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Teil 2

Die Schwanger-Kolumne: „Wir möchten das Baby-Geschlecht beeinflussen“

Ja, die Schwangerschaft ist eines der aufregendsten Abenteuer, das man erleben kann. Diese Phase bringt vieles mit sich, an das man vorher nicht mal einen winzigen Gedanken verschwendet hat, schließlich geht es jetzt noch um jemand anderen. Ich erwarte derzeit mein erstes Kind und gefühlt jeden Tag prasseln neue Eindrücke auf mich ein. In dieser Kolumne nehme ich euch mit durch meine Schwangerschaft und berichte von schönen Momenten, großen Sorgen und auch von extrem nervigen Mitmenschen!

Der Moment, in dem mein Mann und ich erfahren haben, welches Geschlecht unser Baby haben wird, ist schon einige Wochen her. Wir hatten sehr viel Glück, denn in der 14. Woche lag das Baby so im Bauch, dass wir beim 1. Trimester-Screening genau sehen konnten, ob wir uns auf einen Jungen oder ein Mädchen freuen dürfen. Für uns ist das Geschlecht völlig egal, wir wünschen uns nur, dass das Baby gesund ist. Dass Letzteres auch für andere Eltern gilt, stelle ich gar nicht in Frage. Und doch scheint es manche zu geben, die mit aller Macht versuchen wollen, das Geschlecht ihres Babys zu bestimmen...

Junge oder Mädchen?

In jeder Schwangerschaft kommt irgendwann der Punkt, an dem der Frauenarzt oder die Frauenärztin auf dem Ultraschall das Geschlecht des Babys erkennen kann. Manche Eltern möchten es direkt wissen, bei anderen erfährt es die Freundin, die dann eine sogenannte Gender-Reveal-Babyparty plant. Während ich zu der neugierigen Fraktion gehöre, die niemals so lange warten könnte, warten manche Eltern auch bis zur Geburt und lassen sich überraschen, das finde ich auch sehr schön! Ganz gleich, wie man es handhabt, das Geschlecht des Babys ist etwas, das schon im Moment der Befruchtung der Eizelle feststeht. Denn die Chromosomen in den Spermien der Männer gibt es in zwei verschiedenen Varianten: XX (weiblich), XY (männlich). Je nachdem, welches Spermium dann auf die Eizelle trifft, wird es ein Junge oder Mädchen – das sagt die Wissenschaft.

Das Geschlecht bestimmen – fast wie bei „Sims“

Erinnert ihr euch an das PC-Spiel Sims? Da ging es wirklich: Wollte man, dass die Sim-Frau ein Mädchen zur Welt bringt, musste man sie beim Spielen nur dazu bringen, am Fernseher das Kinderprogramm anzuschauen und oder laute Kindermusik zu hören. Und so wie im Spiel, soll es anscheinend auch im realen Leben Wege geben, das Geschlecht eines Kindes zu beeinflussen. Doch nur bei wenigen davon kann man davon ausgehen, dass sie sich auf das Geschlecht des Babys auswirken. So wird vermutet, Männer würden ab einem höheren Alter weniger „männliche“ Spermien produzieren. Auch die Scheidenflora der Frau soll Einfluss darauf nehmen, ob man eher einen Jungen oder eher ein Mädchen bekommen wird.

Ob Junge oder Mädchen – dein kleiner Schatz wird im ersten Lebensjahr so viele Meilensteine durchleben. Welche das sind, zeigen wir dir im Video!

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Schwangerschaften sind nichts mit 100% Wahrscheinlichkeit!

Generell kann man in der Medizin niemals etwas mit 100%iger Wahrscheinlichkeit sagen. Wenn dann eine Mama zu mir kommt und fragt: „Na, wann habt ihr das Kind gezeugt? Dann kann man sagen, ob es ein Junge oder Mädchen wird“ werde ich richtig sauer.
Der Hintergrund: Der Wissenschaftler Dr. Shettles fand in den 1970er-Jahren heraus, dass männliche Spermien in der Regel schneller sind als weibliche, jedoch auch schneller absterben. Deshalb sei seiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Junge wird, MINIMAL größer wenn man am Tag des Eisprungs das Kind zeugt. An den anderen Tagen wäre die Wahrscheinlichkeit MINIMAL höher, dass es ein Mädchen wird.

Abgesehen davon, dass ich die Frage danach, wann jemand sein Kind gezeugt hat, einfach zu persönlich finde (das erfährt höchstens meine beste Freundin), finde ich es anmaßend, jemandem anhand von bisher noch nicht weiter bestätigten Vermutungen sagen zu wollen, welches Geschlecht das Baby hat. Ich finde es sowieso komisch, wenn Leute das Geschlecht ihres Kindes so „planen wollen.“ Ganz ehrlich: Seid froh, wenn euer Kind gesund auf die Welt kommt. Alles andere ist vollkommen nebensächlich! Sich so auf- und irgendwie Gott zu spielen, finde ich falsch. Es ist doch gerade schön, wenn man das Geschlecht erst im Laufe der Schwangerschaft erfährt. Auch mein Frauenarzt hat herrlich geschmunzelt als ich ihm von diesem Kommentar der anderen Mutter berichtet habe.

Laura-Jaen Kästner
Laura-Jaen Kästner, desired-Redakteurin für Liebe, Lifestyle und Women

Es gibt so viel Wichtigeres!

Jedes Mal, wenn ich solche Sätze wie „Wir möchten unbedingt ein Mädchen!“ höre/lese, stelle ich mir diejenigen vor, die sich sehnlichst ein Kind wünschen und keines bekommen können. Es gibt so viele Paare und Singles, die schon ewig schwanger werden möchten oder bei denen die Schwangerschaft mit Fehlgeburten endeten. Dann frage ich mich, wie diese Menschen wohl reagieren, wenn sie solche Kommentare von anderen lesen. Und jedes Mal stelle ich mir dir gleiche Antwort vor: „Seid dankbar, wenn eure Körper dieses Wunder vollbringen können und versucht nicht noch, darauf einzuwirken.“ Natürlich verstehe ich, dass jeder von uns Präferenzen hat. Wir sind ja alle nur Menschen. Ich denke aber, es kommt am Ende sowieso so, wie es soll. Warum also Energie darauf verschwenden, sich auf ein Geschlecht einzuschießen und dann noch riskieren, „enttäuscht“ zu werden, wenn all diese ach so tollen Maßnahmen am Ende doch nichts bringen sollten. Freut euch einfach auf das Leben mit eurem Neuzugang und genießt jeden Moment. Beide Geschlechter sind auf ihre Art und Weise besonders und jedes Kind ist es sowieso!

Du möchtest noch mehr lesen? Hier geht es zu Teil 1 der Kolumne und hier zum 3. Teil.

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Bildquelle: Getty Images/AB Photography

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