Erfahrungsbericht

Babymoon: So war mein letzter Urlaub als Nicht-Mama

Babymoon: So war mein letzter Urlaub als Nicht-Mama

„Ruhe dich nochmal richtig aus“ ist wohl einer der Tipps, die man als werdende Mutter am häufigsten bekommt. Das habe ich mir zu Herzen genommen: Gemeinsam mit meinem Freund habe ich fünf richtig tolle Tage in Südtirol verbracht und es mir einfach nur gutgehen lassen. Hier meine besten Tipps, falls du auch einen Babymoon planst.

Was ist ein Babymoon?

Der Begriff „Babymoon“ ist an die Flitterwochen, auch „Honeymoon“ genannt, angelehnt. Nur, dass es sich hier nicht um die erste Reise als Ehepaar handelt, sondern um den letzten Urlaub in der Schwangerschaft, vor der Geburt des eigenen Kindes. Dieser dreht sich oft darum, die Zeit als Paar oder auch alleine nochmal zu nutzen und richtig zu genießen, bevor das neue Familienmitglied bald die volle Aufmerksamkeit fordert. Mittlerweile gibt es viele Hotels, die solch einen Babymoon anbieten.

Ich bekomme im Mai mein erstes Baby und bin generell jemand, der immer ein wenig Zeit braucht, bis er sich wirklich bewusst entspannen kann. Doch jetzt im 7. Monat wollte ich abseits von Arbeitsstress und Vorbereitung auf den neuen Menschen in meinem Leben nochmal richtig runterkommen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Ein paar Tage in einer Region ohne Trubel und in einem Hotel, dass mich bei diesem Ziel unterstützte, waren also genau das Richtige für mich.

Hotel Silena im Winter
Unser Babymoon-Hotel: Das SILENA in Südtirol

5 Tage entspannte Tage in Südtirol

In 1350 Metern Höhe im Pustertal in Südtirol liegt das SILENA. Das familiengeführte Natur-Designhotel liegt im ruhigen Ort Vals, umgeben von einem wunderschönen Bergpanorama. Wir waren von Berlin nach Innsbruck geflogen, anschließend noch 1,5 Stunden mit dem Zug gefahren und wurden dann vom Gründer des Hotels am Bahnhof abgeholt.

Obwohl ich eher ein Fan von Meer und Strand bin, hatten es mir die schneebedeckten Berge direkt angetan, die wir am ersten Morgen von unserem Zimmer aus sehen konnten. In dem großen Bett konnte ich wunderbar schlafen, da mir vom Hotel wie ganz selbstverständlich ein Schwangerschaftskissen* zur Verfügung gestellt wurde. Solche Aufmerksamkeiten zogen sich durch unseren gesamten Aufenthalt: Überall wurde auf Kleinigkeiten und die Liebe zum Detail geachtet, abends fanden wir stets ein kleines Betthupferl im Zimmer oder mal eine andere Überraschung wie ein Body Peeling. Alle Angestellten waren super nett und wussten bald über die Extrawünsche ihrer Gäste Bescheid. Die angenehme Atmosphäre und das ruhige Klima sorgten schnell dafür, dass wir uns rundum wohlfühlen und auf ein paar entspannte Tage einlassen konnten. Wenn du also deinen Babymoon buchst, sag im Hotel am besten bereits vorher Bescheid, dass du schwanger bist, damit sie sich schon darauf einstellen können und dir all deine Wünsche erfüllen können.

Hier siehst du Fotos vom Hotel, den Zimmern und dem Wellnessbereich:

Eindrücke aus dem Silena in Südtirol

Eindrücke aus dem Silena in Südtirol
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So konnte ich im Babymoon entspannen

Wie man als Bald-Mama seinen Babymoon gestaltet, kann man sich selbst aussuchen. Manche wollen nochmal die volle Packung Romantik mit ihrem Partner genießen, andere mit Freundinnen etwas erleben. Die meisten Frauen entscheiden sich dann aber doch eher für die Wellnessvariante. Die ermöglicht nicht nur Entspannung, sondern auch entschleunigte Zeit, die man nutzen kann, um nochmal tief in sich zu gehen. Genauso habe ich meine Tage verbracht.

#1 Ausruhen

Ganz wichtig im Babymoon: einfach mal ausruhen! Dank des Langschläfer-Frühstücks bis 11.30 Uhr musste ich nie früh aufstehen. In den meisten Hotels stresst es mich immer, dass das Buffet nur bis 10 Uhr geöffnet ist – hier hatte ich keinen Zeitdruck. Außerdem nutzte ich die vielen kleinen Ecken im Hotel, wie den Panorama-Ruheraum oder den Leseraum, um einfach mal ein wenig zu dösen, Musik zu hören oder zu lesen. Manchmal nutzte ich diese Momente auch einfach nur, um runterzukommen und meine Gedanken schweifen zu lassen, während mein Baby im Bauch spielte.

Panorama-Ruheraum Silena
Im Panorama-Ruheraum mit Blick auf die Berge konnte ich super entspannen.

#2 Yoga

Während der Schwangerschaft habe ich zu Hause mit Yoga angefangen und festgestellt, wie entspannt ich danach immer bin. Im Hotel wurden täglich Yogastunden angeboten, an denen man kostenlos teilnehmen konnte. Ich entschied mich für Yin Yoga, was auch mit Babybauch kein Problem war, da mir immer Alternativübungen gezeigt wurden. Bei der Meditation am Ende war ich so entspannt, dass ich sogar eingeschlafen bin.

#3 Wandern

Klar, Extremsport macht man in der Schwangerschaft nicht mehr, aber ein bisschen Bewegung tut richtig gut! Daher such dir für deinen Babymoon ein Reiseziel aus, wo du ein passendes Angebot an Freizeitaktivitäten findest. In unserem Hotel gab es fast täglich geführte Wanderungen in der Umgebung an. Mein Freund und ich nahmen mit einer kleinen und sehr sympathischen Truppe an einer Schneeschuhwanderung teil. Mit der Gondel sind wir auf 2.500 Meter Höhe gefahren und durch das schneebedeckte Hochtal gewandert. Wenn ich mal eine Pause brauchte, hielten wir kurz inne und genossen die gleichzeitig atemberaubende und beruhigende Aussicht auf die umliegenden Berge. An einem anderen Tag zogen wir nur zu zweit los in die Wälder. An der Hotelrezeption wurden wir vorher beraten, welche Routen für mich im 7. Monat machbar seien und welche eher nicht.

Babymoon Schneeschuhwanderung
Bewegung an der frischen Luft tut werdenden Mamis gut.

#4 Wellness

Der Wellnessbereich wird wahrscheinlich das Highlight für dich als Schwangere in deinem Urlaub sein. Lass es dir auf jeden Fall bei einer Massage oder Beauty-Behandlung so richtig gut gehen. Auch ich konnte hier so richtig entspannen. Ende des zweiten Trimesters ist eine Massage in Bauchlage nicht mehr machbar, doch ich konnte mich bequem dank Schwangerschaftskissen auf die Seite legen und eine angenehme Ganzkörpermassage genießen. Anschließend genoss ich die Wärme und den Wortaufguss der Bio-Kräutersauna, bei dem Geschichten aus der Region vorgelesen werden.

#5 Schwimmen

Schwimmen ist eine der Bewegungsarten, die in der Schwangerschaft wärmstens empfohlen werden. Im beheizten Infinity-Outdoorpool schwamm ich jeden Tag ein paar Runden unter freiem Himmel und genoss das Gefühl, mich unter Wasser endlich wieder angenehm leicht und beweglich zu fühlen.

Infinity Pool Silena
Ein Pool mit Ausblick - hier lässt es sich aushalten.

#6 Alleinsein

Ein wichtiger Tipp, den ich von anderen Müttern bekommen habe: Genieße nochmal die Momente, in denen du ganz allein bist. Während also mein Freund beim Sport war, sich vom Hotel ein Fatbike lieh, um die Gegend unsicher zu machen oder in die finnische Panorama-Sauna ging, die mir in der Schwangerschaft zu heiß war, ließ ich mich einfach treiben. So saß ich noch lange allein beim Frühstück und genoss die Aussicht auf die Berge oder die Ruhe im Wellnessbereich.

#7 Gut & gesund essen

Gesunde Ernährung ist immer wichtig, aber in der Schwangerschaft besonders. Im Alltag gelingt mir das leider nicht immer. Daher war es super angenehm, sich im Urlaub einfach mal auf eine gesunde Art bekochen zu lassen – mit ausschließlich natürlichen Zutaten aus der Umgebung. Das Frühstück, aber vor allem das 5-Gänge-Menü am Abend war immer so abwechslungsreich und lecker, dass ich – obwohl ich oft sehr mäkelig bin – wirklich alles gegessen habe, was meine Schwangerschaft zuließ. Zwischendurch konnte man überall im Hotel Tee, Infused Water oder Obst zu sich nehmen.

8 Tipps für den perfekten Babymoon

  • Mache, was du am liebsten machst! Wellness, Wandern oder einfach entspannter Strandurlaub? Du hast die Wahl zwischen vielen Hotels, die extra Urlaub für Schwangere anbieten.
  • Such dir ein abgelegenes Hotel – ohne Kinder. Wenn du dich nicht gerade nach dem großen Trubel im Babymoon sehnst, ist ein Hideaway Hotel genau richtig für dich. Hier kannst du die Ruhe und Natur so richtig genießen. Babygeschrei oder beim Abendessen herumrennende Kiddies sind außerdem das Letzte, das du im Babymoon gebrauchen kannst. Stichwort: Adults only!
  • Verreise zu zweit – oder allein. Überlege dir ganz genau, mit wem du deinen Babymoon verbringen willst. Wahrscheinlich willst du am liebsten deinen Partner dabei haben, aber vielleicht tut dir auch deine Mutter oder deine beste Freundin gut – oder du fährst einfach ganz allein.
  • Fahr nicht zu weit weg. Flug- oder Autoreisen können in der Schwangerschaft von Woche zu Woche anstrengender für dich werden. Überleg also, ob du dir wirklich eine stressige und lange Anreise, vielleicht sogar mit Zeitverschiebung, im zweiten oder dritten Trimester antun willst oder ob es nicht lieber ein Hotel in Europa tut.
  • Lass dich treiben. Versuche, während deines Babymoons möglichst wenig feste Pläne für den Tag zu machen, sodass du keinen Zeitdruck verspürst und einfach spontan schauen kannst, wie es dir geht und wonach dir ist.
  • Schreibe Schwangerschaftstagebuch. In deinem letzten Urlaub vor der Geburt deines Babys wird dir nochmal soo viel durch den Kopf gehen. Halte diese Gedanken  für dich fest, um dich später an diese besondere Zeit zu erinnern.
  • Lass das Handy auf dem Zimmer. Ich habe den Fehler gemacht und am Tag viel zu viel über WhatsApp kommuniziert, sodass ich manchmal nicht richtig entspannen konnte. Ohne Handy hätte ich alles viel mehr genießen können.
  • Mache den Babymoon nicht zu früh. Gerade in den letzten Wochen vor der Geburt ist es wichtig, nochmal in sich zu gehen und runterzukommen. Beginnst du deinen Urlaub jedoch zu früh, hat dich der Alltagsstress schnell wieder und die Entspannung ist vergessen.

16 Momente, die du in deiner 1. Schwangerschaft erlebst

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Bildquelle:

desired; Hotel SILENA

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