Schlafrhythmus: Nicht bei Babys

Schlaf ist in der ersten Zeit mit einem Baby Mangelware. Das liegt vor allem daran, dass Babys in den ersten Lebensmonaten noch keinen Schlafrhythmus haben.

So unterschiedlich Babys auch sein können, eines haben alle jungen Eltern gemeinsam: chronischen Schlafmangel. Der Alltag mit einem Neugeborenen ist oft geprägt von schlaflosen Nächten. Dabei kommen erschöpfte Eltern oft auf äußerst kreative Ideen, um den Nachwuchs zur Ruhe zu bringen. Doch gerade das ist ein Fehler, der schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann, denn die Methoden, auf die Eltern zurückgreifen, um ihren Nachtschlaf zu verteidigen, werden schnell zu Gewohnheiten, die dem eigenständigen Schlaf des Babys alles andere als förderlich sind.

Babys haben noch keinen Schlafrhythmus

Das ist eine Erkenntnis, die sich die meisten Eltern im Alltag mit ihrem Neugeborenen gar nicht bewusst machen. Sie können noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden und orientieren sich deshalb auch nach der Geburt an dem Rhythmus, den sie bereits im Mutterleib hatten. Einen Rhythmus, der Tag und Nacht berücksichtigt, müssen Babys erst erlernen. In den ersten Lebensmonaten schlafen Babys grundsätzlich nicht durch. Sie verbringen fast die gesamte Nacht in einem leichten REM-Schlaf. „Das ist nicht nur normal, sondern auch wichtig für ihr Überleben und ihre Entwicklung“, weiß die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Durch den leichten REM-Schlaf sind Babys in der Lage, die Bedürfnisse ihres Körpers zu erkennen. Eine volle Windel, Hungergefühl, Kälte oder Überhitzung würden in einer tieferen Schlafphase unbemerkt bleiben. Aus der leichten REM-Schlafphase erwachen Babys mehrmals in der Nacht. Das ist völlig normal, beruhigt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte entnervte Eltern. Bis zu einem Alter von fünf Jahren werden Kinder in der Nach noch regelmäßig wach. Mit zunehmendem Alter lernen sie allerdings, selbständig wieder einzuschlafen. Auch Babys sind teilweise schon dazu in der Lage. Sie entwickeln Techniken, mit denen sie sich beruhigen und mit denen es ihnen leichter fällt, wieder einzuschlafen. Das Lutschen am Daumen, an der Faust oder an einem Schmusetuch ist eine häufige Beruhigungstechnik. Eltern können ihr Baby dabei unterstützen, sich nach und nach an einen Schlafrhythmus zu gewöhnen, der in den elterlichen Tag- und Nachtrhythmus passt. Feste Rituale und ein regelmäßiger Tagesablauf, der auf die Grundbedürfnisse des Babys abgestimmt ist, sind der richtige Ansatz.

Schlaflose Nächte können für Eltern und Kinder sehr anstrengend sein.

Einen Schlafrhythmus muss ein Baby erst erlernen.


Schlafrhythmus: Keine Teufelskreise schaffen

Für Eltern ist es wichtig, zu verstehen, was ihr Baby möchte, wenn es in der Nacht weint. Nicht immer liegt es an einer vollen Windel, an Hunger oder Durst. Häufig möchte ein Baby, das in der Nacht weint, Aufmerksamkeit und körperliche Nähe haben. Nicht immer ist der Grund des Weinens für die Eltern klar ersichtlich und so besteht die Gefahr, dass mit einem Übermaß an Aufmerksamkeit überkompensiert wird. Schnell schleichen sich so Gewohnheiten ein, die es dem Baby schwerer machen, sich an ein eigenständiges Einschlafen zu gewöhnen. Zwar teilen sich die Meinungen darüber, ob man ein Baby in der Nacht schreien lassen sollte oder nicht, Kinderärzte empfehlen aber einhellig die goldene Mitte. So rät der Mannheimer Kinderarzt Dr. Falko Panzer beispielsweise, in den ersten Lebensmonaten des Babys die Ruhe zu bewahren. „Die Unregelmäßigkeiten beim Schlafen sollte man als Teil der Entwicklung des Babys am besten einfach aushalten“, erklärt der Mediziner. Erst zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat beginne sich nach und nach ein Schlafrhythmus zu festigen. Einmal erworben, müsse dieser allerdings nicht ein Leben lang fortbestehen. Einschneidende Erlebnisse oder auch kleinere Veränderungen im Alltag wie das Zahnen oder eine Krankheit können dazu führen, dass Kinder ihren Schlafrhythmus wieder verändern. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte empfiehlt deshalb, im Alltag auf feste Zubettgeh- und Einschlafrituale zu achten, um dem Schlafrhythmus einen festen Rahmen zu geben. Einschlafhilfen wie das Herumtragen des Babys oder das Einschlafen an der Brust oder im Elternbett sind nach Expertenmeinungen hingegen kontraproduktiv, wenn es darum geht, das Baby beim selbständigen Einschlafen zu unterstützen. Ruhe ist das Schlüsselwort für einen regelmäßigen Babyschlaf. Bereits eine Stunde vor dem täglichen Zubettgehen sollte eine ruhige Atmosphäre geschaffen werden, die dem Baby das Ende des aktiven Tages und den Beginn der Nacht vermittelt. Rituale wie eine Einschlafgeschichte, ein Schlaflied oder ein warmes Bad können das Einschlafen zusätzlich fördern. So lernt nicht nur das Baby, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten, auch den Eltern gelingt so das Abschalten von der Hektik des Tages und die Nacht kann für die ganze Familie wieder erholsam werden.

Neugegorene können ihren Eltern in den ersten Lebensmonaten den Schlaf rauben. Schließlich haben Babys in den ersten Monaten nach der Geburt noch keinen Schlafrhythmus. Ein leichter Nachtschlaf mit häufigen Schlafpausen hilft ihnen bei ihrer Entwicklung und wir ihren Grundbedürfnissen gerecht. Kinderärzte empfehlen Eltern von Neugeborenen, die Ruhe zu bewahren und für feste Schlafrituale zu sorgen, die dem Baby helfen, einen Schlafrhythmus zu entwickeln. So kann der Nachtschlaf für die ganze Familie wieder zur Erholungsphase werden.

Bildquelle: Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • Raspberry79 am 11.06.2013 um 11:09 Uhr

    Auf die unruhigen und durchwachten Nächte bin ich auch noch gespannt, wenn es bei mir los geht. Aber ich denke, das macht man dann ja gern.

    Antworten
  • Stefanie2607 am 23.03.2013 um 09:25 Uhr

    Bei uns fängt das jetzt langsam an mit schlafrhytmus! Unser kleiner ist jetzt drei Monate alt!

    Antworten
  • Kaubonbon80 am 19.03.2013 um 12:19 Uhr

    Das kann man laut sagen. Von Schlafryhthmus keine Spur 🙂

    Antworten