Schule soll reformiert werden

Bildungsministerin Annette Schavan fordert ein zweigliedriges System für die Schule. Die CDU stimmte dem zu und verabschiedet sich damit von früheren Prinzipien.

Annette Schwavan hatte es zuletzt nicht leicht in ihrer Partei. Neben CDU-Größen wie Ursula von der Leyen und Norbert Röttgen geriet sie häufig in den Hintergrund. Nun konnte sich die Bildungsministerin mit ihrer Forderung nach einem zweigliedrigen System für die deutsche Schule durchsetzen.

Schule muss modernisiert werden

Auf dem CDU-Parteitag stellte Schavan am Dienstagnachmittag einen Antrag mit dem Titel „Bildungsrepublik Deutschland“, welcher sich mit der Verabschiedung der Hauptschule beschäftigt und das zweigliedrige Schulsystem anerkennt. Jahrelang hatte sich die CDU gegen die Pläne, das System Schule in Deutschland zu verändern, gewehrt. Nun zieht sie es durchaus in Betracht, gewisse Reformen in diesem Bereich vorzunehmen. Die Schülerzahlen gingen stark zurück, so Schavan, nur noch zwei Prozent der Eltern wollten ihre Kinder auf eine Hauptschule schicken. Das Interesse an dieser Art von Schule schwinde zunehmend.

Neue Reformen der Schule geplant

Ministerin Schavan hielt eine Rede zum Thema Schule auf dem CDU Parteitag


CDU ändert Kurs bei Entscheidungen zum Thema Schule

Die CDU hat sich lange Zeit gegen eine Veränderung des Schulsystems gewehrt. Nun müssen auch die Christdemokraten feststellen, dass sich die Zeiten ändern. Wir würden weniger, älter und bunter, so Schavan in ihrer Rede. Der demographische Wandel sorge dafür, dass es immer weniger Kinder gebe, die zur Schule gingen. Dies gelte besonders für den ländlichen Raum. Man müsse dafür sorgen, dass keine Schere zwischen Stadt und Land entstehe. Daher sei die Zusammenbindung von Haupt- und Realschule unabdingbar. Man wolle damit weiterhin eine Vielfalt an pädagogischen Ansätzen bieten und keinesfalls eine Einheitsschule aufbauen. Am Ende müsse die Leistung in der Schule entscheidend sein, nicht die Herkunft.
Laut Landeschef Marcus Weinberg passe sich die CDU mit diesem Kurs der Wirklichkeit an.

Bildquelle: Getty Images

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