Eine Geburt mit PDA dauert länger

Viele Frauen entscheiden sich während der Geburt oder bereits im Vorfeld für eine PDA, um die Schmerzen zu lindern. Wie eine Studie aus den USA nun zeigt, dauert eine Geburt mit PDA im Durchschnitt jedoch zwei bis drei Stunden länger als eine Geburt ohne Betäubung.

Die Periduralanästhesie, kurz PDA, bewirkt eine örtliche Betäubung von Schmerzen während der Geburt oder eines Kaiserschnitts. Wünscht eine werdende Mutter eine Geburt mit PDA, muss sie sich zunächst entweder auf die Seite legen oder vornüber gebeugt sitzen. Dann schiebt der Anästhesist eine Hohlnadel zwischen zwei Dornfortsätzen der Lendenwirbelsäule ein und führt durch die Nadel einen Katheter in den sogenannten Periduralraum. Je erfahrener und eingespielter das Team der Geburtshelfer und Ärzte dabei ist, desto problemloser ist die Geburt mit PDA. Aber auch die Größe und das Gewicht der Schwangeren spielen eine Rolle. „Bei einer eher beleibten Frau ist es etwas schwieriger, die Dornfortsätze zu tasten, als bei einer schlanken Frau. Auch die Körpergröße der Gebärenden spielt eine Rolle“, erklärt Marion Auweiler, anästhesiologische Oberärztin am Maria-Hilf-Krankenhaus in Bergheim gegenüber der „Rheinischen Post“.

Geburt mit PDA dauert im Schnitt deutlich länger

Wie die „Rheinische Post“ berichtet, hat eine Studie aus den USA jetzt überraschende Ergebnisse zum Thema Geburt mit PDA geliefert. Die Befunde der retrospektiven Untersuchung unter der Leitung von Yvonne Cheng an der Universität von Kalifornien in San Francisco wurden kürzlich im Wissenschaftsmagazin „Obstetrics & Gynecology“ veröffentlicht. Ihnen zufolge dauert eine Geburt mit PDA bei Erstgebärenden im Schnitt zwei Stunden und 19 Minuten länger als eine Geburt ohne Anästhesie. Bei Frauen, die bereits mindestens ein Kind zur Welt gebracht hatten, konnte sogar eine zeitliche Differenz von zwei Stunden und 54 Minuten beobachtet werden: Die Durchschnittszeit betrug hier bei einer Geburt mit PDA vier Stunden und 15 Minuten. Zum Vergleich: Mehrfachgebärende, die auf die Betäubung verzichteten, brachten ihr Kind im Schnitt bereits nach einer Stunde und 21 Minuten zur Welt.

Eltern mit Neugeborenem im Krankenhaus nach einer Geburt mit PDA

Eine Geburt mit PDA dauert meist deutlich länger


Geburt mit PDA: Schmerzen und Stress versus Geschwindigkeit

Geburtshelfer und Ärzte sind sich der Tatsache, dass eine Geburt mit PDA in der Regel länger dauert, durchaus bewusst. So erklärte die Direktorin der Düsseldorfer Universitäts-Frauenklinik, Tanja Fehm, im Interview mit der „Rheinischen Post“: „Die Ergebnisse dieser Studie sind nicht überraschend. Wir setzen die PDA nicht nur zur reinen Schmerzerleichterung, sondern auch therapeutisch ein – etwa bei verzögertem Geburtsverlauf oder wenn sich die Öffnung des Muttermunds verzögert.“ Da die PDA also häufig bei ohnehin schon schwierigen und langwierigen Geburten eingesetzt wird, muss die Aussagekraft der Ergebnisse gegebenenfalls überdacht werden. Fehm rät werdenden Müttern, sich in puncto Geburt mit PDA nicht verunsichern zu lassen: „Durch eine gut sitzende PDA kann auch ein drohender Kaiserschnitt vermieden und eine Spontangeburt ermöglicht werden.“

Eine aktuelle Studie aus den USA hat gezeigt, dass eine Geburt mit PDA im Schnitt zwei bis drei Stunden länger dauert als eine Geburt ohne Anästhesie. Dennoch raten Ärzte schwangeren Frauen dazu, sich nicht verunsichern zu lassen. Je nach Verlauf der Geburt, kann eine PDA beispielsweise auch dazu dienen, einen drohenden Kaiserschnitt zu verhindern.

Bildquelle: 4774344sean/Thinkstock.com

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