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Babys erkrankt

Säuglinge in Bremer Klinik gestorben

Säuglinge in Bremer Klinik gestorben

In Bremen kamen 15 Säuglinge mit gefährlichen Keimen in Kontakt. Drei Babys starben, vier sind immer noch krank.

Im Klinikum Bremen-Mitte starben drei Säuglinge an multiresistenten Keimen. Über verunreinigte Nährmittellösungen sollen die Säuglinge mit den Keimen in Berührung gekommen sein. Alle drei Kinder waren Frühchen und wogen bei ihrer Geburt nicht einmal 1000 Gramm. Die gefährlichen ESBL-Keime wurden bei 15 weiteren Neugeborenen festgestellt. Bei acht Kindern brach der Erreger nicht aus. Von den anderen sieben Babys sind vier immer noch schwer krank, schweben laut Diethelm Hansen (Geschäftsführer des Klinikverbunds) jedoch nicht in Lebensgefahr.

Wodurch Säuglinge infiziert wurden, bleibt unklar

Wie genau die Keime in das Krankenhaus gelangt sind ist noch ungeklärt. Die genaue Quelle zu ermitteln, erweist sich als schwierig. Die Frühchenstation wurde geschlossen und ein Krisenteam des Robert-Koch-Institutes versucht nun die Herkunft der Keime zu klären. Als Träger könnten sowohl Menschen als auch Gegenstände in Frage kommen. Bislang wurden Wasser, Nahrung, Desinfektionsmittel, die Hände des Personals und die Bettgestelle ohne Ergebnis untersucht.

Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwochnachmittag die Ermittlungen aufgenommen. Bereits Ende Juni wurden die Keime bei einem Säugling festgestellt. Angeblich verschwanden die Erreger und treten nun jedoch wieder gehäuft in der Klinik auf. Das Ende Juni erkrankte Baby verstarb im August. Zwei Jungen und ein Mädchen erlagen den Keimen.

Säuglinge mit Keimen angesteckt
Schon wieder haben sich Säuglinge in Bremen mit ESBL-Keimen infiziert

Auch in anderen Krankenhäusern starben Säuglinge

Anfang Oktober verstarb in Passau bereits ein Frühchen an den multiresistenten Keimen. Der Junge war gerade wenige Wochen alt und kam schwer krank auf die Welt. Drei andere Babys überlebten. Im September starben zwei Säuglinge an einer Blutvergiftung, die durch die Keime hervorgerufen wurde. Ein weiterer Säugling wurde nicht obduziert. Alle drei Kinder kamen wegen Grunderkrankungen in die Klinik. Die Ermittlungen laufen noch.
Auch in Mainz starben bereits 2010 drei Neugeborene an verunreinigten Infusionen. Die Ermittlungen wurden eingestellt, da man der Klinik damals kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten nachweisen konnte.

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