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Nur bayerisch erlaubt

Schule in Passau verbietet „Hallo“ und „Tschüss“

Schule in Passau verbietet „Hallo“ und „Tschüss“

In Passau verbietet eine Schulleiterin an ihrer Schule die Grußfloskeln „Hallo“ und „Tschüss“, um den bayerischen Dialekt zu wahren. Politiker und Schülervertreter sind dagegen.

In der Passauer Mittelschule St.Nikola herrscht seit Januar „Hallo“-, und „Tschüss“-freie-Zone. Die Schulleiterin Petra Seibert will dadurch den bayerischen Dialekt bewahren und ihren Schülern höflicheres Verhalten beibringen. Die vermutlich norddeutschen Ausdrücke „Hallo“ und „Tschüss“ haben sich in den letzten Jahren stark in den Sprachgebrauch der Bayern eingebürgert. Besonders Arbeitgeber und höhergestellte Personen finden diese Art der Begrüßung bzw. Verabschiedung jedoch sehr unangemessen. Deshalb sollen die Schüler gleich versuchen es sich abzugewöhnen, um sich bei der späteren Jobsuche nicht zu blamieren.

Schule in Passau akzeptiert nur rein bayerische Begrüßungen

"Grüß Gott" ist die einzige Begrüßung, die man an der bayerischen Schule noch benutzen darf.

Die Schüler sollen nun, laut der Schulleiterin, in der Schule nur mit bayerischen Begrüßungen, wie zum Beispiel „Grüß Gott“ auskommen. Schüler, Lehrer und auch Politiker sehen die Sache jedoch anders. Klaus Wenzel, Präsident des Bayrischen Lehrerverbandes, findet diese Diskussion, laut der „Süddeutschen“, überflüssig. Er halte die Regelung für sehr kleinkariert. Ein „Hallo“ oder „Tschüss“ sei weder schlimm noch ein Verrat an dem bayrischen Dialekt. Schüler fügten dem hinzu, dass sie selbst wüssten, dass ein lockeres „Hallo“ bei einem Bewerbungsgespräch nicht gut ankomme und sie durch ihre Erziehung oder auch intuitiv wüssten, wie sie sich in verschiedenen Situationen zu verhalten hätten. Wobei sie nochmals betonten, dass für sie das „Hallo“ nicht minder höflich sei, als das gewünschte „Grüß Gott“. Auch die Lehrer ließen nach der „Süddeutschen“ verlauten, dass ihnen ein freundliches „Hallo“ mehr zusagt, als ein gezwungenes „Grüß Gott“.

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