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Eltern müssen sich informieren

Schilddrüsenunterfunktion bei Kindern

Schilddrüsenunterfunktion bei Kindern

Bereits Kinder und Jugendliche können an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden. Es gibt Anzeichen, anhand derer Eltern eine Erkrankung frühzeitig erkennen können.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich in jedem Alter entwickeln. Auch Kinder und Jugendliche können bereits betroffen sein, wie Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Kölner Berufsverband der Kinder- und Jungendärzte (BVKJ) erklärt. Die Folgen, die eine Schilddrüsenunterfunktion für Kinder und Jugendliche haben kann, sind häufig schwerer als bei Erwachsenen. Je jünger das Kind beim Auftreten der Schilddrüsenunterfunktion ist, desto gravierender kann sich die Erkrankung auf seine Entwicklung auswirken. Während bei Jugendlichen die Pubertät durch eine Schilddrüsenunterfunktion verzögert eintreten und von depressiven Verstimmungen begleitet sein kann, kann es bei Babys in schweren Fällen sogar zu Wachstumsstörungen oder Verzögerungen der geistigen Entwicklung kommen, wie Nentwich erläutert. Deshalb werden insbesondere Neugeborene nach der Geburt inzwischen automatisch im Hinblick auf eine Schilddrüsenunterfunktion getestet, um Entwicklungsstörungen frühzeitig entgegenwirken zu können. Doch auch Eltern sollten sich über das Thema Schilddrüsenunterfunktion informieren, um deutliche Anzeichen für die Erkrankung frühzeitig erkennen zu können.

Schon Kinder und Jugendliche können an einer Schiddrüsenunterfunktion leiden.
Eltern sollten bei ersten Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion den Arzt konsultieren.

Eine Schilddrüsenunterfunktion bei Kinder erkennen

Eine Schilddrüsenunterfunktion geht mit einer Reihe von Anzeichen einher, die auch Eltern oder Kinder selbst erkennen können. Verzögert sich bei Teenagern die Pubertät, haben Mädchen beispielsweise eine sehr unregelmäßige und besonders starke Regelblutung, ist es sinnvoll, die Schilddrüse testen zu lassen. Zu den Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion, die sowohl bei Kinder und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen auftreten, gehört ein aufgedunsenes Gesicht mit geschwollenen Augen. Trockene, schuppige und sich häufig kalt anfühlende Haut kann ebenfalls ein Anzeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Zudem kann die Stimme heiser klingen. Nimmt eine Person ohne erkennbaren Grund plötzlich stark zu, obwohl keine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten stattgefunden hat, könnte eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegen. Prof. Hans-Jürgen Nentwich rät Eltern, bei ersten Anzeichen nicht zu zögern: „Beobachten Eltern diese Anzeichen, sollten sie dem Kinder- und Jugendarzt davon berichten. Eine Unterfunktion lässt sich leicht über das blut erkennen und mit Medikamenten behandeln“. Wird bei einem Kind tatsächlich eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert, ist diese leicht in den Griff zu bekommen. Zwar müssen Betroffene meist ein Leben lang entsprechende Medikamente einnehmen, können dadurch aber ein nahezu beschwerdefreies Leben führen.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann bereist bei Kindern und Jugendlichen auftreten. Eltern sollten sich über mögliche Anzeichen informieren und bei einem Verdacht den Kinder- und Jugendarzt zu Rate ziehen. Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, sollte sie frühzeitig behandelt werden, damit es nicht zu einer Beeinträchtigung der kindlichen Entwicklung kommt.

Bildquelle: Dreamstime.com

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