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Alleingeburt: Das Wichtigste rund um die Geburt in Eigenregie

Alleingeburt: Das Wichtigste rund um die Geburt in Eigenregie

Die Alleingeburt ist nicht erst seit Corona ein Thema – aber gerade durch die Pandemie wurde sie aktueller denn je. Viele Schwangere fragen sich, wie eine Geburt in Zeiten der Pandemie aussehen kann: Darf der werdende Vater mit in den Kreißsaal? Wie lange kann er nach der Geburt bei Mutter und Kind sein? Und überhaupt: Ist eine Geburt mit Maske überhaupt machbar? Da liegt der Gedanke an eine Alleingeburt nahe. Wir erklären, was genau das ist und was man bei einer Alleingeburt alles beachten muss.

Was ist eine Alleingeburt?

Schon während der Schwangerschaft warten viele Untersuchungen und Kontrollen auf werdende Mütter. Immer mehr Frauen hinterfragen diese „Routine” und wollen lieber – im wahrsten Sinne des Wortes – auf ihr Bauchgefühl hören. Sie verlassen sich auf den natürlichen Vorgang von Schwangerschaft und Geburt und möchten ihr Baby selbstbestimmt zur Welt bringen. Wer ganz ohne medizinische Intervention und Unterstützung gebären möchte, der wählt die Alleingeburt. Bei dieser Form der Geburt sind weder Arzt noch Hebamme anwesend. Meistens handelt es sich um Hausgeburten, bei denen lediglich der Partner und/oder die Geschwister dabei sind.

Warum entscheiden sich Frauen für eine Alleingeburt?

Laut Statistik entscheiden sich kaum Erstgebärende für eine Alleingeburt. Vielmehr handelt es sich um Zweit- oder Drittgebärende, die sich bewusst für eine Alleingeburt entscheiden. Gründe dafür können sein:

  • traumatische Erlebnisse während der ersten (Klinik-)Geburt
  • der Wunsch nach Selbstbestimmung
  • die Vorstellung von der Geburt als natürliches Ereignis, das im Familienkreis stattfinden soll
  • der Wunsch nach einer freien Wahl des Geburtsortes – etwas in der eigenen Wohnung oder in der Natur
  • das Vertrauen in den eigenen Körper und das Selbstbewusstsein, eine Geburt ohne medizinische Eingriffe erleben zu können

Ist eine Alleingeburt gefährlich?

Eine Geburt ist ein großes Ereignis und jede Geburt ist einzigartig. In den meisten Fällen läuft sie ohne Risiko für Mutter und Kind ab. Aber ganz ausgeschlossen können diese eben nicht werden. Genau darin liegt das Problem: Bei einer Alleingeburt ist kein medizinisches Personal vor Ort, das im Notfall eingreifen könnte. Sollte es bei der Alleingeburt zu Komplikationen kommen, können die Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes entscheidend sein.

Wie bereitet man sich auf eine Alleingeburt vor?

Eine Alleingeburt ist – wie jede andere Geburt auch – im Grunde nicht wirklich planbar. Nur etwa drei bis fünf Prozent der Kinder kommen am errechneten Termin zur Welt. Alle Babys, die drei Wochen vor oder bis zu zwei Wochen nach dem errechneten Termin geboren werden, bezeichnet man als „termingerecht”. Das heißt, es kann im Grunde genommen rund um den Termin jederzeit losgehen. Wer eine Alleingeburt plant, sollte sich frühmöglich um eine Nachsorgehebamme kümmern, die Mutter und Kind im sogenannten „Wochenbett“ betreut – die ersten vier bis sechs Wochen nach der Geburt. Sie kann die erste Untersuchung am Baby durchführen wie etwa das Messen und Wiegen. Auch schaut sie nach eventuellen Geburtsverletzungen der Mutter.

In Deutschland gibt es übrigens eine Hebammenhinzuziehungspflicht. Das heißt, jeder Arzt ist verpflichtet, bei einer Geburt in der Klinik eine Hebamme hinzuzuziehen. Das ist eine wichtige Errungenschaft der Hebammen im Kampf um ihre Bedeutung bei der Geburtsbegleitung.

Gut zu wissen: Nach der Geburt muss das Kind beim Standesamt gemeldet werden. Dieses stellt dann auch die Geburtsurkunde aus.

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Was muss ich bei einer Alleingeburt beachten?

Wer sich für eine Alleingeburt entscheidet, sollte vorher ein paar Dinge bereit legen. Folgendes kann hilfreich sein:

  • Handtücher, alte Decken oder andere Textilien, um den Boden abzudecken
  • Unterlagen und Einlagen
  • Klemme und sterilisierte Schere für das Durchtrennen der Nabelschnur

Was sind die Alternativen zur Alleingeburt?

Viele Frauen, die Wert auf eine selbstbestimmte Geburt legen, entscheiden sich für ein Geburtshaus: Hier ist die Atmosphäre meist familiär, aber dennoch stehen Hebammen zur Notversorgung bereit. Aber auch von Hebammen begleitete Hausgeburten können eine gute Alternative zur Alleingeburt sein.

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Bildquelle:

GettyImages/tonefotografia

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