Schule: Trojaner kritisiert

Das Kultusministerium plant den Einsatz einer Software, die illegale digitale Kopien in Schulnetzwerken aufspüren soll. Die Software soll im Frühjahr 2012 in den Schulen zum Einsatz kommen.

Der so genannte „Schultrojaner“, wie die Software im Internet bezeichnet wird, soll von Ländern und Gemeinden dazu genutzt werden, die Netzwerke der Schulen stichprobenhaft zu durchsuchen. Seit dem Jahr 2008 sind digitale Kopien von urheberrechtlich geschützten Texten verboten.

Weniger Kopien an Schulen

Die strittige Software soll von den Schulbuchverlagen an die Schulen geliefert werden. Die Maßnahme resultiert aus einem Vertrag zur Einräumung und Vergütung von Ansprüchen, der 2010 zwischen den Kultusministerien der Länder den Schulbuchverlagen sowie zwei Verwertungsgesellschaften geschlossen wurde. Die Kontrollsoftware soll sich nur auf Schulserver beziehen, Privat- und Arbeitsrechner der Lehrpersonen sollen nicht kontrolliert werden.

Kontrollsoftware für Schule

Eine neue Software soll digitale Kopien an Schulen aufspüren.


Kritik an Software in Schule

Eine Vielzahl von Internetnutzern darunter auch der Netzpolitiker Lars Klingbeil von der SPD stehen der Schul-Software kritisch gegenüber und sehen sie als Eingriff in die Privatsphäre der Schüler und Lehrer. Dem hält der Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Bernd Althusmann (CDU), entgegen dass die Stichproben nicht geheim geschehen würden und man Verständnis dafür Aufbringen müsse, dass die Interessen der Verlage gewahrt werden sollten. Diese wollen durch die Überprüfung verhindern, dass die Schulbücher nur noch in kopierter Form verwendet werden. Kritiker fordern eine stärkere Einbindung von Datenschutzbeauftragten bei der weiteren Entwicklung der Software.


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Was denkst du?

  • Alpenroeschen27 am 07.11.2011 um 17:12 Uhr

    Es ist immer schwierig zwischen: Was ist zu weit in die Privatssphäre eingreifen und: was schützt berechtigt? abzuwägen. Das möchte ich meist nicht entscheiden müssen

    Antworten