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Schlafbedarf: Wie viele Stunden Schlaf braucht mein Kind?

Gute Nacht

Schlafbedarf: Wie viele Stunden Schlaf braucht mein Kind?

„Wie viel Schlafbedarf hat mein Kind?” Diese und weitere Fragen im Bezug auf die Menge an Schlaf für kleine Kinder stellen sich viele Eltern. Wir haben die wichtigsten Informationen für dich zusammengefasst.

Wie viel sollte ein Kind schlafen?

Es existieren unzählige Meinungen darüber, wie viel Schlaf ein Kind braucht. Oft wird das Quengeln beim Zubettgehen der Kleinsten als Übermüdung eingeschätzt, sodass die Kinder am Folgetag noch früher ins Bett gehen sollen. In vielen Fällen ist das aber gar nicht nötig - manchmal brauchen Kinder einfach ein bisschen weniger Schlaf als wir glauben.

Auch, wenn der Schlafbedarf bei Kindern individuell sein kann, gibt es grobe Richtwerte, an die sich die meisten Eltern und auch Ärzte halten. So sagt man, dass…

… Neugeborene bis zu 3 Monaten eine Schlafenszeit von 15-18 Stunden benötigen.

… Babys ab 4 Monaten eine Schlafenszeit von 12-15 Stunden benötigen.

… Kinder im Alter von 2 Jahren eine Schlafenszeit von 12-13 Stunden benötigen.

… Kinder im Alter von 4 Jahren eine Schlafenszeit von 11-12 Stunden benötigen.

… Schulkinder circa 10 Stunden Schlaf benötigen.

Je älter dein Kind wird, desto eher passt es sich an den Tag-Nacht-Rhythmus an. Das bedeutet, dass dein Kind viel mehr in der Nacht schläft und am Tag immer weniger. Während viele Kleinkinder nur noch Mittagsschlaf machen, haben Neugeborene teilweise bis zu 6 oder sogar noch mehr Schlafphasen am hellichten Tag.

Wenn du merkst, dass sich der Schlafrhythmus deines Kindes verändert, kannst du aktiv dabei mithelfen, dass es besser schläft. Bringe deinen Nachwuchs früher ins Bett oder etwas später - hier ist manchmal einfach ausprobieren angesagt.

Wie lange brauchen Kinder Mittagsschlaf?

Neugeborene Babys schlafen gefühlt den ganzen Tag und haben nur alle paar Stunden eine Wachphase. Mit den Monaten und Jahren werden diese Schlafzeiten während des Tages immer weniger, bis Kleinkinder eigentlich nur noch Mittagsschlaf brauchen. 

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem Mittagsschlaf aufzuhören?

Viele Kinder machen noch bis sie drei oder vier Jahre alt sind Mittagsschlaf. Sogar manche Schulkinder brauchen eine Ruhephase im Laufe des Tages. Dabei müssen Kinder aber nicht zwingend schlafen: Viele Kleinkinder schauen sich ein Buch an oder hören ein Hörspiel. 

Ob dein Kind noch Mittagsschlaf benötigt, kannst du am besten selbst einschätzen. Ist dein Kind mittags müde und möchte freiwillig schlafen oder ist es eher ein gezwungenes Ruhen? Oft erkennst du den überflüssigen Mittagsschlaf auch am Abend. Ungewöhnlich fitte und wache Kinde haben häufig tagsüber zu viel geschlafen und sind daher am Abend ausgeruht und wollen noch länger wach bleiben.

Dass ein Kind abends nicht schlafen möchte, muss aber nicht zwingend am Mittagsschlaf liegen. Viele Kleinkinder sind abends noch aktiv, obwohl sie müde sind, weil sie den Tag nicht beenden wollen. Unzählige Impressionen prasseln tagtäglich auf sie ein, die Kinder wie ein Schwamm aufsaugen. War der Tag besonders toll, neigen Kinder dazu, abends nicht schlafen zu wollen. Sie könnten ja die nächste tolle Sache verpassen.

Um herauszufinden, woran die Wutanfälle, schlechte Laune, Müdigkeit oder das Quengeln liegen, können Eltern einen Schlafkalender führen. Darin wird eingetragen, wann der Nachwuchs ins Bett gegangen ist, ob es (kurze oder lange) Wachphasen in der Nacht gab, wie oft das Kind pro Woche durchschläft, wie lange der Mittagsschlaf geht und wann das Kind morgens von allein aufwacht.

Zusammen mit einigen Informationen zum Tagesablauf kann ein Kinderarzt abschätzen, ob und wie viel du den Mittagsschlaf kürzen oder wieder verlängern solltest, damit dein Kind den optimalen Schlafbedarf auch bekommt. Manchmal muss man auch einfach ein wenig herumprobieren und auf diese Weise herausfinden, welche Bedürfnisse das Kind in der entsprechenden Phase hat.

Mittagsschlaf in der Kita

In vielen Kindergärten und Kitas gibt es feste Schlafenszeiten für die Kleinsten. Das kann zur Qual werden - vor allem, wenn einige Kinder gar keinen Mittagsschlaf mehr brauchen oder in einer großen Gruppe gar nicht zur Ruhe kommen können. In solchen Fällen sollte ein Arrangement getroffen werden: Die Kinder probieren, ein wenig zu schlafen und/oder wenigstens zur Ruhe zu kommen. Sind sie dem Mittagsschlaf entwachsen, können sie sich leise einer ruhigen Tätigkeit widmen, um auch zu entspannen.

Jedes Kind hat einen anderen Schlafbedarf

Eine Lehrerin aus Amerika hat eine Schlafenszeit-Tabelle erstellt, in der Eltern ablesen können, zu welcher Zeit ihr Nachwuchs ins Bett gehen sollte. Obwohl diese Einschätzung auch mit den Erkenntnissen vieler Wissenschaftler einher geht, sind viele Menschen skeptisch: Wieso sollte mein Kind 18:45 Uhr ins Bett, wenn es erst 19:15 Uhr anfängt, müde zu werden? 

Dieses Beispiel zeigt gut, dass man sich nicht immer auf Tabellen und feste Zahlen verlassen sollte. Jedes Kind ist anders und jedes Kind hat andere Bedürfnisse. Hobbys am späten Nachmittag, Eltern mit langen Arbeitszeiten oder andere Gründe können die Schlafenszeit von Kindern beeinflussen. Und das ist okay, solange dein Sprössling abends müde und am nächsten Morgen munter und fit für den Tag ist. Solltest du dir trotzdem unsicher bezüglich des Schlafbedarfs deines Kindes sein oder leidet dein Kind an Schlafproblemen, kannst du mit dem Kinderarzt darüber sprechen. 

So stärkst du die emotionale Bindung zu deinem Kind

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GettyImages/filadendron

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