Folgen von Passivrauchen:

Rauchverbot gut für die Gesundheit von Kindern

Rauchverbot gut für die Gesundheit von Kindern

Rauchen ist ungesund für Dich und Dein Baby. Auch Passivrauchen in der Schwangerschaft und in Gegenwart von Kindern hat negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Kleinen. Eine internationale Studie zeigt nun, dass sich das Rauchverbot bereits ein Jahr nach der Einführung positiv auf die Gesundheit von Kindern auswirkt.

Inzwischen gilt in vielen Ländern weltweit ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und Restaurants. Die Gefahren des Passivrauchens reichen von Unwohlsein, über Reizungen der Augen und Atemwege bis hin zu langfristigen gesundheitlichen Problemen. Vor allem für Schwangere ist es wichtig, dass sie ihr ungeborenes Baby keinem Zigarettenrauch aussetzen müssen. Das Rauchverbot an öffentlichen Orten schützt vor ungewolltem Passivrauchen und hat dadurch positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern. Dies zeigt eine internationale Studie, die nun in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Demnach gibt es in Ländern mit Rauchverbot bereits innerhalb eines Jahres nach dessen Einführung sowohl zehn Prozent weniger Frühgeburten als auch weniger behandlungsbedürftige Asthmaanfälle bei Kindern. Außerdem sinkt die Zahl der zu klein geborenen Babys um fünf Prozent, so die Forscher um Dr. Jasper Been von der Maastricht University: „Unsere Studie liefert den klaren Beweis, dass das Rauchverbot erhebliche Vorteile für die pränatale Gesundheit und die Gesundheit von Kindern bietet.“

Rauchverbot: Die Ergebnisse der Studie

Während die positiven Auswirkungen, die das Rauchverbot auf Erwachsene hat, bereits im Zuge seiner Einführung häufig untersucht wurden, ist dies eine der ersten großen Studien dazu, wie die Anti-Rauchgesetze in verschiedenen Ländern die Gesundheit von Kindern beeinflussen. Forscher der Universitäten von Edinburgh, Maastricht, der Harvard Medical School, der belgischen Hasselt University und des Brigham and Women`s Hospital analysierten elf bereits veröffentlichte Studien aus Nordamerika und Europa und untersuchten insgesamt 2,5 Millionen Geburten und 250.000 Fälle im Krankenhaus behandelter Asthmaattacken bei Kindern. Das Ergebnis ist eindeutig: In Ländern mit Rauchverbot sank die Zahl der Frühgeburten sowie die Zahl der Asthmaanfälle bereits im ersten Jahr nach der Einführung um jeweils zehn Prozent. Darüber hinaus wurden etwa fünf Prozent weniger Babys mit zu geringem Geburtsgewicht geboren, als in den Jahren vor dem Verbot. Die untersuchten Studien stammen aus den Jahren 2008 bis 2011. Die geringere Zahl der Frühgeburten zeigt vor allem auch, wie wichtig das Rauchverbot für Schwangere ist, da Passivrauchen während der Schwangerschaft die Entwicklung des ungeborenen Babys beeinträchtigt. Obwohl Kritiker der Studie anmerken, dass ein Rauchverbot am Arbeitsplatz keinen Einfluss auf Kinder habe, da sie vor allem zuhause mit Zigarettenrauch in Berührung kämen, sind die positiven pränatalen Auswirkungen also nicht zu leugnen. Frühere Studien zeigten bereits, dass 40 Prozent der Kinder weltweit vom Rauchen aus zweiter Hand betroffen sind. Dies löst Erkrankungen der Atemwege aus und wird als Hauptauslöser starker Asthmaattacken angesehen. Auch die Langzeitfolgen manifestieren sich bereits im Kindesalter, da Lungen und Immunsystem noch nicht voll entwickelt sind. Wer als Kind permanentem Qualm ausgesetzt ist, hat später ein höheres Risiko an Krebs zu erkranken oder einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Durch das Rauchverbot gibt es weniger Frühgeburten
Das Rauchverbot wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Kindern aus.

Rauchverbot weltweit?

Das Rauchverbot hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern. Trotzdem leben nur etwa 16 Prozent der Weltbevölkerung in einem Land mit aktivem Nichtraucherschutzgesetz. Diese Studie zeigt jedoch, dass es sich schon wegen der niedrigeren Frühgeburtenrate lohnt, den Nichtraucherschutz weiter auszubauen, denn bisher werden noch etwa elf Prozent aller Babys zu früh geboren. Laut einer Studie der World Health Organisation (WHO) sterben sechs Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen des Rauchens. 600.000 der Todesopfer sind Passivraucher, darunter etwa 150.000 Kinder. Das Rauchverbot an öffentlichen Orten ist bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Gesundheitsminister fordern jedoch weitere Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor den Gefahren des Rauchens, wie die Abschaffung von Zigarettenautomaten oder ein Rauchverbot in PKWs, in denen Kinder befördert werden. Erfreulich ist, dass die Einführung des Verbots nicht dazu geführt hat, dass in Privathaushalten mehr geraucht wird. Im Gegenteil: Das öffentliche Rauchverbot scheint ein höheres Bewusstsein um die Gefahren von Zigarettenrauch zu schaffen und Raucher scheinen sich mehr und mehr daran zu gewöhnen, nur noch draußen zu rauchen.

Das Rauchverbot hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Erwachsenen und Kindern. Schon während der Schwangerschaft sind Frauen in Ländern mit Nichtraucherschutz weniger passivem Zigarettenrauch ausgesetzt. Dadurch sinkt die Zahl der Frühgeburten bereits während eines Jahres um zehn Prozent. Auch Asthmaanfälle bei Kindern werden durch ein öffentliches Rauchverbot weniger. Deshalb sollte der Nichtraucherschutz auch in anderen Ländern ausgebaut werden.

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