Schwangerschaft und Malaria

Wer in der Schwangerschaft unter Malaria leidet, kann sich medikamentös behandeln lassen. Bislang wurde davon allerdings abgeraten. Eine neue Studie von Wissenschaftler der Shoklo Malaria Treatment Unit kommt zu einem anderen Ergebnis.

Gerade im ersten Trimenon einer Schwangerschaft steigt mit einer Malariaerkrankung das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt merklich. Hier könne mit Medikamenten Abhilfe geschaffen werden, so die Forschergruppe um Rose McGready. Die Mittel haben den Wissenschaftlern zufolge keine negativen Auwirkungen auf den Fötus.

Komplikationen in der Schwangerschaft durch Malaria

Eine Malariaerkrankung in den ersten Monaten der Schwangerschaft birgt nicht nur das Risiko einer Frühgeburt. Auch das Geburtsgewicht der Babys von in der Schwangerschaft an Malaria erkrankten Frauen ist deutlich geringer als das von Babys gesunder Mütter. Das wiederum erhöht die Sterblichkeitsrate dieser Neugeborenen. Nicht selten erliegen auch die schwangeren Frauen selbst den Folgen der Malariainfektion. Jährlich fallen weltweit etwa eine Millionen Menschen der Malaria zum Opfer.

Auch Schwangere sollten sich bei Malaria behandeln lassen

Malaria in der Schwangerschaft birgt große Risiken für Mutter und Kind


Medikamente in der Schwangerschaft

In den meisten Fällen können Medikamente den Malariapatienten helfen. Jedoch rät die Weltgesundheitsorganisation vom Einsatz der Mittel bei einer bestehenden Schwangerschaft bislang ab. Für das Medikament Artemisinin haben die Forscher um Rose McGready nun einer groß angelegte Studie durchgeführt. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Lancet Infectious Diseases. Diese besagen, dass von der medikametösen Behandlung in der Schwangerschaft keine fruchtschädigende Wirkung ausgehe, das Risiko von Fehlgeburten jedoch drastisch sinke. Die medikamentöse Therapie von Malari wird demzufolge auch während der Schwangerschaft empfohlen.

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