Nicht jeder Karottensaft ist unbedenklich

In ihrer November-Ausgabe 2013 hat die Zeitschrift „Öko-Test“ Karottensaft für Babys und Kleinkinder getestet. Dabei erreichten insbesondere die bekannten Hersteller bedenkliche Werte. In einem Karottensaft von Alete wurden sogar Spuren eines Stoffes entdeckt, der auch in Reinigungsmitteln verwendet wird.

„Ohne Farb- und Konservierungsstoffe“, so bewerben bekannte Marken gerne ihre Produkte. Speziell bei Babynahrung ist den Verbrauchern diese Versicherung der Hersteller wichtig, legen viele Eltern doch besonderen Wert darauf, ihre Kinder gesund zu ernähren. Eine Studie von „Öko-Test“ hat nun allerdings aufgedeckt, dass in zwei Karottensäften der Marken Alete und Hipp potentiell schädliche Stoffe enthalten sind. Getestet wurde der Karottensaft von sieben verschiedenen Marken. Die zwei auffälligen Säfte sind laut „Öko-Test“ nicht zu empfehlen, da sie zu hohe Benzol-Werte erreichten. Der „Alete für Genießer Karottensaft, Bio“ enthalte darüber hinaus noch Spuren des Stoffs DDAC, der auch in Reinigungsmitteln und zur Pestizidbekämpfung eingesetzt werden kann. „Öko-Test“ stufte den Karottensaft daraufhin als „nicht verkehrsfähig“ ein.

Immer noch zu viel Benzol im Karottensaft

Bei der Bewertung des Benzol-Wertes im Karottensaft orientierte sich „Öko-Test“ an den Richtwerten für Trinkwasser, da es speziell für Säfte noch keinen offiziellen Wert gibt. Während fünf der sieben Produkte den Wert ohne Probleme einhielten, überschritten ihn die restlichen zwei Säfte eindeutig. Wie das Benzol in den Karottensaft kommt, ist bekannt. Da die Hygienevorschriften bei Babynahrung deutlich höher sind, als bei anderen Produkten, muss der Karottensaft länger erhitzt werden. Hierbei entsteht der giftige Stoff. Benzol wirkt bereits bei geringen Dosen keimzellschädigend und kann Krebs auslösen. Der im Karottensaft von Alete zusätzlich aufgefundene Reinigungsmittelwirkstoff DDAC kann durch die Desinfektion der Herstellungsgeräte in den Karottensaft gelangen, wenn die Maschinen nicht ausreichend mit Wasser nachgespült werden.

Junge trink Kartoffelsaft

Karottensaft schmeckt! Doch ist er auch immer bedenkenlos zu genießen?


Hipp hält seinen Karottensaft für unbedenklich

Trotz der eindeutig zu hohen Benzol-Werte geht das Unternehmen Hipp nicht von einem Gesundheitsrisiko durch seinen Karottensaft aus. Aufgrund des Herstellungsverfahrens von Karottensaft seien Werte in diesem Bereich sogar erwartbar und nicht zu vermeiden. Die geringen Werte der Konkurrenz zeigen jedoch, dass sich der Anteil des Benzols in Karottensaft bei entsprechend milderen Herstellungsverfahren auf ein gesundheitlich unbedenkliches Maß verringern lässt. Besonders gut schnitten hierbei der „Babydream Bio 100% Direktsaft Karotte“ und „Kinella Karotte Bio Saft“ ab. Immerhin: Alete stellte bereits für 2014 eine Besserung ihres Benzol-Wertes in Aussicht, zu dem Anteil an DDAC im Karottensaft äußerte sich die Firma bislang jedoch nicht. „Öko-Test“ empfiehlt Eltern währenddessen, es auch mit selbst gepresstem Saft zu versuchen. Da hierbei der Saft nicht erhitzt werden muss, besteht auch nicht die Gefahr, dass sich Schadstoffe bilden.

Eine neue Studie von „Öko-Test“ hat gezeigt, dass der Karottensaft von Hipp und Alete eine zu hohe Menge an Benzol enthält. Fünf der sieben Säfte schnitten allerdings (sehr) gut ab und sind für Groß und Klein gesundheitlich unbedenklich. „Öko-Test“ spricht sich insbesondere für das Selbstpressen von Karottensaft aus, da Eltern hierbei sicher sein können, dass keine schädlichen Stoffe entstehen.

Bildquelle: © Ekaterina Pokrovsky | Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • Acke am 06.12.2013 um 10:18 Uhr

    Ich hab mal irgendwo gehört von Karottensaft trinken, kriegt man gute Augen, verfärbt sich aber leicht orange 😀

    Antworten
  • mariroma am 02.12.2013 um 09:59 Uhr

    selber machen 🙂 So viel Zeit ist immer 😉

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  • me76 am 17.11.2013 um 17:37 Uhr

    ..."dafür stehe ich mit meinem guten Namen" GUT ist der doch mittlerweile schon nicht mehr.

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  • Nadine1234 am 14.11.2013 um 09:29 Uhr

    Sowas liest man ja mittlerweile beinahe täglich, habs meine ich auch schonmal vor einigen Jahren zu Karottensaft gelesen. Man könnte meinen, irgendwann ändert sich mal was, vor allem wenns um Babynahrung geht.

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