Risikofaktor

Stress in der Schwangerschaft

Katharina Meyer am 08.10.2015

Stress ist nie angenehm – Stress in der Schwangerschaft ist insofern aber ein besonderer Fall, als die werdende Mutter nicht nur für ihre eigene Gesundheit, sondern auch für die des Kindes verantwortlich ist. Viel Stress in der Schwangerschaft zu haben, kann sich daher unter Umständen auch negativ auf das Wohlergehen und die Gesundheit des Kindes auswirken.

Jeder Mensch hat mal Stress und jeder fühlt sich von unterschiedlichen Faktoren gestresst. Stress in der Schwangerschaft wird dagegen oftmals von Faktoren ausgelöst, die speziell mit der Schwangerschaft zu tun haben. Dies kann zum Beispiel anfangs die Frage sein, wie man seinem Arbeitgeber von dem Baby im Bauch berichtet, oder auch generell die Sorge, dass man der großen Aufgabe nicht gewachsen ist. Manchmal entsteht Stress in der Schwangerschaft auch einfach dadurch, dass die werdende Mutter versucht, mit der neuen Doppelbelastung aus Schwangerschaft und Beruf fertig zu werden. Daher sollten Frauen zunächst einmal herauszufinden versuchen, was für ihren Stress in der Schwangerschaft verantwortlich ist. Dann kann man den Ursachen entsprechend entgegenwirken.

Gestresste Schwangere

Zu viel Stress in der Schwangerschaft kann gefährlich für Dein Baby werden.

Warum ist Stress in der Schwangerschaft ein Risikofaktor?

Nicht nur physische, sondern auch psychische Faktoren haben Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen. Dass Stress zu diesen Faktoren gehört und Auswirkungen auf den Körper haben kann, ist weitläufig bekannt. Stress in der Schwangerschaft ist daher nicht nur für die werdende Mutter, sondern auch für das Kind ein Risiko. Das ungeborene Kind bekommt im Bauch schließlich schon ziemlich viel mit. Wenn beispielsweise der Blutdruck der Mutter steigt oder ihr Herz schneller schlägt, werden Adrenalin und Hormone ausgeschüttet, die über die Nabelschnur auch zum Kind gelangen. Zu viel Stress in der Schwangerschaft kann deshalb verfrühte Wehen, Untergewicht beim Baby oder sogar eine Fehlgeburt auslösen. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Kind Allergien entwickelt oder an Asthma erkrankt. Eine wissenschaftliche Studie hat beispielsweise herausgefunden, dass Kinder, deren Mütter viel Stress in der Schwangerschaft durchzustehen hatten, einen erhöhten IgE-Wert aufweisen. IgE ist hierbei die Abkürzung für Immunglobin E. Dabei handelt es sich um einen Antikörper, der unter anderem für die Entstehung von Allergien verantwortlich ist.

Was kann für Stress in der Schwangerschaft verantwortlich sein?

Stress ist subjektiv. So gibt es Menschen, die sich bereits gestresst fühlen, wenn sie morgens ihre Bahn verpassen. Andere erreichen dagegen erst dann ihr Stresslevel, wenn sie viele Wochen am Stück länger arbeiten mussten, wenig Schlaf bekommen haben und zusätzlich Geldsorgen befürchten müssen. Außerdem können auch Umweltfaktoren wie Lärm oder Rauchen Stress auslösen. Alle Ausprägungen von Stress sind – unabhängig von der „objektiven Schwere“ – ernst zu nehmen. Selbst wenn eine Frau normalerweise nur begrenzt stressanfällig ist, kann es sein, dass ihr Stresslevel während der Schwangerschaft stark ansteigt, denn in der Schwangerschaft spielen plötzlich viele neue Faktoren eine wichtige Rolle im Leben der werdenden Mutter. Vielleicht machst auch Du Dir Gedanken, ob Du finanziell über die Runden kommst, wenn Du auch noch ein Kind zu versorgen hast. Oder Du fragst Dich, ob Dein Job trotz der Schwangerschaft sicher ist und wie sich die Beziehung zu Deinem Partner mit einem Kind verändern wird. Auch die Gedanken, ob das Kind gesund zur Welt kommt, die Geburt schmerzhaft sein wird oder Du nach der Geburt mit dem Kind überfordert sein könntest, können Stress in der Schwangerschaft hervorrufen. Hinzu kommen die hormonellen und körperlichen Veränderungen, die auf die werdende Mutter einwirken und ebenfalls anstrengend sein können.

Wie erkennt man Stress in der Schwangerschaft?

In der Regel muss eine werdende Mutter keine Bedenken haben, ihr Kind unwissentlich zu viel Stress auszusetzen. Der menschliche Körper ist so eingerichtet, dass Du Stress rechtzeitig bemerkst. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Unruhe oder Schlaflosigkeit können Anzeichen für zu viel Stress in der Schwangerschaft sein. Wenn Du als werdende Mutter also lernst, diese Alarmsignale rechtzeitig als Indikatoren für Stress zu erkennen und dann möglichst bald kürzer trittst, ist bereits viel gewonnen. Daher solltest Du versuchen, die Themen oder Faktoren, die bei Dir Stress auslösen, zu identifizieren und ihnen wirksam zu begegnen. Nimmt der Stress in der Schwangerschaft allerdings überhand, solltest Du nicht zögern, Hilfe von außen anzunehmen.

Was kannst Du als werdende Mutter tun, um Stress in der Schwangerschaft zu mindern?

Stress in der Schwangerschaft ist zwar belastend, kann aber glücklicherweise oftmals mit ein paar Veränderungen im Alltag oder im Denken gemindert werden. Nimm Dir ab und zu mal etwas Zeit für Dich und mache etwas, das Dir Spaß macht – sei es, dass Du ein Buch liest oder Deine Lieblingsmusik hörst. Auch Massagen können Stress in der Schwangerschaft nachweislich mindern. Wenn der Gedanke an die Geburt bei Dir Angst und Stress hervorruft, kannst Du mit Deiner Hebamme, dem Arzt oder einer Freundin, die bereits ein Kind bekommen hat, über Deine Sorgen sprechen. Außerdem entspannt es oftmals bereits, sich in einem Geburtsvorbereitungskurs anzumelden – dort können viele Fragen beantwortet und Ängste genommen werden. Auch der Beruf kann, wenn Du schwanger bist, plötzlich stressiger sein als sonst. Vielleicht erklärt sich Dein Chef bereit, dass Du ein paar Tage in der Woche von zu Hause aus arbeiten kannst oder dass Du zumindest Gleitzeit in Anspruch nehmen kannst, um nicht jeden Tag zur Hauptverkehrszeit unterwegs sein zu müssen. Such Dir in der Mittagspause einen Ort, im Idealfall an der frischen Luft, an dem Du kurz abschalten kannst. Oftmals sind es auch finanzielle Sorgen, die bei einer werdenden Mutter Stress in der Schwangerschaft auslösen, denn natürlich möchtest Du Deinem Kind auch etwas bieten können. Bei finanziellen Sorgen kann es helfen, zu überlegen, was Du alles für das Kind benötigst und was Du davon unter Umständen gebraucht kaufen oder im Bekanntenkreis leihen kannst. Auf Flohmärkten in Kindergärten kann man vieles besonders günstig kaufen. Wenn Du Dich rechtzeitig um Mutterschutz und Elterngeld kümmerst, bekommst Du außerdem finanzielle Unterstützung vom Staat.

Stress in der Schwangerschaft kann vielseitige Ursachen haben und unter Umständen zu Komplikationen beim Kind führen. Mit ein bisschen Selbstreflexion kannst Du die Ursachen jedoch meist herausfinden und den Stress somit mindern.

Bildquelle: iStock/monkeybusinessimages


Arbeiten in der Schwangerschaft

Wie man Stress in der Schwangerschaft bekämpfen kann

Stress in der Schwangerschaft

Wie man Stress in der Schwangerschaft bekämpfen kann

Stress ist nie angenehm – Stress in der Schwangerschaft ist insofern aber ein besonderer Fall, als dass die werdende Mutter in der Schwangerschaft nicht nur für ihre eigene Gesundheit, sondern auch für die des Kindes verantwortlich ist. Viel Stress in der Schwangerschaft zu haben, kann sich daher unter Umständen auch negativ auf das Wohlergehen und die Gesundheit des Kindes auswirken.

Jeder Mensch hat mal Stress und jeder fühlt sich von unterschiedlichen Faktoren gestresst. Stress in der Schwangerschaft wird dagegen oftmals von Faktoren ausgelöst, die speziell mit der Schwangerschaft zu tun haben. Manchmal entsteht Stress in der Schwangerschaft auch einfach dadurch, dass die werdende Mutter versucht, mit der neuen Doppelbelastung aus Schwangerschaft und Beruf fertig zu werden. Daher sollten Frauen zunächst einmal herauszufinden versuchen, was für ihren Stress in der Schwangerschaft verantwortlich ist. Dann kann man den Ursachen entsprechend entgegenwirken.

Warum ist Stress in der Schwangerschaft ein Risikofaktor?

Nicht nur physische, sondern auch psychische Faktoren haben Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen. Dass Stress zu diesen Faktoren gehört und Auswirkungen auf den Körper haben kann, ist weitläufig bekannt. Stress in der Schwangerschaft ist daher nicht nur für die werdende Mutter, sondern auch für das Kind ein Risiko. Das ungeborene Kind bekommt im Bauch schließlich schon ziemlich viel mit. Wenn beispielsweise der Blutdruck der Mutter steigt oder ihr Herz schneller schlägt, werden Adrenalin und Hormone ausgeschüttet, die über die Nabelschnur auch zum Kind gelangen. Zu viel Stress in der Schwangerschaft kann deshalb verfrühte Wehen, Untergewicht beim Baby oder sogar eine Fehlgeburt auslösen. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Kind Allergien entwickelt oder an Asthma erkrankt. Eine wissenschaftliche Studie hat beispielsweise herausgefunden, dass Kinder, deren Mütter viel Stress in der Schwangerschaft durchzustehen hatten, einen erhöhten IgE-Wert aufweisen. IgE ist hierbei die Abkürzung für Immunglobin E. Dabei handelt es sich um einen Antikörper, der unter anderem für die Entstehung von Allergien verantwortlich ist.

Was kann für Stress in der Schwangerschaft verantwortlich sein?

Stress ist subjektiv. So gibt es Menschen, die sich bereits gestresst fühlen, wenn sie morgens ihre Bahn verpassen. Andere erreichen dagegen erst dann ihr Stresslevel, wenn sie viele Wochen am Stück länger arbeiten mussten, wenig Schlaf bekommen haben und zusätzlich Geldsorgen befürchten müssen. Außerdem können auch Umweltfaktoren wie Lärm oder Rauchen Stress auslösen. Alle Ausprägungen von Stress sind – unabhängig von der „objektiven Schwere“ – ernst zu nehmen. Selbst wenn eine Frau normalerweise nur begrenzt stressanfällig ist, kann es sein, dass ihr Stresslevel während der Schwangerschaft stark ansteigt, denn in der Schwangerschaft spielen plötzlich viele neue Faktoren eine wichtige Rolle im Leben der werdenden Mutter. Vielleicht machst auch Du Dir Gedanken, ob Du finanziell über die Runden kommst, wenn Du auch noch ein Kind zu versorgen hast. Oder Du fragst Dich, ob Dein Job trotz der Schwangerschaft sicher ist und wie sich die Beziehung zu Deinem Partner mit einem Kind verändern wird. Auch die Gedanken, ob das Kind gesund zur Welt kommt, die Geburt schmerzhaft sein wird oder Du nach der Geburt mit dem Kind überfordert sein könntest, können Stress in der Schwangerschaft hervorrufen. Hinzu kommen die hormonellen und körperlichen Veränderungen, die auf die werdende Mutter einwirken und ebenfalls anstrengend sein können.

Wie erkennt man Stress in der Schwangerschaft?

In der Regel muss eine werdende Mutter keine Bedenken haben, ihr Kind unwissentlich zu viel Stress auszusetzen. Der menschliche Körper ist so eingerichtet, dass sie Stress rechtzeitig bemerkt. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Unruhe oder Schlaflosigkeit können Anzeichen für zu viel Stress in der Schwangerschaft sein. Wenn die werdende Mutter lernt, diese Alarmsignale rechtzeitig als Indikatoren für Stress in der Schwangerschaft zu erkennen und dann möglichst bald kürzer tritt, ist bereits viel gewonnen. Die werdende Mutter sollte daher versuchen, die Themen oder Faktoren, die bei ihr Stress in der Schwangerschaft auslösen, zu identifizieren und ihnen wirksam zu begegnen. Nimmt der Stress in der Schwangerschaft allerdings Überhand, sollte man nicht zögern, Hilfe von außen anzunehmen.

Was kannst Du als werdende Mutter tun, um Stress in der Schwangerschaft zu mindern?

Stress in der Schwangerschaft ist zwar belastend, kann aber glücklicherweise oftmals mit ein paar Veränderungen im Alltag oder im Denken gemindert werden. Nimm Dir ab und zu mal etwas Zeit für Dich und mache etwas, das Dir Spaß macht – sei es, dass Du ein Buch liest oder Deine Lieblingsmusik hörst. Auch Massagen können Stress in der Schwangerschaft nachweislich mindern.

Wenn der Gedanke an die Geburt Stress in der Schwangerschaft hervorruft, können Schwangere mit ihrer Hebamme, dem Arzt oder einer Freundin, die bereits ein Kind bekommen hat, über ihre Sorgen sprechen. Außerdem entspannen es oftmals bereits, sich in einem Geburtsvorbereitungskurs anzumelden – dort können viele Fragen beantwortet und Ängste genommen werden.

Auch der Beruf kann, wenn Du schwanger bist, plötzlich stressiger sein als sonst. Vielleicht erklärt sich Dein Chef bereit, dass Du ein paar Tage in der Woche von zu Hause aus arbeiten kannst oder dass Du zumindest Gleitzeit in Anspruch nehmen kannst, um nicht jeden Tag zur Hauptverkehrszeit unterwegs sein zu müssen. Such Dir in der Mittagspause einen Ort, im Idealfall an der frischen Luft, an dem Du kurz abschalten kannst.

Oftmals sind es auch finanzielle Sorgen, die bei einer werdenden Mutter Stress in der Schwangerschaft auslösen, denn natürlich möchtest Du Deinem Kind auch etwas bieten können. Bei finanziellen Sorgen kann es helfen, zu überlegen, was Du alles für das Kind benötigst und was Du davon unter Umständen gebraucht kaufen oder im Bekanntenkreis leihen kannst. Auf Flohmärkten in Kindergärten kann man vieles besonders günstig kaufen. Wenn Du Dich rechtzeitig um Mutterschutz und Elterngeld kümmerst, bekommst Du außerdem finanzielle Unterstützung vom Staat.

Stress in der Schwangerschaft kann vielseitige Ursachen haben und unter Umständen zu Komplikationen beim Kind führen. Mit ein bisschen Selbstreflexion kannst Du die Ursachen von Stress in der Schwangerschaft jedoch meist herausfinden und den Stress somit mindern.


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