fokus der Öffentlichkeit.


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