Sperma-Analyse

Bei einer Sperma-Analyse wird das männliche Ejakulat auf Fruchtbarkeit untersucht. Dafür hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun neue Richtlinien ausgearbeitet, die ab 2013 auch für die Deutsche Bundesärztekammer verpflichtend sein werden. Juraforum.de berichtet.

Etwa jedes sechste Paar in Deutschland kann seinen Kinderwunsch nicht erfüllen. Da die Ursachen dafür zu gleichen Teilen bei Mann oder Frau liegen, muss auch männliche Unfruchtbarkeit stark berücksichtig werden. Die WHO hat nun neue Richtlinien für die Auswertung der Spermienqualität festgelegt.

Sperma-Untersuchung: Ursachen für männliche Unfruchtbarkeit

Dass das Sperma des Mannes unfruchtbar ist, kann verschiedene Ursachen haben: Ein Hodenhochstand im Kindesalter, eine Infektion der Samenwege, Hormonstörungen, Krampfadern im Hoden oder genetische Voraussetzungen können zu Unfruchtbarkeit führen. Außerdem kann sich auch die Lebensführung negativ auf das Sperma auswirken, zum Beispiel bei starkem Stress, Alkohol- und Nikotinkonsum oder unter Einwirkung von bestimmten Medikamenten.

Bei einer Sperma-Analyse, auch Spermiogramm genannt, wird eine Samenprobe unter anderem auf die Parameter Samenmenge, pH-Wert, Spermien-Gesamtzahl, Spermienkonzentration, sowie Form, Vitalität und Beweglichkeit der Spermien untersucht.

Sperma-Analyse: mehr Sicherheit für Paare mit Kinderwunsch

Die neuen Maßstäbe der WHO zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie die unteren Grenzwerte für der oben genannten Kriterien herabgesetzt haben. Diese Maßnahme beruht auf einer weltweiten Studie mit mehr als 4500 Männern, von denen viele nicht unfruchtbar waren, obwohl sie die alten Grenzen unterschritten hatten. Zu den neuen Richtlinien für Ejakulat-Diagnosen zählen außerdem gehobene Qualitätsstandards in den zuständigen Laboren.

Neue WHO-Richtlinien für Spermiogramme: „flächendeckend ein hoher Qualitätsstandard in andrologischen Laboren“

Bei einer Sperma-Analyse wird das männliche Ejakulat auf Fruchtbarkeit untersucht.


Durch die neuen Richtlinien der WHO soll bei der Sperma-Untersuchung „flächendeckend ein hoher Qualitätsstandard in andrologischen Laboren“ etabliert werden, so Prof. Sabine Kliesch, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V.. Das ist besonders wichtig, weil es Paaren sicherere Angaben bei der Feststellung von Unfruchtbarkeitsursachen gibt. Somit kann auch eine gezielte Kinderwunschbehandlung schneller eingeleitet werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Andrologie e.V. organisiert seit 2011 Fortbildungen für die rasche Umsetzung der neuen WHO-Richtlinien. Dennoch rät Prof. Kliesch betroffenen Paaren, in der Übergangsfrist stets nachzufragen, ob der behandelte Arzt die Sperma-Analyse auch nach den WHO-Richtlinien von 2010 durchführt.

Bildquelle: Deborah Cloyed (Teaser) / Nicemonkey (oben) / Dreamstime.com

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