Seltsame Vornamen fürs Baby

Eltern machen sich seit jeher viele Gedanken, welchen Vornamen ihr Baby erhalten soll. Doch mittlerweile kommen immer skurrilere Vornamen fürs Baby in Frage und werden in den meisten Fällen auch genehmigt. Erst kürzlich bewilligte das Standesamt Eschweiler den Namen „Schaklin“. Dies ist nur ein Beispiel für eine ganze Reihe an außergewöhnlichen Vornamen.

Der Name „Schaklin“ lehnt sich an den Namen „Jacqueline“ an. Die Eltern des Kindes bestanden jedoch, wie das Online-Magazin t-online.de berichtet, auf der eingedeutschten Schreibweise „Schaklin“. Da beide Vornamen fürs Baby phonetisch gleich sind, gab das Standesamt Eschweiler dem Wunsch der Eltern stand und bewilligte die außergewöhnliche Schreibweise des Namens. Dass Eltern einen ausländischen Vornamen fürs Baby wählen, ist schon lange keine Seltenheit mehr. Dass sie ihn aber eingedeutscht verwenden, ist ein neuer Trend. So ist der Name „Aschly“, der ebenfalls genehmigt wurde, von dem amerikanischen Namen Ashley abgeleitet.

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Die skurrilsten Vornamen fürs Baby

Skurrile Vornamen fürs Baby sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Seltsame Schreibweisen sind nur ein Beispiel für die Liste der ungewöhnlichen Vornamen. Wie das Portal Vorname.com verrät, hatten Eltern im Jahr 2011 beispielsweise „Alemmania“, „Legolas“ und „Peach“ als Vornamen für’s Baby angedacht und bekamen diese Namen auch tatsächlich bewilligt. Neben nordischen und altdeutschen Vornamen liegen auch Namen aus Medien wie Musik, Fernsehen und Kino im Trend. Darunter fallen Namen von Märchenfiguren, wie zum Beispiel „Dornröschen“, „Schneewittchen“ oder „Rapunzel“. Auch Namen von Prominenten sind bei vielen Eltern sehr beliebt. Die folgenden Vornamen für’s Baby wurden tatsächlich erlaubt: „Apple“, „Champagna“, „Emilie-Extra“, „Godpower“, „Ikea“, „Junior“, „Klee“, „Laser“, „London“, „Magic“, „Pepsi-Carola“, „Popo“, „Pumuckl“, „Schneewittchen“, „Schokominza“, „Siebenstern“, „Smudo“, „Sonne“, „Tarzan“ und „Topas“. Beantragt, aber abgelehnt wurden hingegen Vornamen wie „Bierstübl“, „Borussia“, „Gastritis“, „Grammophon“, „Januar“, „Joghurt“, „Kirsche“, „Liebknecht“, „McDonald”, „Millenium“, „Möhre“, „Pfefferminze“, „Porsche“, „Rosenherz“, „Rumpelstilzchen“, „Satan“, „Schnucki“, „Schröder“, „Seerose“, „Sputnik“, „Störenfried“, „Verleihnix“, „Waldmeister“, „Whisky“ und „Woodstock“.

Beim Vornamen fürs Baby hat das Gericht das letzte Wort

Da ein Vorname fürs Baby nicht dazu führen darf, dass das Kind später gemobbt oder lächerlich gemacht wird, hat bei Streitigkeiten zwischen Eltern und Standesamt um den Vornamen fürs Baby das Gericht das letzte Wort. Die Website Beliebte-vornamen.de berichtet, dass ein Paar aus Sehnde bei Hannover seine Tochter „Emma Tiger“ nennen wollte. Vorbild für diesen Namen ist Til Schweigers Tochter, die ihren Namen „Emma Tiger“ in den USA erhielt. Während das Amtsgericht den Namen hierzulande zunächst ablehnte, weil es das Wohl des Kindes gefährdet sah, hob das Oberlandesgericht Celle dieses Urteil auf und erlaubte den Namen „Emma Tiger“. Das Gericht bezog sich in seiner Begründung auf Til Schweiger. Da dieser eine prominente Person sei, würde der Name seiner Tochter in der Öffentlichkeit bekannt und gewinne dadurch an Akzeptanz. In Leipzig erstritten Eltern vor Gericht erfolgreich „Eleni Sizilia“ als Vornamen fürs Baby. „Sizilia“ wurde dabei als Variante von „Cäcilia“ anerkannt. Auch der Name „Emelie-Extra“ wurde von einem Gericht genehmigt. Das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht begründete sein Urteil damit, dass das Erziehungsrecht auch das Recht zur Namenserfindung enthalte. Es gelte lediglich zu beachten, den Menschen durch den Namen nicht herabzuwürdigen. Das zuständige Standesamt hatte zunächst befürchtet, dass das Kind durch den Namen „Extra“ lächerlich gemacht werden könne und den Namen aus diesem Grund abgelehnt.

Vornamen fürs Baby: die Namenswahl

Vornamen fürs Baby werden immer skurriler.

Mittlerweile gibt es in Deutschland eine ganze Reihe an skurrilen und ungewöhnlichen Vornamen fürs Baby. Eine eingedeutschte Schreibweise wie im kürzlich anerkannten Namen „Schaklin“ ist nur ein Beispiel für eine Vielzahl an extravaganten Namen. Viele dieser Namen werden von den zuständigen Standesämtern bewilligt. Abgelehnt werden die Namen, wenn die Standesämter befürchten, dass der Name das Kind lächerlich machen könnte. In solchen Fällen der Uneinigkeit zwischen Eltern und Standesamt kann ein Gericht über den Vornamen fürs Baby entscheiden.

Bildquelle: Studio-Annika/istock/Thinkstock


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