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Richtige Umgangsformen für Kinder

Höflich bleiben

Richtige Umgangsformen für Kinder

Wenn Kinder lernen, die Welt um sie herum zu verstehen, gehört auch der richtige Umgang mit ihren Mitmenschen dazu. Wo es im Kindergarten oder auch in der Grundschule sprachlich ab und an noch etwas unbeholfen zur Sache gehen kann, wünschen sich Eltern von ihren Schützlingen beim Kontakt mit Erwachsenen oft etwas mehr Etikette. Doch wie bringst Du den Kleinen die passenden Umgangsformen bei?

„Ich will ein Eis!“ „Spielst Du mit mir?“ „Ich bin Lena, wer bist Du?“ Eigentlich ist an diesen Sätzen nichts verkehrt, doch geht es um den Umgang mit Geschäftskollegen, Lehrern oder fremden Menschen in der Straßenbahn, würde es vielen Eltern wohl besser gefallen, wenn ihre Kinder einen gepflegteren Sprachgebrauch an den Tag legen würden.

Erwarte nicht zu früh zu viel
Erwarte nicht zu früh zu viel

Wann ist denn nun aber ein „Sie“ einem „Du“ vorzuziehen und warum muss ich immer grüßen, wenn ich einer Autoritätsperson begegne? Was für uns selbstverständlich ist, muss unseren Kids erst noch beigebracht werden.

Davon auszugehen, dass die Kleinen wissen, dass der Opa natürlich mit „Du“ angesprochen werden darf, der gleichaltrige Fußgänger an der Bushaltestelle aber nicht, ist ein Trugschluss. Kinder nehmen die Welt mit anderen Augen wahr und entwickeln Schemata. Passen diese nicht zu ihrem Verständnis, sind die Eltern gefragt. Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung hat ein paar einfache Tipps, wie korrekte Umgangsformen beigebracht und richtig vermittelt werden können – denn auch hier können Eltern einiges falsch machen.

Selbst richtige Umgangsformen beweisen

Zunächst solltest Du nicht zu viel von Deinem Kind erwarten. „Etwa ab der dritten Klasse sollten Kinder beispielsweise die Lehrer siezen“, verrät der Experte und appelliert außerdem an das Taktgefühl der Eltern. Das Kind sollte demnach nicht in der Öffentlichkeit belehrt werden. Eine ruhige Atmosphäre und eine genaue Erläuterung des Fehlers sind hilfreich, damit Dein Kind Deinen Wunsch schnell umsetzen kann. Des Weiteren kann es auch nicht schaden, selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen: „Je freundlicher und höflicher die Eltern sind, desto mehr übernimmt ein Kind das“, rät Ritzer-Sachs. Mit etwas Zeit, Geduld und Verständnis sollte diese sprachliche Hürde also schnell genommen werden können.

Richtige Umgangsformen spielen im Leben von Kindern kaum eine Rolle, sodass Du nicht zu streng mit Deinen Liebling sein solltest. Erkläre ihm in aller Ruhe, wann ein „Sie“ angebracht ist und so wird Dein Mädchen oder Dein Junge schon bald einen noch besseren Eindruck bei Deinen Bekannten hinterlassen.

Bildquelle: iStock/evgenyatamanenko

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